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HSG Konstanz angelt sich Top-Linkshänder der 2. Bundesliga

HSG Konstanz angelt sich Top-Linkshänder der 2. Bundesliga

Hochkarätiger Nachfolger für Gregor Thomann: Felix Klingler ist der derzeit zweitbeste Rechtsaußen der 2. Handball-Bundesliga hinter Thomann. Bei den Feldtoren steht er sogar vor dem künftigen Bundesligaprofi. Ein echter Transfercoup für die HSG.

 

Auf der Suche nach einem Ersatz für ihren aktuell besten Torschützen Gregor Thomann (24), der nach der Saison zum Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten zurückkehrt, ist der HSG Konstanz nun ein echter Coup gelungen. Mit Felix Klingler vom Zweitliga-Konkurrenten TV Neuhausen konnte sich der Tabellenneunte den mit schon 94 Toren – davon 80 aus dem Spiel heraus –  derzeit zweitbesten Rechtsaußen der 2. Bundesliga und besten Torschützen des TVN angeln. In der Gesamtstatistik der Torjäger ist auf Rechtsaußen lediglich Thomann mit 139 Treffern bei 64 verwandelten Siebenmetern vor dem nach Mittelmann Tom Wolf (22, Adler Königshof) zweiten HSG-Neuzugang zu finden, bei den Feldtoren liegt Klingler nach 23 Partien hingegen sogar fünf Treffer vor dem künftigen Bundesligaprofi.

 

Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, strahlt angesichts des hervorragenden Ersatzes für die rechte Außenbahn und lobt seine zweite Verpflichtung für die kommende Saison: „Felix ist ein sehr guter Rechtsaußen, sicher einer der besten der 2. Bundesliga und ein ähnlicher Typ wie Gregor.“ Die Stärken des 23-jährigen Linkshänders, der bei der HSG Konstanz einen Einjahresvertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben hat,  umreißt er so: „Sehr schnell und technisch sehr gut, dazu extrem sicher von außen und im Tempogegenstoß. Mit ihm haben wir direkt einen sehr, sehr guten Ersatz für Gregor gefunden, der nicht umsonst ganz vorne in der Torschützenliste der Außen steht, obwohl die Situation in Neuhausen keine einfache ist. Felix ist so nicht nur uns aufgefallen.“

 

Trotz seines jungen Alters verfügt Felix Klingler bereits über viel Erfahrung in der 2. Bundesliga und durfte sogar schon – als gerade dem Jugendbereich entwachsenes Talent – zehnmal in der 1. Bundesliga auflaufen, als Neuhausen in der Saison 2012/2013 den Klassenerhalt in der stärksten Liga der Welt als Aufsteiger nur denkbar knapp um einen Punkt verfehlte. Der 1,75 Meter große und 78 Kilogramm schwere gebürtige Bad Uracher lacht: „Als so junger Spieler bei den Rhein-Neckar Löwen im direkten Duell Uwe Gensheimer als Gegenspieler gegenüberzustehen, vergisst man nicht.“ Davor, groß geworden in der Talentschmiede JSG Echaz-Erms aus Drittligist Pfullingen und Zweitligist Neuhausen, war er über ein Doppelspielrecht schon als A-Jugendlicher am Aufstieg in die Beletage des deutschen Handballs beteiligt. Im Aktivenbereich ging er dann stets für den TV Neuhausen in erster und zweiter Liga auf Punkt- und Torjagd, sammelte aber zugleich zusätzliche Erfahrung beim damaligen Oberligisten VfL Pfullingen und erzielte in der Saison 2014/15 neben 55 Zweitliga-Toren für Neuhausen auch 189 Treffer in der Oberliga. Für seine starken Leistungen als junger Rohdiamant wurde er zudem als bester Rechtsaußen der Liga ausgezeichnet, nachdem Klingler im Spieljahr zuvor – ebenfalls dank eines Zweitspielrechts – für den TSV Neuhausen/Filder 117 Mal erfolgreich war. Mit beiden Vereinen stieg er dazu jeweils in die 3. Liga auf. In der letzten Saison war der hochtalentierte Flügelflitzer schließlich nur noch für Neuhausen aktiv und ließ den Ball gleich 116 Mal hinter den Zweitliga-Torhütern im Netz zappeln.

 

„Ich habe mich jedes Jahr weiterentwickelt“, erzählt Felix Klingler, „das kann man auch an den Toren ablesen. Jetzt war der Moment gekommen, etwas Neues kennenzulernen und einen neuen Impuls zu setzen, damit es so weitergeht wie bisher. Ich freue mich darauf, einen neuen Trainer, ein neues Umfeld, neue Menschen und eine neue Stadt kennenzulernen.“ Obwohl Neuhausen gerade tief im Abstiegskampf steckt, sprechen seine 94 Saisontore für sich, denn keiner seiner Mitspieler war erfolgreicher und lediglich Gregor Thomann rangiert unter den Rechtsaußen vor dem Schwaben – nicht jedoch bei den Feldtoren. Klingler: „Ich spiele aktuell sicher meine konstanteste Saison. Natürlich macht es die derzeitige Situation in Neuhausen nicht einfacher, aber ich konzentriere mich auf meine eigene Leistung und will auf gar keinen Fall absteigen.“

 

Trotzdem freut er sich schon auf die neue Aufgabe am Bodensee, erstmals mit rund zwei Autostunden etwas weiter entfernt von seiner Heimat. Den Wunsch nach  einem „Tapetenwechsel“ begründet er mit dem Ziel, sich weiter so rasant wie bisher weiterentwickeln zu wollen. „Ich möchte im sportlichen aber auch persönlichen Bereich den nächsten Schritt machen und sehe dazu bei der HSG Konstanz die besten Möglichkeiten. Man hat sich sehr um mich bemüht und ich weiß, dass auf mich als wichtiger Bestandteil des Teams gebaut wird. Die HSG hat eine sehr junge Mannschaft, in die ich als ebenfalls noch junger Spieler, der aber schon über einige Erfahrung in der Zweiten Liga verfügt, sehr gut hineinpasse.“

 

An Weihnachten hatte er seinen künftigen Mannschaftskameraden mit fünf Toren im Duell zwischen Konstanz und Neuhausen als aus dem Spiel erfolgreichster Spieler seines Teams noch große Probleme bereitet, ab Sommer wird der wieselflinke Außen auf dem rechten Flügel der HSG für Torgefahr sorgen. Felix Klingler, meist einfach nur „Flix“ genannt, studiert gerade über eine Fernuniversität Dienstleistungsmanagement und sieht seine Stärken vor allem in der hohen Effektivität im Gegenstoß sowie von außen. Da er in der A-Jugend aber auch im Rückraum eingesetzt wurde, erzählt er schmunzelnd, „habe ich beim Kreuzen auch den ein oder anderen Wurf aus dem Rückraum drauf. Körperlich kann man sicher immer noch drauflegen, aber als Außen steht das nicht so sehr im Vordergrund.“

 

Der ehrgeizige Bad Uracher freut sich „auf das tolle Publikum“ in Konstanz und das Leben am Bodensee, in einer „wunderschönen Stadt und Region.“ Auch in Neuhausen ist es nicht verborgen geblieben, wie sehr die gesamte Stadt hinter der HSG steht, denn für Felix Klingler waren auch die gute Entwicklung der HSG und ihre Zukunftschancen ausschlagend für den Wechsel in die größte Stadt am Bodensee. „Man spürt hier einfach, dass die ganze Stadt Handball lebt und alle an einem Strang ziehen“, sagt der Rechtsaußen beeindruckt. „Das ist nicht selbstverständlich, zeigt aber, dass man über tolle Möglichkeiten verfügt und sich langfristig in der 2. Bundesliga etablieren und fortentwickeln möchte.“ Ein wichtiger Baustein eines Teams, dem er großes Potenzial attestiert und dessen Ehrgeiz, sich in der stärksten zweiten Liga der Welt zu beweisen er begeistert wahrgenommen hat, wird er selbst sein. Wichtig sei es ihm dabei, sich wohl und gut aufgehoben zu fühlen. „Und jeder, der in Konstanz war oder ist, bestätigt genau dies.“

 

Die neue Herausforderung in Konstanz soll ihm vor allem in Sachen persönlicher Weiterentwicklung helfen, denn, so der 1,75 Meter-Mann, „damit wird auch die sportliche positiv beeinflusst.“ Gerade, dass er sich neu beweisen und seine Stärken neu zeigen müsse, sei dabei hilfreich und interessant. „Neue Meinungen und ein neues Umfeld werden mich weiterbringen“, bekräftigt er entschlossen und voller Vorfreude auf viele Tempogegenstöße aus einer guten Abwehr heraus, mit der man als Außen die ganze Mannschaft für eine intensive Deckungsarbeit belohnen könne. „Du kommst nicht so oft wie im Rückraum zum Abschluss, aber wenn, dann wird von dir auch ein Tor erwartet. Darin liegt der Reiz, auch wenn man auf die passenden Zuspiele angewiesen ist.“

 

Wenn der eher zu den ruhigen Typen zählende Linkshänder mit dem guten Handgelenk dann wieder spektakulär aus schlechtestem Winkel von außen trifft, sich aber eher in sich selbst hinein freut, hat er gleich eine Erklärung für die Fans parat: Nicht aus der Ruhe bringen lassen, immer den Fokus bewahren und nicht durchdrehen sei der Grund für den wenig extrovertierten Jubel. „Ich weiß, dass das nicht alle verstehen, aber auch daran arbeite ich“, betont der umworbene Torjäger lächelnd.

 

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