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Doppelspieltag der besonderen Art: Emotionale Duelle mit Hüttenberg und Bietigheim

Doppelspieltag der besonderen Art: Emotionale Duelle mit Hüttenberg und Bietigheim

Doppelspieltag mit emotionalem Auftakt am Freitag: Konstantin Poltrum kehrt an seine alte Wirkungsstätte in Hüttenberg zurück.

 

2. Handball-Bundesliga:

 

TV Hüttenberg – HSG Konstanz

(Freitag, 19.30 Uhr, Sportzentrum)

 

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim

(Sonntag, 18 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Vielversprechend war der Start der HSG Konstanz in die 2. Handball-Bundesliga, trotz der 24:28-Niederlage gegen Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke nach langer Führung. Doch der Saisonauftakt hält für die Mannschaften im Bundesliga-Unterhaus gleich einen kräftezehrenden Doppelspieltag am zweiten Spielwochenende bereit. Die HSG muss am Freitag erst zum TV Hüttenberg reisen (19.30 Uhr), bevor am Sonntag um 18 Uhr in heimischer Schänzle-Sporthalle eines von lediglich drei heißen Baden-Württemberg-Derbys gegen Bietigheim bevorsteht. Zwei ganz besondere, wahrscheinlich hochemotionale Spiele mit besonderen Geschichten schon im Vorfeld.

 

Bereits die 415 Kilometer lange Reise am Freitagmorgen gen Mittelhessen zum TV Hüttenberg weckt vor allem bei zwei HSG-Akteuren ganz besondere Gefühle. Heimatgefühle, denn der Zweitliga-Aufsteiger war die erste Station von Torwart Konstantin Poltrum und Rückraumspieler Paul Kaletsch. Der Verein, bei dem beide groß wurden, gilt unter vielen Experten nicht als typischer Aufsteiger – eine Einschätzung, die die Hessen gleich im ersten Spiel mit einem Coup beim TV Emsdetten eindrücklich bestätigten. Nach dem 31:25-Sieg steht der Stammverein der beiden HSG-Leistungsträger mit viel Selbstvertrauen auf Platz drei der Tabelle. Vor allem die massive 3:2:1-Abwehr ist gefürchtet und der Schlüssel zum Erfolg. Konstantin Poltrum möchte sein Insiderwissen nicht schon im Vorfeld der besonderen Partie preisgeben, verrät aber, dass „Hüttenberg eben über diese starke Abwehr und eine gute Mentalität zum Erfolg kommt. Außerdem gibt es schon zwei, drei Tricks und Kniffe, die ich immer noch kenne und den ein oder anderen Spieler – insofern wird das sehr, sehr spannend für mich.“

 

Wie Paul Kaletsch fährt er mit gemischten Gefühlen und alter Vertrautheit in die Heimat, freut sich aber schon seit Monaten darauf. Poltrum erwartet eine „Abwehrschlacht“, besser gesagt er wünscht sich diese. „Für mich ist es schön, dorthin zurückzukommen, ich bin dort handballerisch aufgewachsen“, sagt der 22-jährige Schlussmann. „Nichtsdestotrotz möchte ich dort unbedingt gewinnen.“ Dann grinst er und ergänzt: „Insofern wird auch keiner der Gegenspieler während der 60 Minuten ein Freund sein.“

 

Nur wenige Stunden nach der Rückkehr an den Bodensee steht am Sonntag um 18 Uhr bereits das nächste schwere Spiel für Konstanz gegen Bietigheim auf dem Programm. Das nächste emotionale Duell. Nicht nur eines zwischen Südbadenern und Schwaben, einem der raren Baden-Württemberg-Derbys in Liga zwei, sondern auch ein ganz besonderes Spiel für gleich vier aktuelle HSG-Akteure. Rechtsaußen Fabian Maier-Hasselmann trifft auf seinen ehemaligen Trainer Hartmut Mayerhoffer, mit dem er beim TSV Friedberg die Drittliga-Meisterschaft feiern durfte und Chris Berchtenbreiter und Felix Gäßler sehen ihren alten Mannschaftskameraden aus Teninger Zeiten, Torwart Domenico Ebner, wieder. Auch wenn der talentierte Schlussmann gerade verletzt ist, so ist die Wiedersehensfreude dennoch groß.

 

Und nicht zuletzt steht beim hochgehandelten Team aus dem Landkreis Ludwigsburg mit Robin Haller ein Junioren-Europa- und Vizeweltmeister unter Vertrag, der über einige Bundesliga-Erfahrung verfügt. Nicht nur deshalb zählt er zu den Vorbildern von HSG-Spielmacher Matthias Stocker. Beide kennen sich quasi von Geburt an und haben lange für Rietheim Handball gespielt, ehe sich ihre Wege trennten. Neben den zahlreichen Kartenvorbestellungen der Gäste ist dieses wohl hochemotionale Duell zweier enger Freunde auch ein Event, dass sich kaum ein Handballanhänger aus Rietheim entgehen lassen möchte. Alleine zwei Busse schickt der örtliche Handball-Förderverein, dazu kommen weitere Freunde und Bekannte, sodass Matthias Stocker auf an die 100 private Fans zählen darf.

 

Berchtenbreiter, der sich besonders auf Ebner freut, richtet den Fokus indes ganz auf das Sportliche. „Bietigheim hat als Erstliga-Absteiger letzte Saison unter seinen Möglichkeiten gespielt. Ich sehe sie auf jeden Fall unter den Top Fünf der Liga.“ Dafür sprechen nicht nur die Ziele, „mittelfristig“ wieder in die DKB Handball-Bundesliga aufsteigen zu wollen, sondern zwei Siege im DHB-Pokal, davon einer gegen Bundesligist TVB Stuttgart (23:22) sowie ein 26:23-Erfolg zum Zweitliga-Start bei der HSG Nordhorn-Lingen, einem der Aufstiegsfavoriten. Vor allem 2,05-Meter-Torwartriese Aron Rafn Edvardsson, aktueller isländischer Nationalkeeper, zeichnete sich dabei aus und war schier unüberwindlich. Selbst alle vier gegen seine Mannschaft verhängten Siebenmeter fischte er weg. Und vorne ließ sich Christian Schäfer als amtierender Zweitliga-Torschützenkönig nicht bremsen, warf sieben Treffer und war neben Robin Haller einer der Aktivposten im Angriff. Haller war siebenmal erfolgreich, Stocker für Konstanz gegen Lübbecke dreimal. Am Sonntag treffen sie im direkten Duell aufeinander.

 

HSG-Cheftrainer Daniel Eblen hat großen Respekt vor beiden Gegnern: „Ich denke, es wird für uns extrem schwer, vor allem auswärts. Hüttenberg hat Top-Leute in der Verantwortung, die genau wissen, was wann wie zu tun ist. Und Bietigheim wird mit seinem guten Kader sicher ganz vorne mitspielen.“ Trotzdem hofft er vor allem am Sonntag auf die gleiche bemerkenswerte Unterstützung des frenetischen Konstanzer Publikums wie im ersten Heimspiel, mit dessen Rückendeckung seine junge Mannschaft über 50 Minuten auf Augenhöhe oder dem Erstliga-Absteiger Lübbecke sogar voraus war. „Wir haben sicher nicht enttäuscht, aber die Athletik, die Genauigkeit und das Timing solcher Spitzenmannschaften werden uns wieder vor große Herausforderungen stellen.“ Eine, auf die sich ganz Konstanz in wohl noch besser gefüllter Schänzle-Sporthalle freut und eine, die für mindestens vier Konstanzer eine ganz besonders emotionale werden wird – um ganz wichtige Punkte.

 

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