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„Großer Hunger, Temperament und volle Emotionen“: Áron Czakó heiß auf Aue

Aron-Czako-HSG-Konstanz-Aue-2 Will gegen Aue unbedingt gewinnen: Aron Czako.

Áron Czakó ist mit 19 Jahren der jüngste Spieler im Zweitliga-Kader der HSG Konstanz. Der 1,91 Meter große Linksaußen wechselte im Sommer vom HBW Balingen-Weilstetten, wo er bereits als A-Jugendlicher erfolgreich in der 3. Liga spielte, an den Bodensee. Czakós Eltern stammen aus Ungarn, er selbst besitzt, geboren in Memmingen und aufgewachsen in Ulm, den deutschen sowie ungarischen Pass und spielt für die ungarische Jugend-Nationalmannschaft. An der mit der HSG kooperierenden Exzellenzuniversität studiert Czakó Mathematik und Sport auf Lehramt.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas blickt er auf die große Chance im wichtigen Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen den EHV Aue und spricht über seine schwäbisch-ungarische Herkunft, seine WG in Konstanz mit Landsmann  Benedek Kovács und die Umstellung von 3. auf die 2. Bundesliga.

 

Áron, wie schwer war die deutliche Niederlage in Essen zu verdauen?

Sie lag schon arg im Magen. Wir waren beileibe nicht der Favorit, aber haben einfach nicht gut gespielt. Wenn man allerdings seine Leistung abruft, ist man nie chancenlos. Deshalb sind wir nun umso heißer auf das Heimspiel am Samstag gegen Aue. Das wollen wir gewinnen. Egal wie.

 

Hast Du einen Erklärungsansatz, dass im Abschluss plötzlich nichts mehr ging und Essens Keeper Sebastian Bliß auf 20 Paraden kam?

Ich kann es nicht erklären. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Der Torwart war gut, dennoch darf uns das so nicht passieren. Wir müssen an unseren Würfen arbeiten und sehen, dass uns das nicht noch einmal unterläuft.

 

Du bist der Jüngste im Team der HSG, mit 19 Jahren aber auch schon ein Jahr erfahren in der 3. Liga. Wie groß war die Umstellung?

Sie war groß. Die 2. Bundesliga wird als Profiliga angesehen. Die Torhüter sind besser, das Tempo ist viel höher, die Abwehr härter und robuster, die Spieler athletischer. Ich fühle mich aber wohl und wurde super aufgenommen. Dass ich der Jüngste bin ist nur eine Zahl. Dadurch hat man im Training vielleicht die eine oder andere Aufgabe mehr, aber sonst spielt das für mich keine große Rolle. (grinst)

 

Du stammst aus einer sehr handballverrückten Familie. Dein Vater ist Trainer, Dein Bruder Spieler in Günzburg. Ist Handball immer Thema Nummer eins?

Oft ist das tatsächlich so. Allerdings sehen wir uns nicht so oft. Wenn man dann zusammensitzt, gibt es doch auch noch andere Themen.

 

Wenn Deutschland gegen Ungarn spielt…

…sind alle für Ungarn, ganz klar. (lacht)

 

Du bist in Memmingen geboren und in Ulm aufgewachsen. Steckt mehr Schwabe oder Ungar in Dir und wann zeigt sich was?

Das ist schwer zu sagen, ich denke mehr Ungar. Meine beiden Eltern stammen von dort und ich bin ungarisch aufgewachsen. Deutsch habe ich erst im Kindergarten gelernt. Aber: Wenn die Getränke unterwegs zu teuer sind, verzichte ich lieber darauf. 15 Jahre Schwabenland gehen nicht spurlos an einem vorbei. (lacht) Der große Hunger und das Temperament kommen aber wahrscheinlich aus Ungarn. Vor allem sind wir emotional, in die positive wie negative Richtung. Wenn wir etwas machen, dann mit vollen Emotionen. Mein Leibgericht sind zudem Nudeln mit Quark, Sahne und Speck – das kennt man so in Deutschland überhaupt nicht.

 

Am Samstag bietet sich gegen den EHV Aue eine Riesen-Chance auf zwei Big Points und einen Nichtabstiegsplatz. Welche Bedeutung misst Du der Partie zu?

Es war schon seit Anfang der Woche zu spüren, dass alle voll fokussiert sind. Es gibt zwar immer nur zwei Punkte, aber diese könnten besonders wichtig sein. Das Heimspiel vor unserer Kulisse wollen wir unbedingt gewinnen.

 

Im DHB-Pokal hatte Aue knapp mit 27:25 die Nase vorne. Wie schätzt Du den EHV ein?

Im Pokal haben wir es leider nicht geschafft, zu gewinnen. Aber viel hat nicht gefehlt. Wir werden eine gute Abwehr und einen guten Rückzug benötigen, um keine schnellen Gegentore wie in Essen zu bekommen. Unser eigenes Tempospiel und die Fans im Rücken sollen zum Faktor werden.

 

Was erwartest du am Samstag, 20 Uhr, in der Schänzle-Hölle?

Vielleicht eine Abwehrschlacht. Sicher ist auf jeden Fall, dass keiner dem anderen etwas schenken wird und beide Seiten um die Wichtigkeit wissen. Gute Nerven und weniger Fehler, gerade in der Schlussphase, werden entscheidend sein. Bei unseren knappen Niederlagen haben wir davon noch zu viele dumme gemacht. Wenn wir das nicht mehr machen, bin ich guter Dinge, dass wir erfolgreich sein können. Der Heimvorteil ist riesig. Wir wissen, dass wir uns auf eine tolle Stimmig im Rücken verlassen und uns pushen lassen können. Ich freue mich, dass sogar meine Eltern und mein Bruder dabei sein können.

 

Darauf wirst Du Dich in Deiner Wohngemeinschaft mit A-Jugend-Torwart Benedek Kovács, ebenfalls Ungar, vorbereiten. Ihr seid beide sehr jung. Wie kappt das Zusammenleben?

Es gibt keine feste Aufteilung, wer was macht. Jeder macht das, was er gerade sieht. Es ist schwer vorstellbar, aber: das klappt. Es ist sauber und ordentlich, wir kochen zusammen unsere von unseren Familien mitgebrachten Spezialitäten-Zutaten und halten die ungarische Esskultur hoch. Wir sind sehr zufrieden damit.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

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