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Junioren-Europa- und Vizeweltmeister der HSG beendet Karriere

Junioren-Europa- und Vizeweltmeister der HSG beendet Karriere

24 Jahre Handball, davon die letzten sechs bei der HSG Konstanz – nun ist Schluss für Marc Hafner. Nach der aktuellen Saison verabschiedet sich nach << Kapitän Matthias Faißt, >> << Christoph Babik und Stefan Bruderhofer >> auch der 29 Jahre alte Rechtsaußen in den Handball-Ruhestand. 34 Jugend- und 42 Junioren-Länderspiele, dabei Europameister 2008 und Vize-Weltmeister 2009, DHB-Länderpokalsieger und die Zeit in der ersten Bundesliga beim TBV Lemgo, aber auch zwei Kreuzbandrisse – der 1,74 Meter große Linkshänder kann auf eine bewegte und sehr erfolgreiche Handball-Karriere zurückblicken. „Wegen des hohen Aufwands, den man im Leistungshandball bringen muss, ist es Marc nach seinem Berufseinstieg leider nicht möglich, beides zu vereinbaren. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und bedanken uns sehr für seinen Einsatz bei der HSG“, sagt Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz.

 

„Es ist mir noch nicht bewusst, dass das Kapitel Handball am 9. Mai zugeklappt wird“, meint Marc Hafner mit Wehmut, schließlich sei ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen – aber sie musste getroffen werden. Der gebürtige Göppinger hat sich entschieden – für den Beruf und gegen den Handball. Als Assistent der Werksleitung bei der L. Sauter Verpackungen AG in Ermatingen (Schweiz) wird die Arbeit für ihn immer mehr, im Sommer stehen große Projekte an. „So wäre es sehr schwer für mich, eine vernünftige Vorbereitung zu absolvieren“, erklärt der 2009 vom damaligen Zweitligisten HR Ortenau an den Bodensee gekommene mit der Fachrichtung Maschinenbau ausgebildete Techniker. Auch bei ihm haben sich die Gewichte und die Priorität in Richtung beruflicher Zukunft verschoben. „Ich mache keine halben Sachen, also habe ich mich für den Beruf entschieden.“

 

Das Gefühl bei dieser Entscheidung kann er dennoch nicht richtig beschreiben. Nach allem, was er für den Erfolg in den lange Zeit für ihn so wichtigen Sport investiert hat, hätte er selbst nicht gedacht, dass er vor Überschreiten der 30-Jahre-Marke seine Karriere beenden würde. Alles habe er erlebt, nur eines hat gefehlt: ein Aufstieg. Geprägt hat ihn der Sport sowieso. Die Erfolge mit der Nationalmannschaft, aber noch mehr die zwei Kreuzbandrisse. Zweimal hat er sich zurückgekämpft, sich nicht aus der Bahn werfen lassen und den Weg mit viel Ehrgeiz, Leidenschaft und Fleiß zurück in den Leistungssport wieder geschafft – und feierte danach seine größten Erfolge mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. So zählt er nicht nur die Erfolge, sondern auch die beiden schweren Verletzungen zu seinen „Karriere-Highlights“. Was im ersten Moment vielleicht verwundern mag, ist im zweiten nur folgerichtig. Gerade dass er es sich selbst beweisen hat, in jungen Jahren nach schweren Rückschlägen zurückgekommen ist und danach besser als je zuvor gespielt hat, ist Belohnung, Selbstbestätigung und Genugtuung pur, unvergesslich.

 

Unvergesslich auch die Zeit in Konstanz: „Der Superball ist ein Spektakel, was es selbst in der zweiten und ersten Bundesliga nicht gibt. Dieses Event ist mit einem Erstliga-Spiel vergleichbar, sowohl was mit knapp 2.000 Fans die Menge der Zuschauer als auch die mehr als fantastische Stimmung angeht.“ Und auch wenn Marc Hafner Heimat als Ort, wo die Eltern wohnen, wo er herkommt und wo er viel gelernt hat, definiert, so ist Konstanz doch zu seiner zweiten Heimat, die HSG zu einer zweiten Familie geworden, für die sein Herz nach wie vor schlägt. Diese zweite Heimat möchte er vorerst nicht verlassen, sondern sich hier nicht nur eine Zukunft mit seiner Freundin aufbauen, sondern auch der HSG Konstanz verbunden bleiben. So ganz ohne Training könne er es sich nämlich nicht vorstellen, muss er zugeben.

 

Dass in jedem Abschied auch ein Neuanfang und eine Chance liegt, betont Marc Hafner ebenfalls. So wünscht er vor allem den beiden 21 beziehungsweise 19 Jahre alten und hochtalentierten Rechtaußen der HSG Konstanz, Alexander Lauber und Luis Weber, dass sie sich weiter so gut entwickeln, weiter wachsen und reifen. „Es würde mich freuen und stolz machen, wenn die zwei Jungs sich in der nächsten Saison gut präsentieren“, so Marc Hafner. Schließlich hat er die beiden Talente, Luis Weber ist selbst schon für die Jugend-Nationalmannschaft aufgelaufen und hat sich gerade eben erst ebenfalls nach einem Kreuzbandriss erfolgreich zurückgekämpft, als „alter Hase“, wie er sich selbst bezeichnet, schon in dieser Spielzeit an die Hand genommen und ihnen wertvolle, sehr spezielle Tipps und Tricks verraten. „Sie sind sehr interessiert und es macht mich natürlich auch stolz, mein Wissen weiterzugeben.“ Dies wird er auch in Zukunft immer wieder gerne tun und den Rechtsaußen der HSG etwa wie so oft sagen, dass man als Außen „nicht auf den Torhüter, sondern auf das Netz, das man noch sieht“, schauen soll.

 

Doch vorher möchte er in Kronau gewinnen und vor allem im letzten Heimspiel der HSG Konstanz am 9. Mai zeigen, was ihn über so viele Jahre ausgezeichnet hat. „Genießen“, so lautet das Motto. Genießen, wenn sich ein bewegtes, sehr erfolgreiches Kapitel im Leben von Marc Hafner schließt. Und anschließend das im neuen Kapitel einbringen, was er im ersten gelernt hat: Fleiß, Ehrgeiz, Leidenschaft, Empathie und Zielstrebigkeit – und Teamwork. Beste Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Führungsaufgabe im Berufsleben.

 

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