HSG Konstanz :: Spitzenhandball vom Bodensee

    
 

HSG Konstanz – Der geplante Erfolg

Die HSG Konstanz, eine Spielgemeinschaft der beiden Konstanzer Handballvereine TV Konstanz und HCDJK Konstanz, besteht seit 1980 und hat über 400 Mitglieder, davon über 80% Jugendliche. 20 Mannschaften sind für den Spielbetrieb gemeldet.

 

Ziel dieser Spielgemeinschaft ist es, durch Bündelung der Kräfte den Handballsport in Konstanz zu stärken, sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport. Dies soll insbesondere durch eine qualifizierte Nachwuchsarbeit erfolgen. Die beiden Vereine bleiben in ihren Rechten und Pflichten selbständig. Sie verpflichteten sich, die Spielgemeinschaft im Sinne dieser Zielsetzung zu unterstützen und keine konkurrierenden Aktivitäten zu entwickeln, unter Beibehaltung ihres Eigenlebens und ihrer Strukturen.

Das im Jahre 1980 vom TV Konstanz und der HCDJK Konstanz eingegangene Wagnis einer Spielgemeinschaft mit der vorgenannten Zielsetzung hat sich in den zurückliegenden drei Jahrzehnten nicht nur als beispielhaft für die Konstanzer Vereinslandschaft erwiesen, sondern dient vielen Sportvereinen im süddeutschen Raum als Vorbild für eine zukunftsorientierte Vereinspolitik.

Der Aufstieg von der Oberliga Südbaden in die Regionalliga Süd erfolgte in der Saison 1984/85. Die Euphorie wich der Ernüchterung nach einem nur einjährigen Gastspiel im Oberhaus Süddeutschlands. In der Saison 1987/88 startete die HSG Konstanz nach erneuter Oberligameisterschaft ein zweites Mal das Unternehmen Regionalliga, dem wiederum kein Erfolg beschieden war. Nach dem erneuten Abstieg konnte sich die HSG Konstanz in der Oberliga relativ schnell konsolidieren. Die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr in die Regionalliga erfüllten sich jedoch nicht. Die Verantwortlichen sahen den Grund für den nicht erreichten Aufstieg darin, dass der letzte Einsatz und die nötige Professionalität bei der Mannschaft und im Umfeld fehlten, um auf Dauer im Leistungshandball bestehen zu können. Bei der HSG zog man zur Saison 1993/94 die Konsequenzen.

Die Stadt Konstanz bis zum Jahr 2000 über die Zwischenstation Regionalliga in den exklusiven Kreis der Bundesligastädte zu führen, wurde als Zielvorgabe ausgegeben. Hierzu mussten Strukturen geschaffen werden, die den Leistungssport auf Dauer ermöglichen. Auf die eigene Jugend sollte in Zukunft gesetzt werden. Und ein Trainer musste gefunden werden, der es sich zutraute, mit Konsequenz und Weitblick eine leistungswillige Mannschaft mit eigenen Spielern aufzubauen. Mit Diplom-Sportlehrer Adolf Frombach konnte dieser Mann gefunden und an den Bodensee geholt werden. Der Neuanfang war gemacht. In einem dramatischen Oberligaendspiel vor 800 Zuschauern in Willstätt konnte sich der gastgebende TV nur denkbar knapp mit 19 : 18 Toren die Meisterschaft vor der HSG sichern. Viele der begeisterten Zuschauer hielten die HSG Konstanz schon damals reif für die Regionalliga.

Die Mannschaft hatte sich damit selbst zum Top-Favoriten für die Saison 1994/95 gemacht. In überlegener Weise wurde die Saison mit 42 : 2 Punkten als erfolgreichstes Team aller Oberligen Deutschlands abgeschlossen. Da man bei der HSG Konstanz nichts mehr dem Zufall überlassen wollte, begannen die Planungen für die Zwischenstation Regionalliga sehr frühzeitig. Unter keinen Umständen wollte man wie in den 80iger Jahren erneut nur ein einjähriges Gastspiel in der Regionalliga geben. Mit gezielten Verstärkungen gelang es den 11. Abschlussrang und damit den Klassenerhalt zu sichern.

Im darauffolgenden Jahr konnte diese Platzierung mit der jüngsten Regionalliga-Mannschaft, Altersdurchschnitt 21,8 Jahre, wiederholt werden. Mit ihrem begeisternden Handball hatten die jungen „Himmelsstürmer“ insgesamt 7.470 Zuschauer in die Rheingutsporthalle gezogen, was einem Zuschauerschnitt von 575 pro Spiel entsprach. Damit war auch der Beweis erbracht, dass mit überzeugenden sportlichen Leistungen in Konstanz genügend sportbegeisterte Bürger für einen

regelmäßigen Besuch attraktiver Sportveranstaltungen gewonnen werden können.

Mit der Vorgabe „einstelliger Tabellenplatz“ ging die HSG Konstanz in die dritte Regionalligasaison. Am Ende schaute mit der Position drei der bis dato größte Erfolg in der Geschichte der Spielgemeinschaft heraus. Die HSG Konstanz hatte sich in der Regionalliga etabliert. Dem großen Ziel aller Planungen, Aufstieg in die Bundesliga, war man wieder einen Schritt näher gekommen.

Erstmals seit der Wiedervereinigung erreichte 1998 mit der männlichen B-Jugend der HSG Konstanz wieder eine Mannschaft aus dem Süden Deutschlands ein Endspiel um die deutsche Jugendmeisterschaft. Für viele war dies eine Überraschung, für die Beobachter des Jugendhandballs war es eine logische Konsequenz der seit 1993 von der Spielgemeinschaft betriebenen qualifizierten Jugendarbeit. Zigfache Meistertitel auf südbadischer Ebene, der Titel eines „Süddeutschen Meisters“ und ein B-Jugend-Finale um die Deutsche Meisterschaft vor über 600 Zuschauern in der Rheingutsporthalle gegen den SC Magdeburg sind ein Spiegelbild der Entwicklung des Handballs in Konstanz. Auch wenn Magdeburg den Konstanzern noch einen Schritt voraus war, so brachte die „Deutsche Vize-Meisterschaft“ den 15- und 16-jährigen Jugendlichen die verdiente öffentliche Anerkennung. Noch nie war eine Konstanzer Jugendmannschaft in einer olympischen Sportart bis in das Finale um die Deutsche Meisterschaft vorgestoßen. Für ihre Fairness wurde die Mannschaft mit dem Fair-Play-Preis der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausgezeichnet und das Konstanzer Sportpublikum wählte die B-Jugend zur „Mannschaft des Jahres 1998“.

Das große Ziel Bundesliga wurde mit einem15 köpfigen Kader angegangen, dem 10 Spieler aus der eigenen Nachwuchsarbeit entstammten. Die Stärkung des Handballsports auf der Basis erfolgreicher Jugendarbeit schien gelungen. Getragen von einer enormen Sympathiewelle und vor großartigen Kulissen, allein 4-mal war die Rheingutsporthalle mit 1.200 Zuschauern ausverkauft, erkämpfte sich die Mannschaft den Staffelsieg. Dass es dann im entscheidenden Relegationsspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga vor 3.000 Zuschauern bei der HSG Kronau/Bad Schönborn eine 24 : 21 Niederlage gab, war bitter aber nicht entmutigend. Gewonnen hatte die HSG an Sympathie bei den Sportfans und an Vertrauen bei den Wirtschaftsunternehmen in der Region. So gestärkt marschierte die HSG Konstanz in der Saison 2000/2001 unaufhaltsam und mit großem Vorsprung der Süddeutschen Meisterschaft und dem direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga entgegen.

Das Ziel war erreicht. Oberbürgermeister Horst Frank würdigte bei einem Empfang für Mannschaft, Helfer und Funktionäre die HSG Konstanz als neue Botschafterin der Stadt. Er bezeichnete den Erfolg als eine „grandiose Leistung“ und mit dem Empfang im Ratssaal wurde der Wert des HSG-Erfolgs für die gesamte Kommune deutlich. HSG-Präsident Otto Eblen versicherte, dass die HSG in noch stärkerem Masse ein Sympathieträger für die Stadt Konstanz sein werde, der Dynamik, Elan und Begeisterung vermittle. Die Bundesligaauftritte der Mannschaft in Hessen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Sachsen wurden in den folgenden drei Jahren zu einer kostenlosen Image-Werbung für die Stadt Konstanz. Als südlichster Bundesligaverein Deutschlands absolvierte man drei interessante Jahre im Unterhaus der „Stärksten Liga der Welt“ und präsentierte den Konstanzern etliche aktuelle und ehemalige Nationalspieler. Allerdings war der jährliche Aderlass (Matthias Rauh, Seppo Seitner, Thomas Zilm, Michael Binder…) insbesondere in Richtung der deutschen und Schweizer Topvereine recht groß und so endete die Zweitligazugehörigkeit unmittelbar nach dem Umzug in die bundesligataugliche Schänzle-Sporthalle recht abrupt.

Seit 2004 spielt die HSG Konstanz nun permanent in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, die zwischenzeitlich als Dritte Bundesliga vom DHB verwaltet wird. Hierbei hat es der Verein beständig geschafft, den Wirren einer andauernden Änderung der Strukturen im deutschen Handball zu trotzen und ist heute der bestplatzierte südbadische Verein im Männerbereich. Die Professionalisierung im Umfeld erhielt durch viele nach Konstanz vergebene Veranstaltungen ihre Anerkennung: 2001 betreuten weit über 100 ehrenamtliche Helfer der HSG Konstanz die Teilnehmer am Landesturnfest; 2005 und 2007 durfte die HSG Konstanz jeweils ein Länderspiel der deutschen Herren-Nationalmannschaft in der Schänzle-Sporthalle ausrichten; 2006 war die Juniorennationalmannschaft zu einem Länderspiel in Konstanz zu Gast, parallel dazu waren weit über 100 Helfer in der SÜDKURIER-Arena aktiv; 2008 durfte die HSG Konstanz zwei Spieltage des Schwarzwald-Bäder-Cups ausrichten.

Auch im Jugendbereich hat sich die HSG Konstanz in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt: Die A-, B- und C-Jugend spielen seit vielen Jahren in der jeweils höchsten Spielklasse und werden technisch und spieltaktisch analog der 1. Herrenmannschaft ausgebildet. So schafft es die HSG Konstanz immer wieder, A-Jugendliche nahtlos in den Bundesligakader einzubauen. Dabei gelang der A-Jugend in der Spielzeit 2011/2012 die Qualifikation für die neugeschaffene A-Jugend Bundesliga und parallel konnte sich die erste Mannschaft mit einem 4. Platz in der Spitzengruppe der 3. Liga etablieren.

 
 zum Seitenanfang

Hauptsponsor

 

Co-Sponsoren

 
 CineStar
 Randegger
 Stadtwerke_Konstanz

Medienpartner

 

TV Partner

 

Radio Partner

 

offizieller Ausrüster