Berichte » 26. September 2009

HSG Konstanz - «TSB Meckes-Polifka» 27:31 (14:13)

Normalerweise wird man einer Mannschaft nicht gerecht, wenn man sie im Erfolgsfall auf einen oder zwei Spieler reduziert, am heutigen Abend soll das aber erlaubt sein. Die alles auf ihre individuelle Art und Weise dominierenden Figuren beim TSB Heilbronn-Horkheim waren Matthias Polifka und Ingo Meckes. Sie erzielten zusammen nicht nur 20 Treffer (wenn die Statisitker richtig liegen, Polifka deren 13, Meckes 7) sondern setzen auch ihre Nebenleute in Szene und dirigierten den Abwehrblock. Nicht verschwiegen werden soll, dass die Heilbronner in kritischen Situationen auf die Künste zweier guter Torleute zurück greifen konnten und in den Phasen, wo Polifka kurz gedeckt wurde, auch andere beim erfolgreichen Torwurf in die Bresche sprangen. Welche herausragende Rolle Polifka und Meckes am heutigen Abend spielten, mag aber die Tatsache illustrieren, dass erst beim Stand von 12:13 überhaupt ein anderer Gästespieler ein Tor warf.

So viel zum Gast. Dass es zur Halbzeit dennoch 14:13 für die HSG stand, war einem vergleichbar dynamischen Duo in Gelb zu verdanken. Obs an der Ballspende des SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Friedrich lag? Jedenfalls trumpfte die linke Seite der HSG im wahrsten Sinne des Wortes Groß-artig auf. Oliver Groß und Oliver Schoof standen Meckes und Polifka nur wenig nach und erzielten die überwältigende Anzahl Konstanzer Treffer in Hälfte eins.


Groß blieb nach dem Seitenwechsel allerdings zunächst auf der Bank. Über 17:17 und 19:19 wogte das Match intensiv und ausgeglichen hin und her, ehe die Gäste in der 42. Minute erstmals mit zwei Toren und 19:21 in Führung gehen konnten. Mit zunehmender Spielzeit machte sich das Hauptmanko der Konstanzer bemerkbar: die rechte Seite fand bis Mitte der zweiten Hälfte fast nicht statt. Erst als Heilbronn in der 50. Minute erstmals mit 3 Treffern Differenz vorne lag, zeigte die HSG mehr variables Spiel. Der eingewechselte Mücke und Hafner erzielen von rechts die Anschlusstreffer, Unkonzentriertheiten im Aufbau und aufkommende Hektik nahmen der HSG aber die Chance, nochmals in Schlagweite zu den Heilbronnern zu gelangen.

Letztlich stand für die HSG nach 60 Minuten eine 27:31 Niederlage zu Buche. Die Heilbronner hatten die zwei Punkte nicht gestohlen, sondern sich mit einem in wichtigen Nuancen reiferen Spiel verdient. Bei der HSG waren Einstellung, Kampfkraft und Willen ohne Fehl und Tadel. Spielerisch kann sicher zugelegt werden. Um Fehlerquellen abzustellen, beibt mit Blick auf die zwei nächsten, ausgesprochen  schwierigen Gegner, Bad Neustadt und Söflingen (zuhause am 9. Oktober) aber nur wenig Zeit.

Rainer Widmann, HSG-Redaktionsteam


 

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