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Nach gelungener Saison mit grandioser Fan-Unterstützung: Vorbereitung beginnt, Gegner stehen (fast) fest

Nach gelungener Saison mit grandioser Fan-Unterstützung: Vorbereitung beginnt, Gegner stehen (fast) fest

Die HSG Konstanz kann auf eine überaus erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Mit Platz vier und 36:24 Punkten in der Saison 2013/14 erreichte das mit einem Durchschnittsalter von nicht einmal 23 Jahren sehr junge HSG-Team das zweitbeste Ergebnis der HSG in der im Jahr 2010 eingeführten 3. Liga. „Der vierte Platz ist ein super Resultat. Auch wenn wir immer wieder Spiele dabei hatten, die weniger gut waren, so muss man auch sagen, dass die Saison lang und hart war. Da muss man auch mal in Kauf nehmen, dass es hin und wieder schlechter läuft – gerade bei einem Team, das vom starken Kollektiv lebt und nicht die alles überragenden Einzelkönner hat“, so das kurze Resümee von Daniel Eblen. Der Konstanzer Cheftrainer hat damit schon die große Stärke seiner Mannschaft angesprochen.

 

Höhepunkte und Erfolge

 

Möchte man mit den Highlights der Saison beginnen, so müssen zwangsläufig gleich zu Beginn die Schlagwörter Teamgeist und Kollektiv fallen. Auch in dieser Saison präsentierte sich das Eblen-Team als verschworene Einheit mit ganz großem Kämpferherz. Exemplarisch seien hier die Begegnungen gegen Pforzheim oder Coburg erwähnt, als die HSG in den letzten 15 Minuten nur noch einen Treffer zuließ und einen 11:17-Rückstand zu einem 19:18-Heimsieg drehte bzw. ebenfalls in der Schlussviertelstunde aus einem 12:16 ein 19:18 gegen den Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga machte – mit einem spektakulären Kempa-Trick in allerletzter Sekunde. Die zugleich letzte Niederlage für den HSC 2000 Coburg, der sich nach der Niederlage in der Schänzlehalle keinen Punktverlust mehr leistete. Die aufgeführten Ergebnisse zeigen es: Die stabile Abwehr mit zwei hervorragenden Torhütern war auch in dieser Saison ein echter Trumpf. Mit nur 771 Gegentoren stellte Konstanz die drittbeste Defensive der Liga. Für einen weiteren Spitzenwert sorgten abermals die treuen HSG-Fans, die auch in diesem Spieljahr wieder ein grandioser Rückhalt für ihr Team waren. Mit einem Zuschauerschnitt von 843 Fans pro Partie strömten nur beim Meister Coburg mehr Fans in die Halle. Bundesweit gesehen bedeutet dieser Wert Platz sieben unter insgesamt 64 Drittligisten. 1.700 Besucher beim erstmals in dieser Form ausgerichteten Bundesliga-Superball bedeuteten gar einen neuen Zuschauerrekord. Und auch auswärts waren zwei Mal jeweils fast 100 Fans mit nach Balingen und Herrenberg gereist und konnten dabei auch noch beide Male einen Auswärtssieg feiern. „Was die Fans hier veranstalten, ist in der ganzen Region einmalig“, befand der scheidende HSG-Goalie Patrick Glatt nach seinem vorerst letzten Auftritt in der auch als „Schänzle-Hölle“ bekannten Konstanzer Sporthalle. Die Mannschaft dankte die großartige Unterstützung vor allem in eigener Halle am Schänzle mit elf Heimsiegen und einem Unentschieden in 15 Partien und stellte die schon traditionelle Heimstärke wiederholt unter Beweis. Dabei spielte sich das Team vor allem durch seine große Leidenschaft und den phänomenalen Einsatzwillen in die Herzen der zahlreichen Fans. „Wir haben uns für hartes Training belohnt und mit dem vierten Platz eine tolle Saison gespielt“, bilanzierte Paul Kaletsch angesichts des auch in Vorbereitung und Trainingsalltag betriebenen hohen Aufwands zufrieden.

 

Tiefpunkte und Rückschläge

 

Kein Tief-, aber ein kritischer Punkt war am sechsten Oktober des vergangenen Jahres erreicht, als die HSG sich beim nunmehr als Absteiger feststehenden SV 08 Auerbach mit 19:23 geschlagen musste und mit 4:8 Punkten auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht war. Die Feinabstimmung nach den Abgängen von Markus Schoch und Gerrit Bartsch sowie den fünf – später allesamt als echte Verstärkungen auftretenden – Neuzugängen Fabian Schlaich, Paul Kaletsch, Felix Krüger, Mathias Riedel und Max Folchert funktionierte noch nicht, die Abwehr stand noch nicht so sicher wie gewohnt. Im Angriff blieb Konstanz allerdings über die gesamte Saison mit einer bärenstarken Defensive, auf die zuvorderst Wert gelegt wurde, mit 766 Treffern genügsam – die wenigsten aller 16 Teams. In Summe bedeutet dies ein mit fünf Treffern im Minus stehendes Torverhältnis. In negativer Erinnerung bleiben dennoch nur wenige Ereignisse einer tollen Saison, wie die mehr als unglückliche 24:25-Niederlage in letzter Sekunde durch einen abgefälschten Wurf beim Meister Coburg. „So verrückt kann man eigentlich nur auf der PlayStation verlieren“, beschrieb Yannick Schatz damals den bitteren Knockout vor fast 2.500 Zuschauern. Aus der Erinnerung streichen möchten die Konstanzer Spieler am liebsten auch die 22:38-Niederlage beim Vizemeister HSC Bad Neustadt nach einer völlig indisponierten Leistung. Seit dem 21:37 gegen den TV Kornwestheim und dem 21:41 gegen die TSG Oßweil am 13.3. bzw. 28.2.2004, damals noch in der 2. Bundesliga, hatte Konstanz keine so hohe Schlappe mehr hinnehmen müssen.

 

Geschehen abseits der Halle

 

Auch im Hintergrund gab es in der abgelaufenen Spielzeit bei der HSG Konstanz viele Ereignisse. Otto Eblen musste sich einer schweren Herz-Operation unterziehen, hat sich aber dank der sehr engagierten Pflege im Herz-Zentrum Konstanz schnell erholt. Sein Sohn Daniel Eblen ist stolzer Papa eines Jungen geworden, während Andre Melchert künftig die Geschicke des Vereins als neuer Sportlicher Leiter mitbestimmen wird. Simon Geßler war schon im Dezember ausbildungsbedingt nach Karlsruhe gezogen, Yannick Schatz wird berufsbedingt ein Jahr in die USA übersiedeln und Patrick Glatt als ältester Spieler im Kader sein Glück beim benachbarten Nationalliga B-Klub HSC Kreuzlingen versuchen. Dafür konnten bislang mit Spielmacher Matthias Stocker (26, TSV Rietheim-Weilheim) ein drittligaerfahrener Spieler sowie den vom TuS Schutterwald kommenden Außenspielern Luis Weber (18, Rechtsaußen) und Luis Pfliehinger (19, Linksaußen) junge, hoffnungsvolle Talente gewonnen werden.

 

Ausblick

 

Hinsichtlich der Staffelzusammensetzung für die neue Saison hat die Lizenzverweigerung für den HSV Hamburg und dessen Anrufung des Schiedsgerichts Auswirkungen bis in die 3. Liga. Während nach der aktuellen Staffeleinteilung die für die HSG neuen Gegner die Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck, SG Nußloch und TSV Neuhausen/Filder sowie Zweitliga-Absteiger SG Leutershausen sein werden, so hängt es von einem eventuellen Start des HSV in der 3. Liga ab, ob die HSG erneut auf den HSC Bad Neustadt oder den TV Hochdorf trifft. Nimmt der HSV an der 3. Liga teil, so wird entgegen der aktuellen Einteilung doch noch der HSC Bad Neustadt der Südstaffel zugeordnet, an der auch der SV Salamander Kornwestheim als Relegationssieger nochmals teilnehmen darf. Unmut regt sich vor allem bei den der Oststaffel zugeteilten hessischen Vereinen, die bei der Spielkommission einen Antrag auf Neueinteilung eingereicht haben und im Falle einer Ablehnung gar den Gang vor das Bundessportgericht erwägen. Das Präsidium des DHB hat jedenfalls schon einmal in einer Pressemitteilung erklärt, es „stehe zum Beschluss der zuständigen Spielkommission“. Die Annahme des eingereichten Änderungsvorschlags würde für die Südstaffel jedoch nur eine Veränderung mit sich bringen: Statt des TSV Rödelsee würde der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz, SV 64 Zweibrücken, in der Südstaffel starten, wohingegen die Bayern in der Oststaffel antreten würden.

 

Die voraussichtlichen Gegner der HSG Konstanz in der 3. Liga Süd 2014/15 im Überblick (Einteilung der Spielkommission):

 

TSV Rödelsee, SG Nußloch, SG H2Ku Herrenberg, TSV Neuhausen/Filder, SG Leutershausen, SG Köndringen/Teningen, TSV Friedberg, HBW Balingen-Weilstetten II, SG Kronau/Östringen II, TuS Fürstenfeldbruck, TGS Pforzheim, TSB Heilbronn/Horkheim, TV Hochdorf, SV Salamander Kornwestheim, TV Germania Großsachsen

 

Das erste Spiel in der neuen Saison wird voraussichtlich am Samstag, 30.08., um 20.00 Uhr in der Schänzlehalle gegen die TGS Pforzheim stattfinden, bevor es nach Fürstenfeldbruck geht und die Bundesligareserve des HBW Balingen-Weilstetten nach Konstanz kommt. Zuvor bittet Daniel Eblen seine Schützlinge jedoch ab 23.6. sechs Mal pro Woche zum Training und zahlreichen Testspielen gegen teils hochkarätige Mannschaften sowie zu einigen gut besetzten Turnieren. Nach dem Verbandstag am 12. Juli wird er dann auch endgültig seine Gegner und die genauen Spieltermine der kommenden Drittligasaison kennen.

 

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