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Trotz Begehrlichkeiten: Top-Feldtorschütze und „absoluter Leistungsträger“ bleibt in Konstanz

Trotz Begehrlichkeiten: Top-Feldtorschütze und „absoluter Leistungsträger“ bleibt in Konstanz

Jubelt auch in der nächsten Saison in gelb-blau für die HSG Konstanz: Mathias Riedel, mit 70 Treffern bester Konstanzer Feldtorschütze.

 

Zwei Spiele musste die HSG Konstanz in dieser Zweitliga-Saison verletzungsbedingt ohne ihren 1,97 Meter großen Rückraumhünen Mathias Riedel auskommen und nicht nur hier wurde deutlich, wie wichtig er für die junge Mannschaft in vielerlei Hinsicht ist. Groß ist daher die Freude beim Konstanzer Management, dass der 29-jährige Rechtshänder auch in der kommenden Saison das junge Team als Leistungsträger und Co-Kapitän anführen wird. Mathias Riedel, mit 70 Feldtoren in nur 16 Spielen bester HSG-Feldtorschütze und einer der besten Halblinken der zweiten Liga, hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag trotz Anfragen anderer Vereine um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert.

 

Gerade seine für einen Shooter bemerkenswerte Variabilität macht den gebürtigen Freiburger so wertvoll. Neben seinem strammen Wurf zeichnen ihn im Gegensatz zu vielen anderen Rückraumspielern ein brandgefährliches Eins-gegen-Verhalten mit seinen gefürchteten Durchbrüchen durch die gegnerische Abwehr und seine genialen Pässe an den Kreis, auf Außen oder zu seinen Mitspielern im Rückraum aus, mit denen er klug Regie führt und viele Räume für seine Nebenleute schafft. Dazu ist er im Innenblock Abwehrchef und oft unüberwindbarer Fels in der Brandung für den Rückraum und das Kreisspiel des Gegners. Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, lobt seinen wichtigen Führungsspieler und hebt dessen große Bedeutung für das Team des Tabellenelften hervor: „Mathias ist ein absoluter Leistungsträger und ein sehr wichtiger Spieler für uns. Dies nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Hintergrund als Co-Kapitän.“

 

Im Sommer 2013 vom TV Willstätt als junger Spieler aus der viertklassigen Oberliga Baden-Württemberg mit dem Ziel, sich weiterzuentwickeln, in die größte Stadt am Bodensee gekommen, hat der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann eine beeindruckende Leistungskurve hingelegt, die ihn nun zu einem der wertvollsten HSG-Spieler machen. „Er hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt“, sagt Andre Melchert, „geht als Führungsfigur voran und gibt unserem jungen Team mit seiner ruhigen und klugen Regie Struktur und Halt. Dabei ist Mathias geradezu ein Paradebeispiel für unseren Weg, junge, talentierte Spieler aus unteren Klassen selbst zu Bundesligaspielern zu entwickeln.“ Erst wurde Riedel, nachdem er in der Südbadenliga Torschützenkönig und in der Oberliga fast bester Torschütze geworden war, in der 3. Liga zum prägenden Akteur, der erst auf 110, in der Meistersaison 2015/16 als einer der besten Feldtorschützen der Liga auf 149 Feldtore in 28 Spielen kam, nun drückt er selbst in der 2. Bundesliga vielen Duellen seinen Stempel auf.

 

Der ruhige Rückraumspieler selbst schätzt das Gesamtpaket, das ihm die HSG Konstanz bietet. „Ich musste nicht lange überlegen“, so Riedel, „ich bin jetzt in meiner vierten Saison hier und finde die Entwicklung, die der Verein hingelegt hat, toll. Mit meiner eigenen bin ich hier natürlich auch zufrieden und bin froh, dem Team damit helfen zu können. Ich fühle mich bei der HSG einfach wohl – und richtig fit für die kommende Herausforderungen.“ Vor allem mit seinem Druck auf die gegnerische Abwehr und seinen Eins-gegen-Eins-Duellen schafft der Breisgauer immer wieder Räume und reißt Löcher, die andere erfolgreich nutzen können. Dadurch, dass Mathias Helmut Eugen Riedel, so sein voller Name, in der Jugend auch andere Positionen bekleidet hat, habe er früh gelernt das Eins-gegen-Eins und Fehler des Gegners für sich zu nutzen. „Obwohl es Anfragen anderer Vereine gab: Mein erster Gedanke war immer die HSG, denn hier sehe ich unsere Weiterentwicklung noch lange nicht als beendet an. Wir haben einen super Trainer, der sich wie alle hier enorm entwickelt hat und einen ganz besonderen Zusammenhalt, dazu ein geniales Umfeld und fantastische Fans.“

 

Auch seine eigene rasante Entwicklung der letzten Jahre sieht er weiter im Prozess, arbeitet derzeit hart an seinem Körper und hat erneut deutlich an Muskelmasse zugelegt, sodass er jetzt 102 Kilogramm auf die Waage bringt. Dies sind im Moment ganze neun Kilo mehr als bei seinem Wechsel nach Konstanz. „Mit dem Aufstieg ist ein riesen Hype um die HSG entstanden und auf dieser Erfolgswelle schwimmen wir nach wie vor. Darauf sind wir stolz, aber wir bleiben alle gleichzeitig auf dem Boden“, erklärt der erfolgreiche Shooter und gibt sich gelassen vor dem harten Auftaktprogramm in die verbleibenden Zweitliga-Partien. „Bei der Heimmacht Eisenach, beim Tabellenzweiten Lübbecke, dann gegen Tabellenführer Hüttenberg und anschließend beim Tabellendritten Bietigheim – das ist schon der Hammer. Aber wir haben dort keinen Druck und können in diesen Spielen nur gewinnen.“

 

Die Ausgangslage mit bereits 18 Punkten aus 18 Begegnungen ist gut, doch Riedel bereitet sich auf einen langen Kampf vor – ist aber fest vom Happy End überzeugt. Dafür spreche schon der außergewöhnliche Teamgeist, die gute Deckung und ein hervorragendes Konterspiel. Der passionierte Hobbyfotograf möchte dabei bei sich die ohnehin schon sehr geringe Fehlerquote weiter minimieren und sich in einer Liga „mit ganz anderer Qualität“ noch einmal weiterentwickeln. „Bei der HSG kann man sich super zeigen und hat gerade als junger, talentierter Spieler die optimalen Bedingungen, von denen ich ebenfalls profitiert habe. Wir haben alle in der Vorbereitung extrem hart an uns gearbeitet, nochmals jeder 10 Prozent draufgepackt und sind bislang dafür belohnt worden. Mit der Hammer-Unterstützung unserer Fans werden wir es zusammen schaffen, dort zu bleiben, wo die HSG hingehört: in der 2. Bundesliga.“

 

>> Zum großen Südkurier-Interview

 

Am Samstag wird es für die HSG Konstanz wieder ernst mit dem letzten Hinrundenspiel in Eisenach. Wieso Mathias Riedel besonders heiß auf diesen Gegner ist und wie er zum Spitznamen "Skinny Mac Riddle" kam, lest ihr unter www.suedkurier.de/9112306

Posted by SÜDKURIER Regiosport West on Mittwoch, 1. Februar 2017
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