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Berichte

Präsident Otto Eblen über Zukunftsplanungen, Hallenanbau sowie kurz- und langfristige Ziele

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Vater und Sohn freuen sich auf die neue Saison: HSG-Cheftrainer Daniel Eblen (li.) und Präsident Otto Eblen.

 

Otto Eblen engagiert sich seit mehr als 40 Jahren in verschiedenen Funktionen wie der Jugendarbeit, als Trainer und im Management bei der HSG Konstanz. Seit 1991 ist der 70-Jährige Präsident der HSG. Otto Eblen hat zwei Söhne, zwei Töchter und sechs Enkel, sein Sohn Daniel trainiert als dienstältester Coach in der ersten und zweiten Bundesliga seit Anfang 2004 die erste Mannschaft, sein Sohn Tobias ist Talenttrainer und Co-Trainer der U23-Mannschaft der HSG Konstanz.

 

Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas gibt Otto Eblen einen Einblick in die kurz- und langfristigen Planungen, verrät die Saisonziele und freut sich über großen Zuspruch von allen Seiten. Gleichzeitig warnt er vor einer schweren Saison und fordert vollen Einsatz vom ersten Zweitliga-Heimspiel der neuen Saison an am 26. August um 20 Uhr in der „Schänzlehölle“ gegen den ASV Hamm-Westfalen.

 

Herr Eblen, die 2. Handball-Bundesliga wird vom Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL) zu den fünf stärksten Ligen der Welt gezählt. Für die HSG Konstanz brachte diese Liga als einsamer Reisemeister jedoch auch mehr als 20000 Reisekilometer zu den Auswärtsspielen mit sich. Was macht diese Liga für den Verein dennoch so attraktiv?

 

Das haben wir uns vor dem Aufstieg zunächst auch gefragt. Wenn man nun aber sieht, welche Reaktion diese Liga bei unserem Umfeld und unseren Zuschauern hervorgerufen hat, dann ist das mehr als wir uns erhofft haben. Wir können uns auf einen stetig wachsenden Pool an ehrenamtlichen Helfern bei unseren vielfältigen Events, zu denen nicht nur die Zweitliga-Heimspiele gehören, verlassen. Allein beim Landeskinderturnfest in Konstanz wurden 980 Arbeitsstunden von der HSG geleistet. Dazu konnten wir den besten Zuschauerschnitt der vier Aufsteiger vorweisen und landeten im Mittelfeld des Ligarankings. Konstanz hat die 2. Bundesliga angenommen – und die HSG einen immensen Stellenwert in der ganzen Region erreicht.

 

Was gibt es im organisatorischen und finanziellen Bereich für Neuigkeiten?

 

Zunächst freuen wir uns alle auf den neuen Hallenboden in der Schänzlehalle, zur Hälfte finanziert von der Stadt Konstanz und unserem Sponsor Aesculap. Eine neue Herausforderung war und ist die extreme kurze Vorbereitungszeit, in der wir fünf externe Neuzugänge integrieren mussten. Es ist noch nicht abzusehen, wie sich das auswirken wird. Das sind alles gute Handballer, dennoch ist es eine Herausforderung für den Trainer. Aber eine, die wir meistern werden. Nach dem Aufstieg ist es uns gelungen, den Etat fast zu verdoppeln – und alle Sponsoren sind an Bord geblieben. Dazu sind, trotz deutlich erhöhter Preise auf das Zweitliganiveau, sogar noch einmal mehr Dauerkarten abgesetzt worden als beim Rekord im letzten Jahr.

 

Durch die Verlegung des neuen Hallenbodens konnte Ihre Mannschaft die komplette Vorbereitung nicht in der gewohnten Halle trainieren. Ein großer Nachteil vor dem ersten schweren Heimspiel am Samstag?

 

Das kann ein Nach- und Vorteil sein. Vielleicht setzt die große Vorfreude auf die renovierte Halle und die Rückkehr dorthin bei uns allen zusätzliche Energie frei. Diese Maßnahme, die dringend nötig war, zeigt aber vor allem die Akzeptanz, die wir bei der Stadt Konstanz und unseren Sponsoren genießen. Unsere Leistungen werden anerkannt und vielfältig unterstützt.

 

Was sind die Ziele für die Saison und darüber hinaus?

 

In dieser Spielzeit: den Klassenerhalt sicherzustellen. Daneben sind wir dabei, unsere Struktur weiter zu verbessern und zukunftsträchtig auszurichten. Unser Sportlehrer Michael Gebert ist täglich in den Konstanzer Kindergärten unterwegs, um bereits die Jüngsten und deren Eltern für den Sport und die Bewegung zu gewinnen. Es gilt unser Motto, den Kindern Alternativen zu bieten, statt die Zeit vor den Bildschirmen zu verschwenden. Eine junge Sportwissenschaftlerin, die ihr Studium an der Sporthochschule in Köln absolviert hat, wird unseren Leistungsbereich im Bereich Athletik, Talentförderung und Diagnostik verstärken und uns im Bereich Jugendzertifikat weiterbringen.

 

Wie schätzen Sie die Liga insgesamt ein, wie von vielen Seiten behauptet so stark wie noch nie?

 

In keinem Fall ist sie schwächer geworden. Für uns wird das eine riesige Herausforderung. Wichtig ist, dass wir auch auswärts unsere Punkte holen – dann muss das zweite Jahr nach dem Aufstieg nicht zwangsläufig das schwerste sein. Die Heimspiele allein werden allerdings nicht reichen. Die Neuzugänge sind dabei ein neues belebendes Element, das gut für uns ist.

 

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft zu?

 

Warum nicht wieder eine ähnliche Bilanz wie zuletzt mit 35 Punkten. Man sieht es an den Reaktionen der alten und neuen Spieler in jedem Training: der Kampf um die Stammplätze ist entbrannt. Das wollen wir alle, weil es zu einer Leistungssteigerung bei jedem Einzelnen führen wird. Mit unseren neuen Linkshändern haben wir dazu ganz andere Möglichkeiten. Wir haben uns in der Vorbereitung stetig gesteigert, allerdings muss jedem klar sein, dass es von Anfang an um den Klassenerhalt geht. Mit hundertprozentiger Einstellung und Kampf müssen wir jede sich uns bietende Chance nutzen. Wir werden nicht unterschätzt werden und müssen daher sicher noch mehr leisten als letztes Jahr. Das muss jeder begreifen und verinnerlichen. Ein Selbstläufer wird das nicht, keiner darf sich ausruhen, auch wenn das Pokalspiel ein guter Fingerzeig war, dass wieder mit uns zu rechnen sein wird.

 

Wie kann sich die HSG Konstanz langfristig im Haifischbecken 2. Handball-Bundesliga etablieren?

 

Es ist der Anspruch an uns selbst, das große Potenzial unseres Standortes auszuschöpfen. Mit dem Budget, das wir für die Jugendarbeit aufwenden, befinden wir uns in der Ligaspitze. Wir sind überzeugt davon, dass sich dies auszahlt. Die Investitionen in die Struktur und Jugend stellen unser langfristiges Fundament dar und bleiben auch bei sportlichen Rückschlägen erhalten. Wir haben nicht nur das nächste Jahr im Blick, sondern denken in längeren Zeiträumen. Wenn der Unterbau sinnvoll mitwächst und wir unsere Struktur weiter ausbauen, werden wir es schaffen.

 

Was sollen dabei die Grundpfeiler sein?

 

Wir wollen allen unseren Talenten eine hervorragende Ausbildung zukommen lassen. Die Gastmannschaften sind von unserem ganzen Umfeld und unseren Möglichkeiten in Konstanz beeindruckt. Das nimmt man selbst gar nicht immer alles wahr. Die Vorteile mit der Halle, die bald einen doppelstöckigen Anbau inklusive Trainingshalle, neuem VIP-Bereich, Büros und Geschäftsräumen bekommen wird, den Fans und der Umgebung gilt es zu nutzen. Und unsere vielen ehrenamtlichen Helfer sind etwas Besonderes. Dank ihrer Hilfe sind wir nicht darauf angewiesen, Leistungen an externe Dienstleister abzugeben. Mit ihnen sind wir in der Lage, selbst Großveranstaltungen komplett selbst durchzuführen. Dazu kommt die Begeisterung für Handball in unserer Region. Über 800 Zuschauer mitten im Sommer bei großer Hitze bei einem ganz kurzfristig zustande gekommenen U21-Länderspiel – das ist Ausdruck der Entwicklung in den letzten vier Jahren und des Stellenwerts in der Region. Ebenso die enge Verbindung und Kooperationen mit der Kultur. Die Vorteile gipfeln in der direkten Unterstützung der Stadt. Daneben sind unsere Kooperationen mit den beiden Konstanzer Hochschulen eine langfristige Lebensversicherung.

 

Fragen: Andreas Joas

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