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Bitteres Ende: Drei-Tore-Führung in den letzten zwei Minuten aus der Hand gegeben

Tim-Jud-HSG-Konstanz-Hildesheim

2. Handball-Bundesliga:

Eintracht Hildesheim – HSG Konstanz 27:27 (13:12)

 

Mit 27:24 in Front, bei nur noch 98 Sekunden Spielzeit, sah die HSG Konstanz beim Big-Point-Match in Hildesheim schon wie der sichere Sieger aus und sich für einen vor allem in kämpferischer Hinsicht beeindruckenden Auftritt endlich belohnt und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gutmachend. Doch wie schon so oft in dieser Saison: Fortuna meint es nicht gut mit der HSG. Hildesheim nutzte eine doppelte Überzahl und kam mit einem Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit zum nicht mehr für möglich gehaltenen 27:27 (13:12)-Ausgleich.

 

Tom Wolf wollte nach dem neuerlichen Tiefschlag in letzter Sekunde seinem Trikot an den Leib, Paul Kaletsch schüttelte immer wieder den Kopf und auch Konstantin Poltrum stand wie bedröppelt im HSG-Tor, in dem Sekunden zuvor der Siebenmeter von Savvas Savvas eingeschlagen war, obwohl Poltrum seine Finger an den Ball gebracht hatte. Ein schmeichelhaftes Remis für die Gastgeber, die in verrückten letzten Spielminuten noch einmal zurückkamen, nachdem sie zuvor schon geschlagen und am Boden waren.

 

Dabei hatte Fabian Schlaich in Unterzahl mit dem 27. Treffer für eine leidenschaftliche Gästemannschaft scheinbar schon alles in trockene Tücher gepackt. Doch Maurice Lungela brachte die Niedersachsen auf zwei Treffer heran und Konstanz wurde im Angriff erneut zurückgepfiffen, nachdem die Unparteiischen einen technischen Fehler entdeckt hatten. Zusätzlich bekam Felix Klingler eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt, weil sein abgelegter Ball nach dem Pfiff einige Zentimeter wegrollte. Dann setzte Konstanz einen Versuch mittig auf den Eintracht-Keeper und Savvas Savvas stellte den Anschluss her. Den letzten Angriff konnten die vier verbliebenen Konstanzer mit wackerem Kampf zunächst verteidigen. Konstantin Poltrum wehrte ab, der Ball landete jedoch im Aus. Dann, in allerletzter Sekunde: ein fragwürdiger Siebenmeter. Savvas Savvas behielt die Nerven, ließ seine Farben jubeln und stürzte Konstanz in großen Zorn, das mit den Schiedsrichterentscheidungen der letzten Minuten haderte. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen wirkte dennoch sehr gefasst und meinte ruhig: „Das war ein großer Kampf und ein gutes Handballspiel, nach dem niemand so richtig glücklich ist. Wir waren am Ende nicht clever und auch bei der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung der Unglückliche.“

 

Dabei hatte alles so gut für die Gelb-Blauen vom Bodensee begonnen. Die ansehnliche Anzahl an Konstanzer Schlachtenbummlern, die am Sonntag 700 Kilometer auf sich genommen hatten, wurden dafür mit großem Applaus des Publikums bedacht. Und auch während des Duells machten sich die HSG-Fans lautstark bemerkbar. Auf dem Spielfeld dagegen alles wie nicht anders zu erwarten war: Die Anfangsminuten der für beiden Mannschaften so wichtigen Begegnung waren von großer Nervosität, Fehlern und aggressiven Abwehrreihen dominiert. Vier Minuten vergingen, ehe Hildesheim der erste Treffer gelang.

 

Danach konnte sich keine Mannschaft richtig absetzten, bei Konstanz setzte Paul Kaletsch die Akzente und war für die ersten sechs Tore der HSG alleine verantwortlich. Bei Hildesheim traten wie erwartet vor allem Savvas Savvas und Kreisläufer Nikolaos Zoufras immer wieder in Erscheinung, sodass sich im harten Abnutzungskampf kein Team einen Vorteil erspielen konnte. Nach der Pause brachten dann Felix Krüger und Felix Gäßler frischen Wind in das Offensivspiel der Südbadener und drehten einen 14:16-Rückstand zum 18:16. Beim 25:22 und 27:24 hatte Konstanz schon eine Hand am doppelten Punktgewinn, musste aber auf bitterste Art und Weise  hinnehmen, wie ihnen noch ein Zähler aus den Händen gerissen wurde.

 

Damit konnte die HSG den Rückstand auf die sichere Zone auf vier Zähler verringern, ist den Wochen der Wahrheit aber dringend auf weitere Punkte angewiesen. Am kommenden Wochenende wartet nun ein Doppelspieltag mit weiteren richtungsweisenden Partien gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf die HSG Konstanz. Am Freitag, 20 Uhr, kommt Tabellennachbar Saarlouis in die Schänzle-Sporthalle, am Sonntag muss die HSG in Eisenach antreten.

 

Eintracht Hildesheim – HSG Konstanz

 

Eintracht Hildesheim: Paul Twarz, Jakub Lefan (Tor); Jost Brücker (2), Lukas Schieb , Andy Simon, Jacob Nelson (1), Julius Heil (4), Robin John (5/1), Chris Meiser, Maurice Lungela (4), Dimitri Ignatow, Nikolaos Tzoufras (4), Fynn Wiebe, Radek Doležel, Adam Papadopoulos, Savvas Savvas (7/1).

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Konstantin Poltrum (Tor); Fabian Schlaich, Mathias Riedel (3), Tom Wolf (4), Michael Oehler, Paul Kaletsch (9/6), Felix Krüger (2), Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler (3), Tim Jud (1), Chris Berchtenbreiter (3), Maximilian Schwarz, Felix Klingler (2).

Trainer: Daniel Eblen

 

Zuschauer: 1472 in der Volksbank-Arena Hildesheim.

 

Schiedsrichter: Alan Schaban und Matthes Westphal.


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