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Nordlicht zieht es näher in Richtung Heimat: HSG verliert einen der besten Torhüter der Liga

Nordlicht zieht es näher in Richtung Heimat: HSG verliert einen der besten Torhüter der Liga

Wenn sich die Stimmung in der bei Gegnern gefürchteten Konstanzer „Schänzle-Hölle“ auf dem Siedepunkt befindet und die HSG Konstanz wie so oft einem Heimsieg entgegensteuert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Name besonders oft und laut von den enthusiastischen HSG-Fans intoniert wird: Maximilian Folchert.

 

2013 vom Zweitligisten VfL Bad Schwartau nach Konstanz gekommen, hat der 21-jährige Schlussmann sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Leistungsträger entwickelt – und sich im Süden der Republik längst einen Namen als einer der besten Torhüter der 3. Liga gemacht. Mit lediglich 598 Gegentoren in 24 Spielen stellt die HSG Konstanz – fast schon traditionell – die zweitbeste Abwehr der Liga. Nur Spitzenreiter SG Leutershausen kassierte weniger Treffer als Konstanz. Einen großen Anteil daran hat Maximilian Folchert, der gerade in der aktuellen Spielzeit immer wieder mit unglaublichen Reflexen und Paraden für Standing Ovations in der „Schänzle-Hölle“ sorgt – und sich zu einem der Publikumslieblinge entwickelt hat. Am vergangen Samstag verwandelte er die Halle schon zur Halbzeit in ein Tollhaus, als er beim 24:18-Heimsieg der HSG das hohe Risiko des TV Hochdorf mit einem zusätzlichen Feldspieler mit einem Wurf mit der Pausensirene in das verwaiste TVH-Tor bestrafte – minutenlange stehende Ovationen folgten, die Halle tobte.

 

Doch alles hat ein Ende. Und das dieser Erfolgsgeschichte, bei der die ligaweit gefürchtete 6:0-Abwehr und der Torwart prächtig miteinander harmonieren, kommt bald. Nach zwei Jahren im HSG-Trikot zieht es den gebürtigen Lübecker nach dieser Saison wieder etwas weiter in den Norden. HSG-Präsident Otto Eblen bedauert diesen großen Verlust, auch wenn die Gründe nachvollziehbar sind: „Max hat sich unglaublich toll bei uns entwickelt und besticht durch eine richtig tolle Form. Was er gerade spielt, ist herausragend. Umso trauriger sind wir, dass er uns verlassen wird. Wir können aber auch verstehen, dass es ihn etwas näher zu seiner Familie zieht. Wir wünschen ihm auf seinen Wegen alles erdenklich Gute und hoffen, dass er seine Ziele erreichen kann. Dafür wünscht ihm die HSG viel Glück und Erfolg.“

 

„Ich würde den Schritt nach Konstanz sofort genauso noch einmal machen. Die Zeit war extrem wichtig für meine persönliche Entwicklung. Auch im beruflichen Bereich ist mein Blick dadurch schärfer geworden“, erklärt der frischgebackene Bankkaufmann. „Ich wollte eine andere Mentalität kennenlernen, mich in einer neuen Umgebung durchsetzen. Alles was mich an der HSG gereizt hat, hat sich mehr als bestätigt. Die Fans, die Stimmung, das Rahmenprogramm um die Spiele und die Außendarstellung suchen in der 3. Liga sicher ihresgleichen. Heimweh habe ich sehr selten, aber es wird sicher schön, wenn spontane Besuche zu Hause wieder einfacher möglich sind. Meine Freundin ist zudem mit mir aus dem Norden hierhergekommen. Sie ist sehr heimatverbunden und es zieht sie etwas zurück in Richtung Heimat.“ Sowohl sie, als auch Maximilian Folchert wollen dort studieren. Seine Freundin strebt ein Lehramtsstudium an und er möchte BWL studieren.

 

Die Zeit in Konstanz beschreibt er als „wunderbar“. Daher empfindet der 1,95 Meter große Torhüter beim Gedanken an seinen Abschied auch viel Wehmut. „Es kommt gerade alles richtig ins Rollen und es macht unglaublich Spaß mit unseren Fans. Außerdem habe ich hier sehr gute, enge Freunde gefunden.“ Denn das, was er in Konstanz kennengelernt hat, hat er auch lieben gelernt. Joggen in der Schweiz, der Sprung in den kühlen Seerhein nach einem anstrengenden Training in der Vorbereitung – „das ist Weltklasse. Was die HSG hinbekommt, hat mich sehr beeindruckt. Ich bin froh, mich hier gesteigert, entwickelt und durchgesetzt zu haben. Was die Fans immer auf der Tribüne veranstalten ist der Wahnsinn – das hört sich zwar nach einer Floskel an, weil die Spieler es in jedem Verein sagen, aber hier stimmt es wirklich. Es macht mir unglaublichen Spaß und pusht enorm. Viele Punkte gehen sicher auch auf ihr Konto.“

 

Wer Maximilian Folchert kennt, weiß wie ehrgeizig er ist. Wenig verwunderlich, dass er seinen Kindheitstraum weiterhin gewohnt ehrgeizig und zielstrebig verfolgt. Auch wenn es nicht auf Anhieb klappen sollte: die vollen Arenen in der 1. oder 2. Bundesliga sind nach wie vor sein Ziel. Dass er das Potenzial dazu hat, hat er in Konstanz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Selbstbewusst und ehrgeizig formuliert der talentierte Torwart daher seine Ziele für die Zukunft: „Ich versuche weiter daran zu arbeiten, den nächsten Schritt zu machen. Ich bin noch jung und möchte gerne noch höher spielen. Ich bin extrem mit dem Leistungsgedanken aufgewachsen, trainiere seit ich 12 Jahre alt bin jeden Tag und habe alle Auswahlen durchlaufen. Natürlich bin ich bestrebt, möglichst viel zu erreichen.“ Dafür wird der erst 21-Jährige Maximilian Folchert viel investieren, hart arbeiten und sein großes Ziel nie aus den Augen verlieren.

 

Doch zunächst zählen die HSG Konstanz und das Erreichen eines Spitzenplatzes in der 3. Liga. „Ich möchte mich mit guten Leistungen verabschieden und brenne darauf, noch möglichst viele Punkte bis zum Saisonende zu holen“, betont er, „hier in der schönsten Ecke des Südens möchte ich noch einige Siege feiern und freue mich, wenn die HSG weiter Stück für Stück wächst. Ich werde immer gerne an den Bodensee zurückkommen.“

 

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