Head Bundesliga mit Zertifikat

bl saison

Berichte

„Ein Punkt für die Moral“: Nach Vier-Tore-Rückstand per Kempa zum Remis

Tom-Wolf-HSG-Konstanz-DD

Nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit einer der punktbringenden Aktivposten: Tom Wolf. Am Ende belohnte sich die HSG Konstanz für die Aufholjagd mit einem wertvollen Zähler.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – Rhein Vikings Düsseldorf 24:24 (9:13)

 

Die HSG Konstanz hat sich trotz Vier-Tore-Rückstand gegen die Rhein Vikings Düsseldorf einen eminent wichtigen Punkt für die Moral gesichert. Vor über 1100 Fans besorgte Paul Kaletsch auf Zuspiel von Fabian Schlaich acht Sekunden vor Schluss den 24:24 (9:13)-Ausgleich und verwandelte die Schänzlehölle in ein Tollhaus. Kurz darauf hatte Konstanz sogar noch die Möglichkeit auf einen schnellen Konter und den möglichen Siegtreffer. Mit nun neun Punkten konnte die HSG einen Zähler auf die Nichtabstiegsränge gutmachen, der Rückstand beträgt nun nur noch vier Punkte.

 

Zwischenzeitlich wirkten sie fast tot, am Boden. Trotz wie immer großartigen Willens und Kampfes. Doch eine sehr gut formierte Deckung der Rheinländer im Zusammenspiel mit dem ehemaligen kroatischen Nationaltorhüter Vladimir Bozic (34) genügten dem Neusser-Düsseldorfer Zusammenschluss, um nach dem 2:1 durch Chris Berchtenbreiter auf 2:4, nach 13 Minuten auf 4:7 und bald mit vier Toren (11:7/23.) davonzuziehen. In der Defensive ähnlich stark wie die Gäste, hatte Konstanz mit einer ebenfalls gut arbeitenden Defensive die Wikinger weitgehend gut im Griff – allerdings oftmals wie schon in der Hinrunde das Pech an den Händen kleben. Mehrmals packten die Gäste bei angedrohtem Zeitspiel einen Schlagwurf aus, Konstantin Poltrum war an fast allen Würfen dran – um den Pfosten lenken konnte er die Rückraum-Kracher allerdings nicht. Dazu fielen den Düsseldorfern einige Abpraller immer wieder vor die Füße, während die HSG sich im Angriff weiter glücklos zeigte. Zahlreiche freie Einwurfmöglichkeiten wurden nicht genutzt, landeten entweder am Aluminium oder aber in den Fängen des kroatischen Vize-Europameisters im Gästetor. „Nicht, weil ich unfair sein will, sondern es war Tatsache“, schüttlte etwa Chris Berchtenbreiter den Kopf, „hatte Düsseldorf hier das nötige Glück.“ Einige Male war die HSG jedoch auch immer einen Schritt zu langsam, der Gegner wirkte reaktionsschneller und hatte mit Christoper Klasmann einen in dieser Phase nicht in den Griff zu bekommenden Unruheherd in seinen Reihen.

 

Beim Seitenwechsel und dem Zwischenstand von 9:13 nach 30 Minuten sprach wenig für Konstanz. Doch die Mannschaft von Daniel Eblen wusste nun von Minute zu Minute mehr zu überzeugen. Tom Wolf auf der Spielmacherposition, Max Wolf im Tor, Max Schwarz im rechten Rückraum und später Tim Jud auf Linksaußen sorgten für eine spürbare Belebung und viel frischen Wind im Konstanzer Offensivspiel. Direkt nach der Pause kam Konstanz das erste Mal durch einen Doppelschlag wieder auf 11:13 heran, die große Aufholjagd der Gelb-Blauen startete allerdings erst in der Schlussviertelstunde. Chris Berchtenbreiter und Felix Klingler mit einem herrlichen Solo über das halbe Spielfeld besorgten den Anschluss (19:20/50.) – und die trotz Fasnacht mit über 1100 Zuschauern gut gefüllte und durch die Holzhauermusik Radolfzell zuvor zusätzlich angeheizte Schänzlehölle kochte. Als dann Aktivposten Tom Wolf den Ball zum 21:21 in den Winkel knallte, bebte die Tribüne.

 

„Den Punkt haben wir uns nur geholt, weil wir heute ein Mann mehr in der Halle waren“, bedankte sich HSG-Cheftrainer Daniel Eblen später bei der Pressekonferenz bei den frenetischen Fans. „Die Stimmung war der Wahnsinn. Wir haben die Energie gespürt, als die Halle gekocht hat.“ 40 Sekunden vor dem Ende lag sein Team dennoch 23:24 zurück, Auszeit Konstanz. Dann, acht Sekunden vor Ultimo: Der zuvor glücklose Fabian Schlaich schickte Paul Kaletsch auf den Flug, der stieg hoch und traf per Kempa-Trick zum umjubelten 24:24. Weil Alexander Oelze drei Sekunden vor der Sirene den Ball schließlich am Tor vorbeiwarf, hätte Konstanz sogar noch die Siegchance gehabt. Tim Jud stand völlig frei und einschussbereit in der Hälfte der Vikings, wurde von Max Wolf jedoch zu spät gesehen.

 

Für Gästetrainer Ceven Klatt dennoch ein „verlorener Punkt. Wir führen fast das ganze Spiel, sind jedoch in der Endphase zu nervös.“ Gefallen hat ihm vor allem „das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart“, jedoch vor allem in der ersten Halbzeit, während sein Gegenüber Daniel Eblen sich über zu viele „weggeworfene Bälle und frei vergebene Chancen“ ärgerte. „Aber“, so der A-Lizenzinhaber, „wir sind immer konzentrierter geworden, haben länger gespielt und uns klare Möglichkeiten erarbeitet. Ich muss meinem Team und der Halle heute für den Kampf beziehungsweise die Unterstützung ein Kompliment machen. Das war Gänsehaut.“

 

Blieb die Frage nach einem Punktgewinn oder -verlust. „Das war definitiv ein Punkt für die Moral“, sagte Felix Klingler. „Der Zähler ist wichtig. Man sieht einmal mehr, wie eng alles beieinander liegt zwischen positiv und negativ. Positiv war der Wille, spielerisch haben wir uns aber nicht mit Ruhm bekleckert, da hatte ich mir nach einer guten Vorbereitung mehr erhofft.“ Damit hat der schnelle Rechtsaußen die weiter vorhandenen Baustellen der HSG treffend offengelegt, an denen bis zum nächsten wichtigen Duell, am Sonntag, 17 Uhr, in Hildesheim gearbeitet werden muss, ehe am 23. Februar um 20 Uhr Saarlouis in die Schänzlehölle kommt.

 

„Der Punkt gibt etwas Rückenwind, wir müssen aber in den nächsten vier Spielen weiter kräftig punkten“, fordert Klingler. Chris Berchtenbreiter hatte zunächst noch „mit gemischten Gefühlen“ zu kämpfen. „Gut, dass wir uns in einem knappen Spiel mit einem Punkt belohnt haben, in der Hinrunde hätten wir mit einem Tor verloren.“ So wie im Hinspiel, als ein technischer Fehler und ein Gegenstoß trotz eigentlich letzten Angriffs beim Stand von 23:23 noch eine Niederlage mit der Schlusssirene verkraftet werden musste. „Guter Kampf, guter Start in die Rückrunde, ein Punkt für die Moral“, bilanzierte der 24-Jährige. „Wenn man sich so zurückkämpft, muss man zufrieden sein, auch wenn die Chance in den letzten drei Sekunden zum Sieg dagewesen wäre und es deswegen auch etwas weh tut.“

 

HSG Konstanz – Rhein Vikings Düsseldorf 24:24 (9:13)

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (11 Paraden), Konstantin Poltrum (1 Parade) (Tor); Fabian Schlaich, Mathias Riedel (5), Tom Wolf (2), Michael Oehler, Paul Kaletsch (7/6), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler, Samuel Löffler, Tim Jud (4), Samuel Wendel, Chris Berchtenbreiter (4), Maximilian Schwarz, Felix Klingler (2).

Trainer: Daniel Eblen

 

Rhein Vikings Düsseldorf: Moldrup, Bozic (Tor); Gipperich (2), Hoße, Aust (3), Klasmann (7/1), Kozlina, Thomas, Weis (2), Johnen (2), Coric, Pankofer (3), Handschke, Artmann, Bahn, Oelze (5/2).

Trainer: Ceven Klatt

 

Zuschauer: 1100 in der Schänze-Sporthalle Konstanz.

 

Schiedsrichter: Christian Moles und Lutz Pittner.

 

Zeitstrafen: 4 Min. (Berchtenbreiter 22., Riedel 54.) – 6 Min. (Thomas 37., Gipperich 46., Klasmann 51.)

 

Siebenmeter: 6/7 (Kaletsch scheitert an Bozic, 8.) – 3/4 (Klasmann an Latte, 18.)


 

 

Bundesliga-Tormaschine läuft weiter auf Hochtouren...
Pflicht, mehr nicht: C1-Jugend bleibt verluspunktf...

Ähnliche Beiträge

Rothaus

a2r:media

Böhm Sport Konstanz

CineStar

Doser

Kempa

Randegger

Schwarz Aussenwerbung

Südstern - Bölle

 

sponsoren aesculap

Buecheler und Martin

club aktiv

Ingun

Playlifesports/Tipico

Spar- und Bauverein Konstanz eG

Stadtwerke Konstanz

Volksbank Konstanz

SÜDKURIER

   

 

Facebook

Instagram

 

Twitter

YouTube

Jugendzertifikat

2. Handball-Bundesliga



HBL Kampagne
HBL Kampagne