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„In dieser Situation solch ein Spiel abzuliefern ist schon gut“: Felix Klingler mit neun Treffern für HSG-Sieg

Felix-Klingler-HSG-Konstanz-WHV

Riesengroßer Jubel, Erleichterung und pure Freude in Konstanz: Im so wichtigen Duell um zwei Big Points gegen Tabellennachbar Wilhelmshavener HV ist der HSG ein beeindruckender Befreiungsschlag gelungen. Mit einem Handball-Feuerwerk vor über 1100 begeistert mitgehenden Fans konnten die Gelb-Blauen vom Bodensee in Gänsehaut-Atmosphäre einen 38:29 (19:13)-Heimsieg feiern und damit ein dickes Ausrufezeichen setzen.

 

Einer der Matchwinner war Rechtsaußen Felix Klingler (24), der mit neun Toren bester Feldtorschütze der Partie war. Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas analysiert der Torjäger den zweiten Saisonsieg, erklärt die Bausteine für die Leistungsexplosion und warum er nun gerne direkt weiterspielen würde.

 

Felix, Du musst rundum glücklich sein. Besser könnte es nicht sein: 38:29, zwei Big Points eingefahren und selbst auch noch neun Treffer erzielt.

 

Wir hatten schon etwas Druck. Wenn wir dieses Spiel nicht für uns entscheiden, geraten wir deutlich unter Zugzwang. Ich bin nicht überrascht, aber in dieser Situation solch ein Spiel abzuliefern ist schon gut.

 

Wie groß ist die Freude, wie viel Erleichterung ist mit dabei?

 

So ein Sieg in der 2. Bundesliga ist immer eine riesige Freude. Aber mich hat es ganz besonders gefreut, dass wir wieder 1100 Leute in der Halle und diese Unterstützung im Rücken hatten. Das ist nochmal etwas anderes, man wird noch mehr gepusht. Ich denke, dass das heute sehr wichtig war. Die Stimmung ist hier immer klasse, aber heute hat sie uns getragen.

 

Von Anfang an hat die HSG Konstanz dominiert, sich schon nach 20 Minuten in einen regelrechten Rausch gespielt und 15:7 geführt. Woran lag es, dass es heute so deutlich wurde?

 

Die Anfangsphase haben wir bislang – die Partie in Emsdetten einmal ausgenommen – zwar nicht verschlafen, aber wir waren oft nicht bei 100 Prozent. Heute war jeder auf der Platte, sofort richtig im Spiel und jeder hat seinen Beitrag dazu geleistet. Egal ob Torwart, ich mit Gegenstößen, Benjamin Schweda mit einem Abpraller und natürlich Tim Jud und Paul Kaletsch. Da war einfach jeder drin und dann kommt so ein Rausch zustande. Nicht nur ein oder zwei Alleinunterhalter, sondern das ganze Kollektiv war von Anfang an da, war torgefährlich. Für Wilhelmshaven war es dann sehr schwer, weil einfach jeder gefährlich war. Auf jeden mussten sie aufpassen.

 

Warum hat sich gegen den WHV heute das ganze Kollektiv leichter getan und warum konnten sich alle Positionen viel besser entfalten als zuletzt?

 

Ich muss es deutlich sagen: wir haben wieder die Außen mit ins Spiel genommen. Das war zuletzt nicht so und der Gegner konnte sich darauf einstellen, zuschieben, weil der Ball ohnehin nicht auf außen kam. Wenn wir das Spiel breiter anlegen, ist es für die Abwehr des Gegners schwerer. Das war heute viel besser, hat aber in den letzten Spielen kaum stattgefunden. Wenn das Spiel breiter wird, hat der Kreisläufer mehr Räume, die Außen des Gegners müssen entweder einschieben oder bei uns Außenspielern bleiben und wir sind ganz schwer auszurechnen.

 

Neun Tore bei elf Versuchen, heute bist Du richtig heiß gelaufen.

 

Heute bin ich richtig zufrieden. Wir hatten eine gute Abwehr und gegen Wilhelmshaven muss man erst einmal mit neun Toren Differenz gewinnen. Wir hatten schon solche Spiele wie gegen Hildesheim, wenn wir da so spielen wie gegen den WHV, dann gewinnen wir das auch. Das ist einfach schade. Aber wichtig, dass wir das nun so deutlich gestaltet haben und der Liga gezeigt haben, dass wir daheim deutlich dominieren können. Das ist gut für das Selbstvertrauen.

 

Du sprichst es an: Wie viel Auftrieb gibt dieser Sieg?

 

Ich finde es schade, dass nun ein spielfreies Wochenende kommt. Auf der einen Seite ist es zwar gut, dass man mit solch einem Erfolgserlebnis etwas durchschnaufen kann, das macht die spielfreie Zeit etwas einfacher. Aber natürlich: Wenn man so drauf ist – in Emsdetten hatten wir ja auch schon ein gutes Spiel – ist es schade, nicht direkt weitermachen zu können. Aber die Pause mit diesem Ergebnis lässt sich auch gut gestalten.

 

Fragen: Andreas Joas


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