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Furioser Saisonstart: HSG Konstanz erteilt Teningen im Derby eine „Lektion“

Furioser Saisonstart: HSG Konstanz erteilt Teningen im Derby eine „Lektion“

Derbysieger, Derbysieger, hey, hey... Das junge HSG-Team jubelt ausgelassen nach dem gelungenen Saisonstart.

 

 

Handball 3. Liga:

SG Köndringen-Teningen – HSG Konstanz 23:29 (8:13)

HSG Konstanz beeindruckt mit ganz starker Vorstellung.

Köndringen-Teningen „ohne Chance“ gegen Abwehr und Torhüter Poltrum.

 

Es war ein seltenes Gefühl, das die Spieler der HSG Konstanz nach dem Südbaden-Derby bei der SG Köndringen-Teningen in vollen Zügen genossen. Der deutliche 29:23 (13:8)-Auswärtssieg nach bärenstarker Vorstellung beim bisherigen Tabellenführer war nicht nur der erste in Teningen seit 2012, sondern auch der erste Auftaktsieg in eine neue Drittliga-Spielzeit seit September 2010.

 

Der Saisonstart, in den letzten fünf Jahren bedeutete er immer viel Frust nach meist guten Vorbereitungen für die HSG Konstanz. Immer setzte es Niederlagen, immer konnte man sie sich nur schwer erklären, nachdem zuvor alles nach Plan gelaufen war. „Ich bin nicht so der Statistiker, darauf habe ich überhaupt nicht geachtet, auch wenn ich heute eigentlich zuerst gar kein so gutes Gefühl hatte“, erzählte der wieder zu einem der vielen Matchwinner auf Konstanzer Seite avancierte Junioren-Nationaltorhüter Konstantin Poltrum hinterher mit heiserer Stimme. Er ließ lieber Taten im hier und jetzt sprechen und trieb die Teninger Offensivspieler mit sehenswerten Paraden reihenweise zur Verzweiflung.

 Überragende Leistung: Junioren-Nationaltorhüter Konstantin Poltrum

Kaum mehr sprechen konnte er, weil er wie alle anderen HSG-Akteure nach fast jeder Situation den Mitspieler lautstark pushte und Torerfolge und Paraden emotional feierte. „Ich versuche meine Mitspieler extra zu motivieren und ihnen eine moralische Stütze zu sein. Das hilft mir genauso, weil es mich ebenso beruhigt“, so der erst 21-jährige Keeper. Und da wusste er noch nicht, was seine Stimme nach wilden Jubelarien auf dem Spielfeld vor den zahlreich mitgereisten HSG-Fans in der Kabine durchstehen musste, nachdem SG-Trainer Ole Andersen anerkennend bei der Pressekonferenz zu Protokoll gegeben hatte, dass seine Spieler „eine Lektion erteilt bekommen haben. Wir hatten keine Chance gegen diese Abwehr und den guten Schlussmann Poltrum, das muss man einfach anerkennen. Man sieht, was mit diesen Komponenten alles möglich ist.“

 

Noch lange nach Spielende hallten die Jubelgesänge aus den Katakomben der Ludwig-Jahn-Halle bis auf das Spielfeld und in das Foyer. Die ausgelassen feiernde junge HSG-Mannschaft war nicht mehr einzufangen. Als HSG-Präsident Otto Eblen nur kurz vor die Kabine trat, wusste er nicht, wie ihm geschah. Da stand er nun und wurde ebenso lautstark gefeiert wie jeder einzelne Spieler. Da half selbst die Flucht nicht, denn noch minutenlang dröhnten die mit heiserer Stimme angestimmten Gesänge auf den Präsidenten aus der Konstanzer Partyzone.

 

Überhaupt wirkte die mit einem Durchschnittsalter von nur 21,8 Jahren zu den jüngsten Teams der Liga zählende Eblen-Equipe frisch und völlig unbekümmert angesichts der Vergangenheit, die an diesem Tag nicht mehr zählte. Das vor Wochenfrist noch furios gestartete Heimteam wusste in den ersten fünfeinhalb Minuten überhaupt nicht, wie ihm geschah. Konstanz agierte mit extrem beweglicher und aggressiver 6:0-Deckung, gegen die Teningen keine Mittel fand und nutzte die Ballgewinne für die erste und zweite Welle. 4:0 für Konstanz. Ole Andersen, dänischer Coach der SG, musste schon jetzt die Notbremse ziehen und bat seine Mannschaft zur Besprechung an die Seitenlinie.

 

Für den gebürtigen Freiburger Mathias Riedel war es ein besonderes Spiel unweit der alten HeimatZumindest kurzzeitig schienen die Worte des Trainerfuchses der Gastgeber zu fruchten, denn Teningen gelang der Anschluss zum 4:6 (15.), begünstigt durch eine Zeitstrafe für Fabian Schlaich und etwas Pech beim Abschluss mit Aluminium-Treffern. Doch der Teninger Rückraum wurde weiterhin nahezu komplett aus dem Spiel genommen, Konstantin Poltrum hielt einen Wurf nach dem anderen – darunter drei toll parierte Siebenmeter – und auch in der Vorwärtsbewegung zeigte sich die HSG zur Freude der lautstarken Konstanzer Fangemeinde sehr variabel und konsequent. Pascal Bührer konnte die SG nach Ablauf der ersten 30 Minuten mit einem verwandelten Siebenmeter nur noch auf 8:13 heranbringen. „Es kam ja fast nichts durch“, meinte Poltrum bescheiden zu seiner Leistung und lobte stattdessen die formidable Abwehrarbeit seines Teams. „Damit haben wir Teningen den Zahn gezogen.“

 

Doch es wurde noch einmal kritisch für die HSG Konstanz. Köndringen-Teningen kam mit neuem Schwung aus der Kabine und hatte in nur 10 gespielten Minuten im zweiten Durchgang den Anschlusstreffer zum 13:14 markiert, weil die Konstanzer Defensive nun weniger Zugriff auf ihre Gegenspieler bekam. Jetzt war es wieder ein Derby, voller Kampf und Dramatik. Daniel Eblen musste seine junge Mannschaft nun seinerseits ordnen. „Es ist nicht einfach, die Kräfte optimal auf 60 Minuten zu verteilen“, meinte der A-Lizenzinhaber, „da schafft es keine Mannschaft über die komplette Spielzeit, das Tempo in Abwehr und Angriff so hoch zu halten.“ Und in der Tat hatte die Aufholjagd die Breisgauer auch so viel Kraft gekostet, dass nach dem 15:17 (44.) nur noch eine Mannschaft am Drücker war: Konstanz. Fünf Tore in Folge ließen den Vorsprung wieder auf ein beruhigendes Sieben-Tore-Polster anwachsen (15:22, 48.).

 Überragendes Spiel und mit sieben Treffern bester Torschütze der Partie: HSG-Kapitän Fabian Schlaich

„Bei uns geht es nur über das Kollektiv, in dem die Abwehr ein zentrales Element ist. Dieses Kollektiv hat heute ebenso wie unsere Verteidigung sehr gut funktioniert“, zeigte sich Daniel Eblen hochzufrieden mit dem gelungenen ersten Auftritt seiner Mannschaft, betonte aber auch, was der Grund für das Überstehen dieser kritischen Phase war, als Köndringen noch einmal alles versuchte. Zuerst eine 5:1-Deckung, dann eine doppelte Manndeckung für Mathias Riedel und Matthias Stocker. „Konsti hat natürlich klasse gehalten und was Matthias Stocker in dieser Phase zusammen mit Fabian Schlaich gespielt hat, war überragend.“ Poltrum meinte, dies sei alles reine Kopf- und Einstellungssache gewesen. „Wir haben es toll gelöst. Ich bin stolz, dass wir so unser Spiel durchziehen konnten.“

 

12 Minuten lang konnten die HSG-Fans nun schon den Auswärtssieg und eine starke Mannschaftsleistung ihres Teams feiern, dann brachen alle Dämme angesichts des 29:23-Erfolgs und der neuen, seltenen Gefühle nach einem Saisonauftakt. Daniel Eblen war der einzige, der den Sieg noch rational einordnen konnte: „Ich bin schon stolz, dass wir hier die Nerven behalten haben, ganz besonders, weil es ein besonderes, tolles Spiel war. Aufregend, intensiv und auf hohem Niveau stehend. Ich freue mich vor allem riesig für die Jungs, die sich für ihre gute Arbeit in der langen Vorbereitung heute belohnt haben.“

 

Am kommenden Samstag, 20 Uhr, erwartet Konstanz nun die TSG Haßloch zum ersten Heimspiel in der Schänzle-Sporthalle. Wieder eine Mannschaft, die zuletzt mit einem 34:24-Erfolg gegen den Vorjahresdritten TV Hochdorf ein Ausrufezeichen gesetzt hat.

 

SG Köndringen-Teningen – HSG Konstanz 23:29 (8:13)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Tim Jud, Fabian Schlaich (7), Fabian Maier-Hasselmann (3), Manuel Both, Mathias Riedel (2), Luis Pfliehinger, Marius Oßwald, Matthias Stocker (6), Michael Oehler, Lukas Beck (1), Paul Kaletsch (7/5), Alexander Lauber (3).

Zuschauer: 650

 

Derbysieger, Derbysieger!!!

AUSWÄRTSSIEG & DERBYSIEGER! So schön und emotional war's in Teningen!Morgen wollen unsere Jungs nach dem Heimspiel um 20 Uhr wieder jubeln, doch gegen Haßloch wird es wieder unglaublich schwer. Wir brauchen erneut Eure tolle Unterstützung, wir brauchen die "Schänzle-Hölle"! Bist DU dabei?!?

Posted by HSG Konstanz on Freitag, 11. September 2015

 

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