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Beim Tabellenzweiten TuSEM Essen gegen den besten Angriff der Liga

Jubel-HSG-Konstanz-Luebec_20190922-125942_1 Wollen an diese Szenen anknüpfen: Tom Wolf, Matthias Hild, Joschua Braun und Felix Krüger.

2. Handball-Bundesliga:

TuSEM Essen – HSG Konstanz

(Freitag, 19.30 Uhr, Sporthalle am Hallo)

 

Ein befreiendes, lösendes Gefühl hat bei der HSG Konstanz nach dem 29:28-Sieg gegen den bisherigen Tabellenfünfen Lübeck Einzug gehalten. Mit der Gewissheit, auch enge Spiele für sich entscheiden und Ruhe bewahren zu können, steht nun die nächste ganz schwere Herausforderung bevor. Beim Tabellenzweiten TuSEM Essen möchten die Konstanzer nach dem ersten doppelten Punktgewinn der Saison bereits am Freitag, 19.30 Uhr, mit weiterhin viel Erfolgshunger an die bisher guten Leistungen anknüpfen.

 

Doch dieses Match ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes für die HSG. Schon am Donnerstagmorgen wird der Mannschaftsbus Richtung Ruhrgebiet aufbrechen, damit die HSG am Abend unweit von Essen das Abschlusstraining abhalten und danach ein Hotel beziehen kann. In der von Konstanz knapp 600 Kilometer entfernten 583 000-Einwohner-Metropole muss sie sich am Freitag beim bislang ungeschlagenen Tabellenzweiten behaupten. Keine leichte Aufgabe, denn Essen hat sich in den letzten Jahren mit einer jungen, sehr talentierten Mannschaft zu einem der Aufstiegsfavoriten gemausert und ist aktuell neben Spitzenreiter Hamm – dessen einziger Punktverlust aus der Partie in Konstanz resultiert – das wohl beste Team der Liga.

 

Eine Entwicklung, die sich so schon vor der Saison angedeutet hatte. Erstliga-Absteiger Gummersbach konnte kurz vor dem Zweitliga-Start mit 34:22, die beiden Zweitligisten Dormagen und Krefeld mit 41:22 beziehungsweise 40:19 besiegt werden. In der Liga folgten drei weitere deutliche Erfolge und zuletzt ein Remis mit dem eigenen Ausgleichstreffer kurz vor Schluss in Dresden. Ganze 16 Tore gingen dabei auf das Konto des 22-jährigen Linksaußen Noah Beyer. An dieser Personalie lässt sich zudem gut die Qualität des TuSEM aufzeigen. Zuvor war Beyer nur zweite Wahl, er sprang für den verletzten Ex-Füchse-Berlin-Akteur Tom Skroblin (26) ein, der mit 32 Treffern Toptorschütze der Mannschaft ist und gegen Ferndorf 13 Mal einnetzte.

 

Daniel Eblen ist nach dem Videostudium ebenfalls begeistert vom Auftreten des jeweils dreimaligen Europapokalsiegers, deutschen Meisters und Pokalsiegers. „Wenn sie das konstant spielen“, sagt der HSG-Coach, „sind sie auf jeden Fall ein Kandidat für den Aufstieg. Früher oder später werden sie an das Tor zur ersten Liga anklopfen.“ Diese wurde von der Vereinsführung auch ganz offiziell als Ziel ausgegeben: Man sei bereit und müsse nur daran glauben, dann könne dies auch gelingen, hieß es aus dem Management. Die Mannschaft um den ebenfalls bei den Füchsen Berlin ausgebildeten Trainer Jaron Siewert  schloss bereits die letzte Saison als bester Angriff der Liga ab – aktuell ist sie es mit im Schnitt 31,8 Treffern pro Partie schon wieder. Dank der guten Verbindungen zum in Essen geborenen Bob Hanning, Manager der Füchse Berlin, stehen mit Cyrill Akapo, dem Kubaner Rolando Urios Gnzalez und Frederik Genz neben Skroblien und Trainer Siewert drei weitere Ex-Berliner im Aufgebot des Traditionsclubs. Besonders freut man sich auf Konstanzer Seite jedoch auf das Wiedersehen mit Rechtsaußen Felix Klingler.

 

Eblen: „Essen hat ein extrem stabiles Angriffsspiel. Da ist jeder aus dem Rückraum gefährlich und kann Tore aus dem Nichts machen.“ Der polnische Nationalspieler Dennis Szczesny ragt dennoch heraus. Was den Konstanzern jedoch Mut machen dürfe, gerade angesichts der Ergebnisse in der Vorbereitung: Die HSG war es, die Essen beim Turnier in Backnang die größte Mühe bereitet hatte und nur knapp 15:17 unterlag. Gegen die Topteams der 2. Bundesliga bewegten sich die Gelb-Blauen zudem stets auf Augenhöhe. Nachdem die beste Defensive der Liga mit Lübeck geknackt werden konnte, steht nun gegen den besten Angriff der Liga mit individuell starken und auch im Mannschaftsspiel harmonierenden Topspielern für Michael Haßferter, Simon Tölke und Co. Schwerstarbeit bevor.

 

Wie schon in den Wochen zuvor konnte Eblen von sehr guten und konzentrierten Trainingseindrücken berichten. „Das, was in Essen auf uns zukommen wird“, so der 45-Jährige, „wird nicht einfach zu verteidigen sein. Wir werden eine gute Defensive und starke Torhüter brauchen.“ So soll auch nicht von der zuvor so erfolgreich praktizierten Herangehensweise und Zielstellung abgerückt werden. Auf das eigene Spiel konzentrieren, den Gegner so lange wie möglich beschäftigen, dranbleiben und sich auf Augenhöhe bewegen, formuliert er. Zupass kommt ihm dabei der Aufwärtstrend im eigenen Angriffsspiel, das zuletzt trotz hohen Tempos von deutlich weniger Fehlern gekennzeichnet war. Eblen: „Jetzt können wir auswärts bei einem der besten Teams zeigen, wie weit wir sind.“

 

Das Spiel wird im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

 

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