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Erfolgreicher Konstanzer Weg: HSG mit Studenten zurück in 2. Bundesliga

Erfolgreicher Konstanzer Weg: HSG mit Studenten zurück in 2. Bundesliga

Freude über die Süddeutsche Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga: HSG-Kapitän Fabian Schlaich reckt den Meisterwimpel in die Höhe.

 

Volle, große Arenen, viele Profis und Nationalspieler, klangvolle Spieler- und Teamnamen, ganz große Traditionsvereine und Absteiger aus der 1. Bundesliga, der stärksten Handball-Liga der Welt – die eingleisige, bundesweite 2. Bundesliga ist für viele Handballspieler das große Ziel. 38 Saisonspiele, Doppelspieltage mit Partien am Freitag und Sonntag an einem Wochenende, Fahrten von knapp 1000 Kilometern zu Begegnungen nach Rostock, Lübeck und Wilhelmshaven – aber auch das ist die stärkste Zweite Liga der Welt für die HSG Konstanz ganz im Süden der Bundesrepublik. Die HSG setzt dabei auf ein einzigartiges Konzept: den „Konstanzer Weg“.

 

Seit dem 1. November 2015 und dem 28:20-Sieg gegen Oppenweiler/Backnang im Nachholspiel des ersten Spieltages thronte die HSG Konstanz ununterbrochen an der Tabellenspitze der 3. Liga Süd. Im Hintergrund arbeitete das Konstanzer Management deshalb schon geraume Zeit vor dem Saisonende mit Hochdruck an der Erfüllung der wirtschaftlichen und organisatorischen Anforderungen des Bundesliga-Unterhauses. Alles war auf die Rückkehr in die nun eingleisige Zweite Liga nach dem dreijährigen Zweitliga-Gastspiel von 2001 bis 2004 ausgelegt. Noch deutlich vor Abgabeschluss am 1. März hatte die HSG Konstanz bei der Handball-Bundesliga (HBL) dazu den nötigen Lizenzantrag fristgerecht eingereicht – und die Zweitliga-Lizenz anschließend nach der frühzeitigen Süddeutschen Meisterschaft ohne Auflagen erteilt bekommen.

 

Doch nicht nur für das Umfeld steigen die Anforderungen und die Belastung im Kräftemessen mit der deutschen Handball-Elite. Auch für die Spieler ist die 2. Handball-Bundesliga großes Ziel und nicht nur angesichts von insgesamt 20.414 Reisekilometern große Herausforderung zugleich. Keine deutsche Mannschaft – sportartübergreifend – muss größere Distanzen zu ihren Auswärtsspielen zurücklegen, sei es im Handball, Fußball oder anderen Mannschaftssportarten in den nationalen Wettbewerben. Einer, der die Doppelbelastung aus Studium und großem Aufwand für den Handballsport bereits bestens kennt, ist Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann. Bei den Lehrgängen, Spielen und Turnieren mit der deutschen Jugend- und Junioren-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) hat er früh gelernt, sich zu organisieren. „Der Laptop und die Unterlagen sind immer dabei“, sagt der 19-jährige Modellathlet schmunzelnd, „da gibt es genügend Zeit vor den Spielen und Trainingseinheiten – auch wenn die Trainer ein Auge darauf haben, dass die Vorbereitung für die Spiele nicht darunter leidet.“ Allerdings betont er auch, dass man sich gut organisieren und zur richtigen Zeit auch „einen Haken“ an die Gedanken des jeweiligen Bereichs machen müsse, um sich immer nur einem – und diesem dann mit ganzem Fokus – widmen zu können. „Nach einem Spiel am Abend ist man meistens auch mental so erschöpft, dass man erst einmal eine Nacht darüber schlafen muss“, erläutert der 1,98 Meter große Nationaltorhüter, der Sport und Russisch studiert. „Am nächsten Morgen kann man sich dann wieder klaren Kopfes an das Lernen machen.“

 

Dankbar ist er für die große Unterstützung durch die mit der HSG zur Förderung des Spitzensports – ebenso wie die Fachhochschule – kooperierende Exzellenzuniversität Konstanz. Nur so lasse sich beides auf höchstem Niveau miteinander verbinden. Die Campusuniversität am Bodensee gehört zu den zehn weltbesten jungen Universitäten und belegte international Platz 7, bundesweit Platz 1 im Ranking „THE 150 Under 50“ der besten Universitäten unter 50 Jahren. Der bundesweit einzigartige „Konstanzer Weg“, mit dem die HSG Konstanz in enger Zusammenarbeit mit den Konstanzer Hochschulen auf junge, ehrgeizige Talente setzt, die eine akademische Ausbildung anstreben, ist dabei eine wichtige Grundlage für den Erfolg auf allen Ebenen. Die HSG sorgt damit als langjähriger Zuschauerkrösus der 3. Liga Süd mit mehr als 1.000 Besuchern pro Heimspiel für große Identifikation bei ihren Fans, schafft die Voraussetzungen für die Zukunft ihrer Spieler, sichert die eigene erfolgreiche sportliche Zukunft und fördert in Zeiten des Fachkräftemangels den Nachwuchs für Wissenschaft und Wirtschaft. 19 von 22 Spielern im erweiterten Kader der Zweitliga-Mannschaft – mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren eine der jüngsten der Liga – gehen aktuell einem Studium nach und werden durch exklusive Stipendien gefördert.

 

So sagt etwa Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Exzellenzuniversität Konstanz, dem größten Arbeitgeber der Stadt Konstanz, zum Weg, auf junge, leistungsbereite Nachwuchskräfte zu setzen: „Die HSG Konstanz gehört zu den Juwelen der Stadt auf dem Gebiet des Sports. Der Aufstieg gereicht der Stadt in vielfältiger Hinsicht zum Nutzen und ist auch für die Universität begrüßenswert. Die HSG kooperiert sehr eng mit den beiden Hochschulen vor Ort und hat mit dem „Konstanzer Weg“ in vorbildlicher Weise dafür gesorgt, dass Hochschulstudium und sportliche Karriere zusammenpassen.“ Paul Kaletsch, Top-Torschütze der HSG und zweitbester Torjäger der 3. Liga Süd sowie Politik- und Verwaltungsstudent, sieht diese Aussage auch in der täglichen Praxis bestätigt. „Wir haben mit Frau Borchert vom Hochschulsport einen Ansprechpartner, der immer ein offenes Ohr für uns hat“, so der 24-Jährige. So ist die Universität etwa bei der Seminarauswahl und der Terminkoordination behilflich.

 

„Die eigene Terminplanung und Organisation ist das Wichtigste“, ergänzt Mannschaftskapitän Fabian Schlaich, denn durch die vielfältige Unterstützung der Universität und die gute Zusammenarbeit von Verein und Hochschule seien in Konstanz beste Voraussetzungen für die 2. Bundesliga gegeben. Zusätzlich betont er die Eigenverantwortung der Athleten: „In der 2. Bundesliga muss sich jeder noch ein wenig besser organisieren.“ Das Sammelbecken für viele Profis und ehemalige Bundesligaspieler, aber vor allem für die jungen Toptalente Europas unterhalb der stärksten Liga der Welt, ist das lang ersehnte, wohlüberlegte Ziel aller HSG-Akteure. Für Stefan Hanemann ist klar: „Der Aufstieg bringt eine ganz neue Herausforderung und Entwicklungschance für uns alle mit, den nächsten Schritt, aus dem wir viel für die nächsten Jahre mitnehmen können. Das ist eine Bereicherung für jeden Einzelnen.“

 

Etwas Größeres könne einem so jungen und entwicklungsfähigen Team wie dem der HSG Konstanz nicht widerfahren, meint er. Für ihn persönlich, der er mit einem Zweitspielrecht von Erstligist HSG Wetzlar an die HSG Konstanz ausgeliehen ist, ist es zudem der ideale Zeitpunkt, seinem großen Ziel 1. Bundesliga – trotz schwerer Knieverletzung, die ihn noch monatelang außer Gefecht setzen wird – wieder einen Schritt näher zu kommen. Hanemann: „Ich sehe dann auch, ob ich schon so weit bin, oder noch ein wenig Zeit für den Schritt nach ganz oben brauche.“ Doch auch für die anderen Spieler wie Paul Kaletsch und Fabian Schlaich hat sich ein Kindheitstraum erfüllt, wie der Sportwissenschaft-Student Schlaich zugibt: „Schon als Kind möchte man sich als ehrgeiziger Sportler mit den besten Handballern des Landes und darüber hinaus messen. Und wohl kaum woanders geht das besser als in Konstanz mit der Kooperation, die uns schon zu Beginn bei der Sicherung eines Studienplatzes behilflich war. Der Rest ist Disziplin und eigene Vorausplanung. Nach zwei Semestern weiß man, wie man sich am besten vorbereitet und was wie viel Zeit benötigt.“

 

Und schließlich wird die 2. Bundesliga auch mindestens ein emotionales Wiedersehen bringen. Neben dem professionellen Niveau im Bundesliga-Unterhaus freut sich Paul Kaletsch ganz besonders auf das Match gleich am zweiten Spieltag beim ebenfalls aufgestiegenen TV Hüttenberg, seinem Jugendverein. „Jedes Spiel in der Zweiten Liga ist ein Highlight, dieses Spiel natürlich ein ganz besonderes.“ Auch er unterstreicht, dass er sich freue und keine Angst habe, Studium und Handball nicht unter einen Hut zu bekommen: „Der Aufwand ist abschätzbar, das Studium hat nie gelitten. In Konstanz ist es als Handballer gut möglich zu studieren, dafür sorgt alleine schon die hohe Akzeptanz an der Universität für Leistungssport und die Belange der Sportler.“ Durch die unabdingbare Unterstützung von Verein und Hochschulen freut er sich auf die große Bühne in der stärksten Zweiten Liga der Welt, die auch der Stadt und der Universität Konstanz in einer olympischen – und der zweitbeliebtesten Mannschaftssportart in Deutschland – zu bundesweiter Aufmerksamkeit und Beachtung verhelfen wird.

 

// Mehr zum Konstanzer Weg und den exklusiven Stipendien //

 

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