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Derbys sind…pure Konstanzer Freude!

Derbys sind…pure Konstanzer Freude!

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – SG Köndringen-Teningen 28:26 (12:12)

HSG Konstanz sichert sich Derby-Sieg in spannender und dramatischer Schlussphase.

Große Freude nach Revanche für bittere Hinspiel-Niederlage nach langer deutlicher Führung.

 

Nach einem dramatischen Südbaden-Derby waren es die Gastgeber der HSG Konstanz, die mit einem 28:26 (12:12)-Sieg vor 800 begeisterten Zuschauern in der Konstanzer „Schänzle-Hölle“ ausgelassen den zehnten Sieg im 13. Heimspiel feiern konnten. Nach einem hart umkämpften Match gegen die SG Köndringen-Teningen konnte Konstanz seit Oktober 2010 wieder einmal einen Heimsieg gegen den südbadischen Dauerrivalen im Traditionsderby erringen und als Viertplatzierter mit 32 Punkten den Vorsprung auf den fünften Platz in der 3. Liga weiter ausbauen.

 

Derbys sind…Anspannung und Nervosität. Für die Protagonisten des sich schnell zum heißen Derby-Fight entwickelnden Spiels zweier zuletzt etwas aus dem Sieges-Rhythmus gekommenen Teams war es schwer, in die Begegnung zu finden. Nervosität und große Anspannung sowie viel gegenseitiger Respekt prägten die ersten Spielminuten. Der Beginn war deshalb verhalten, beide Mannschaften legten von Anfang an großen Wert auf eine stabile Defensive und machten es den gegnerischen Angriffsreihen enorm schwer, überhaupt in Spielsituationen mit Torabschlussmöglichkeit zu kommen. Den Bann konnte erst der insgesamt neun Mal erfolgreiche Matthias Faißt mit einem Aufsetzer brechen – nach fast sieben gespielten Minuten. Zuvor war für Paul Kaletsch am jungen Gästekeeper Domenico Ebner selbst bei einem Siebenmeterversuch kein Vorbeikommen.

 

             Matthias Faißt setzt sich durch   Simon Oesterle im Griff der SG-Abwehr   Stefan Bruderhofer versucht sich gegen den SG-Block  

 

Derbys sind…heißer Kampf. Nachdem der Bann gebrochen und die Anfangsnervosität langsam abgelegt war, entwickelte sich ein heißer Fight, bei dem sich beide Teams nichts schenkten, und verbissen um jeden Zentimeter gekämpft wurde. Durch gut eingestellte, bewegliche und kompromisslose Abwehrreihen waren die Torhüter gut im Spiel und sorgten dafür, dass zunächst weiterhin wenig Tore fielen. Dabei war die 1:0-Führung zunächst die letzte für die HSG, Köndringen konterte nach einem Pfostentreffer von Paul Kaletsch zum 1:2 und legte in der Folge immer ein Tor vor. Und schließlich lief Konstanz der SG auch noch ins offene Messer und kassierte per Tempogegenstoß das 4:7. In dieser Phase musste Konstanz enormen Aufwand für Torerfolge erbringen, während die SG auch zu leichten Treffern kam. Es lief einfach nicht bei der HSG (7:10, 24.) – bis Fabian Schlaich in Unterzahl der Treffer zum 11:11-Ausgleich vom Kreis gelang und Marc Hafner nach Ablauf der Spielzeit per Siebenmeter zum 12:12-Halbzeitstand vollendete.

 

Derbys sind…Hochspannung und Dramatik. Direkt nach der Pause ging Konstanz, immer noch in Unterzahl agierend, seit der 1:0-Führung wieder mit 13:12 in Front. Dieses Mal konnte die Führung sogar ausgebaut werden, denn vom 15:13 über 18:16 knapp zwanzig Minuten vor dem Abpfiff bis zum 19:17 hielt der Zwei-Tore-Vorsprung. Doch das Blatt sollte sich wenden. Köndringen-Teningen nutze die Konstanzer Nachlässigkeiten gnadenlos aus und ging seinerseits erneut mit 21:19 in Führung.

 

Derbys sind…ein Wechselbad der Gefühle. Es begann das große Bangen und Zittern auf der Tribüne, denn die Schlussphase der Partie war nichts für schwache Nerven. Zunächst zog die HSG Konstanz durch ein schönes Tor nach toller Körpertäuschung von Fabian Schlaich in der zweiten Welle zum 21:21 gleich. Dann ging die SG wieder in Führung, die HSG konterte, die SG ging wieder in Führung und die HSG glich erneut aus. Hochspannung, Adrenalin und erhöhter Blutdruck für alle Beteiligten. Noch vor der Partie hatte Ole Andersen, ehemaliger dänischer Nationaltrainer in Diensten der SG, angesichts der großen Personalprobleme seiner Equipe „etwas Exotisches im Angriff“ angekündigt. Nun hatte er die Katze aus dem Sack gelassen. Mit einem zusätzlichen Feldspieler versuchte er seinem kleinen Kader nach einer kräftezehrenden Begegnung mit einem siebten Mann zusätzliche Kräfte zu verleihen. Und tatsächlich, zunächst hatte die – zumindest für die 3. Liga – ungewöhnliche Maßnahme Erfolg und es gelang der SG immer wieder das Tor in „Überzahl“.

 

Derbys sind…fantastische Stimmung. Für eine bombige Stimmung sorgte bei den 800 Anhängern in der von Gastmannschaften gefürchteten Konstanzer „Schänzle-Hölle“ dann allerdings der Treffer zum 24:23 durch Paul Kaletsch. Er fasste sich ein Herz und traf nach einem Fehlversuch der Gäste fast vom eigenen Kreis in das verwaiste SG-Tor. Die Halle kochte und stand Kopf. Die brodelnde Derby-Stimmung war auf dem Siedepunkt angekommen. Schon mehrere Minuten vor Schluss stand die komplette Halle und trieb ihr Team erfolgreich nach vorne. Denn nach dem 25:25 konnte die SG nicht mehr mithalten und musste sich am Ende nach einer hochklassigen und dramatischen Schlussphase mit 28:26 geschlagen geben. Daran hatte weder eine offensive Deckung noch der zwischenzeitliche 27:26-Anschluss etwas ändern können.

 

Derbys sind…pure Konstanzer Freude! Was folgte war ausgelassener Jubel, der mehr im Herzen als auf den Beinen stattfand. Viel KrafGroße Freude bei Paul Kaletscht hatte dieser harte Kampf gekostet und doch schmeckte die Belohnung zuckersüß. „Ich bin einfach platt, aber auch überglücklich. Klar, dieser Sieg heute tut richtig gut“, meinte der Konstanzer Top-Torschütze des Abends, Matthias Faißt. „Wir haben gut über den Kreis und eine gute Abwehr gespielt, am Ende noch eine Schippe drauf gelegt, den Kampf angenommen und unsere Spielzüge vorne intelligent ausgespielt.“ Ähnlich erschöpft aber ebenso glücklich zeigte sich HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, der nach Schlusspfiff „fertig, leer im Kopf, aber zufrieden und glücklich“ war. „Es war anstrengend, die SG hat uns alles abverlangt – umso wichtiger war, dass wir uns heute belohnen konnten“, so Daniel Eblen weiter. Und auch ein freudestrahlender Simon Flockerzie zeigte sich angetan von der Cleverness beim erfolgreichen Versenken der Big Points in der Crunch Time. Ein Sieg, der den Konstanzern so richtig gut tat, da die Erinnerung an die unglückliche Hinspiel-Niederlage noch immer sehr präsent ist. „Schon ein bisschen Genugtuung und Wiedergutmachung“ war es für Mathias Riedel, der sich zudem darüber freute, mit den vielen eigenen Fans einen Derbysieg feiern zu können.

 

Mit 32 Punkten und Tabellenplatz vier konnte sich die HSG zudem eine komfortable Ausgangsposition für das nächste Spiel am Samstag in Bad Neustadt beim Tabellenführer schaffen, dessen Trainer Dr. Matthias Obinger unlängst zur Beobachtung des Konstanzer Spiels beim letzten Auswärtsauftritt der HSG in Rödelsee zugegen war. „Wir können nun völlig befreit und ohne Druck nach Bad Neustadt fahren“, meinte Matthias Faißt und Daniel Eblen ergänzte: „Wir wollen dort einfach ein gutes Spiel machen und uns gut präsentieren. Wir müssen dort aber auf jeden Fall schneller ins Spiel kommen, eine gute Abwehr stellen und auch über einfache Tore im Gegenstoß zum Erfolg kommen – nur so kann man bei einem Favoriten gewinnen.“ Und auch Simon Flockerzie freut sich auf das Spiel beim Tabellenführer: „Niemand erwartet etwas von uns, es wird schwer – aber wir werden kämpfen und schauen, was dabei herauskommt.“

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (3), Mittendorf (1), Oesterle, Groh (2), Riedel (4), Hafner (5/3), Flockerzie (1), Schlaich (3), Faißt (9), Schatz, Lauber, Bruderhofer.

Zuschauer: 800

 

 

An Tagen wie diesen…
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