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„Habe mir eine Tüte Popcorn aufgemacht“: Mit Rückenwind in Kracher gegen HSG Nordhorn-Lingen

„Habe mir eine Tüte Popcorn aufgemacht“: Mit Rückenwind in Kracher gegen HSG Nordhorn-Lingen

Kein Aufsteiger hat bislang einen besseren Zuschauerschnitt: Die "Schänzle-Hölle" hat sich bereits einen Namen in der 2. Handball-Bundesliga als stimmungsvoller Hexenkessel gemacht.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – HSG Nordhorn-Lingen

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Nach dem wichtigen 26:23 (17:12)-Auswärtssieg mit einer bärenstarken ersten Halbzeit in Ferndorf hat sich die HSG Konstanz in der 2. Handball-Bundesliga mit nun 4:6 Punkten auf Platz 14 in das Tabellenmittelfeld abgesetzt. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen konnte sich daher ganz entspannt auf den kommenden Gegner vorbreiten. Mit der HSG Nordhorn-Lingen kommt dabei am Samstag, 20 Uhr, ein ganz großer Name nach Konstanz. Riesig ist deshalb die Freude beim ganzen HSG-Team auf einen „echten Kracher“, so der HSG-Coach.

 

Für Entspannung sorgte der nun als gelungen einzuordnende Saisonstart. Mit Bietigheim und Lübbecke hatte die HSG Konstanz in den ersten beiden Heimspielen den immer noch ungeschlagen an der Tabellenspitze thronenden Klassenprimus sowie den auf Platz drei rangierenden Erstliga-Absteiger und Titel-Topfavoriten zu Gast. Spiele, in denen es für Aufsteiger realistisch betrachtet nur eine kleine Chance auf Bonuspunkte gibt. Konstanz war zweimal sogar nahe dran an der faustdicken Überraschung, Zählbares gab es jedoch erst bei den Partien gegen vermeintliche Konkurrenten um den Klassenerhalt. Zweimal, in Hüttenberg und jetzt in Ferndorf, gelang dabei ein Coup in fremder Halle. Eblen: „Unsere Spiele sind bislang total unterschiedlich verlaufen, aber wenn sich die Chance auf Punkte eröffnet hat, konnten wir sie nutzen.“

 

Gerade mit dem letzten Spiel zeigt sich der gebürtige Konstanzer hochzufrieden und lobt: „Die erste Halbzeit in Ferndorf war mit das Beste, was wir diese Saison bislang im Angriff gespielt haben.“ Durchgang zwei war dann weniger entspannt und hochklassig, weil sich Konstanz durch ein paar überhastete Abschlüsse etwas aus dem Tritt bringen ließ. „Klar, am Ende war es doch noch einmal eine schwere Aufgabe“, gesteht der A-Lizenzinhaber, „aber 60 Minuten auf höchstem Niveau zu spielen ist nicht so einfach.“ Torhüter Konstantin Poltrum gelang dieses Kunststück allerdings eindrucksvoll. 14 Paraden konnte er am Schluss verbuchen, 38 Prozent der Würfe auf sein Tor. Für den 42-jährigen Konstanzer Übungsleiter ein ganz wichtiger Baustein des Erfolges im Siegerland: „Konsti hat uns einen großen Rückhalt gegeben, hat einige Würfe von Baumgärtner aus dem Rückraum und auch vom Kreis und Außen klare Chancen weggenommen.“

 

Es ist somit alles bereitet für den Kracher gegen die HSG Nordhorn-Lingen, den deutschen Vizemeister von 2002 und EHF-Pokalsieger von 2008. In der Trainingsarbeit ist Eblen von der Mitarbeit seiner jungen Spieler beeindruckt und erwähnt deren Initiative und Mithilfe bei der Erarbeitung von Lösungen. „Ein 08/15-Spiel reicht nicht mehr wie in der 3. Liga um knapp zu gewinnen“, erklärt er. Stattdessen sind Höchstleistungen und eine akribische Spielvorbereitung unerlässlich. „Es ist toll, wie die Jungs hier teilweise eigene Lösungsvorschläge mit einbringen und intensiv mitdenken.“

 

Beim Traditionsverein aus Niedersachsen, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, ist man mit dem Saisonstart bislang nicht zufrieden. Der Ex-Verein von Lubomir Vranjes und Steffen Weinhold brachte Bundesliga-Absteiger TuS N-Lübbecke zwar beim deutlichen 33:28-Heimsieg die erste und bislang einzige Niederlage bei, doch bis auf den umjubelten 24:23-Derbysieg gegen Emsdetten am vergangenen Samstag blieb die HSG Nordhorn-Lingen ohne Punkte und ist damit punktgleich mit der HSG Konstanz. Das Auftaktprogramm des mehr als 700 Kilometer nach Konstanz reisenden Teams aus den beiden 53000 Einwohner zählenden und 30 Kilometer voneinander entfernten Städten Nordhorn und Lingen hatte es allerdings auch in sich. Unter anderem Spitzenreiter Bietigheim und Erstliga-Absteiger Eisenach waren die Gegner, die große Mühe hatten, gegen die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann zu bestehen.

 

Daniel Eblen gerät ins Schwärmen, wenn er von seiner Videoanalyse des nächsten Gegners spricht. Eine Tüte Popcorn habe er sich dabei aufgemacht, sagte er schon vor ein paar Tagen. „Zuerst einmal hat man als HSG Konstanz von so einem Kracher-Spiel immer geträumt“, sagt der Diplom-Kaufmann, „und wie diese Mannschaft Handball spielt, hat schon eine unglaubliche Qualität.“ Nicht nur der Sieg gegen Lübbecke habe ihn nachhaltig beeindruckt, auch bei der Niederlage gegen Bietigheim habe ihm die schnelle, variantenreiche, teilweise spektakuläre Spielweise des ambitionierten Teams aus Norddeutschland imponiert, zu der ganz unterschiedliche Spielertypen beitragen: abschlussstarke Rückraumakteure, gute Kreisläufer und intelligente, schnelle Mittelmänner. Der Konstanzer Trainer hat großen Respekt: „Vor ein paar Tagen konnte ich noch flachsen, aber je näher das direkte Aufeinandertreffen rückt, desto mulmiger wird einem.“

 

Spannend wird hier auch das Kräftemessen mit seinem Nordhorner Pendant, Heiner Bültmann, der als Co-Trainer vom zweifachen Handball-Welt- und vierfachen Europameister sowie viermaligen Olympia-Silbermedaillengewinner Ola Lindgren lernen konnte. Ein extrem hohes taktisches Niveau bescheinigt er dem kommenden Gegner dann auch und meint lachend, „mit einem Playbook vom Umfang eines Telefonbuchs. Da werden einige Nächte mit Kopfzerbrechen folgen – und natürlich ganz viel Vorfreude.“ Fabian Maier-Hasselmann wird höchstwahrscheinlich bei dem Unternehmen „Überraschungssieg“ wieder dabei sein, während Paul Kaletsch und Mathias Riedel nach dem Auftritt vor den Toren Siegens etwas angeschlagen sind und einige Tage nicht am Training mit der Mannschaft teilnehmen konnten. Dennoch, nach zwei Spielen auf Augenhöhe gegen hochfavorisierte Spitzenteams in denen Konstanz an der Überraschung schnupperte und insbesondere gegen Bietigheim nicht viel dazu fehlte, hofft Eblen, dass sein Team im dritten Versuch wieder so gut mithalten kann – und dann tatsächlich mit Zählbarem belohnt wird.

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

 

Tageskasse:
Um lange Warteschlangen an den Tageskassen zu vermeiden, wird ein frühzeitiges Erscheinen empfohlen. Die Kassen öffnen um 18 Uhr, zwei Stunden vor dem Spiel.

 

Exklusiver Ticket-Bonus:

Als exklusives Highlight im Eintrittspreis inbegriffen: Ein Fünf-Euro-Verzehrgutschein für die Konstanzer Diskothek Berry's gegen Vorlage der Eintritts- oder HSG-Dauerkarte am Abend des Spieltages!


Vorverkauf:
Tickets sind im Vorverkauf bei Böhm Sport in Konstanz erhältlich, Macairestr. 8, 78467 Konstanz, www.boehmsport.de, Telefon: 07531/53922.  

Online-Ticketbestellung:
Online-Ticketbestellung per E-Mail an die Geschäftsstelle der HSG Konstanz (Tel.: 07531/928080) über tickets@hsgkonstanz.de mit Anzahl und Art der Tickets sowie gewünschtem Spiel und vollständiger Angabe des Vor- und Nachnamens. Die Karten werden bei Überweisung der Gesamtsumme mit entsprechendem Verwendungszweck (gewählte Partie sowie E-Mail-Adresse) und Geldeingang bis spätestens einen Tag vor dem Spieltermin an die HSG Konstanz GmbH, IBAN: DE72 6929 1000 0218 9103 00, BIC: GENODE61RAD, an der Tageskasse hinterlegt.

Weitere Informationen zu den Tickets.


Parkplätze:

Aufgrund des erwarteten großen Besucheransturms bittet die HSG Konstanz dringend, auf den P&R-Parkplatz „Am Seerhein“ auf der nördlichen Seite der Schänzlebrücke auszuweichen. Der P&R-Parkplatz „Am Seerhein“ ist über die Reichenaustraße erreichbar.


ÖPNV:

Es wird eine Anreise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Mit der Linie 5 oder 9A/B der Busse der Stadtwerke Konstanz fährt man bis zur Haltestelle Gartenstraße, von dort ist die Schänzle-Sporthalle fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.

 

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