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Furioser Start reicht knapp nicht zur Derby-Überraschung gegen Bietigheim

Michael-Hassferter-HSG-Konstanz-Bietigheim Frust nach toller Leistung: Michael Haßferter ärgert sich über die knappe Niederlage.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim 23:25 (14:12)

 

Die HSG Konstanz konnte im ersten Heimspiel gegen Titelfavorit und Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim vollauf überzeugen, legte furios auf 5:0 vor, musste sich aber nach großem Kampf in einem intensiven Derby dennoch knapp mit 23:25 (14:12) geschlagen geben. Im einzigen Baden-Württemberg-Derby in der 2. Bundesliga reichte auch vor knapp 1300 Fans in der stimmungsvollen „Schänzle-Hölle“ eine 19:15-Führung eine Viertelstunde vor Schluss nicht zum Überraschungssieg.

 

Am Ende stand wieder die Null. Wieder große Enttäuschung. Reihenweise sackten die Spieler der HSG nach dem Schlusspfiff in sich zusammen und vergruben ihre Gesichter unter den Trikots – begleitet allerdings von stehenden Ovationen. Auf der anderen Seite jubelte Bietigheim über den ersten Saisonsieg, der auch ohne den wegen eines Muskelfaserrisses ausgefallenen Weltmeister Mimi Kraus sichergestellt werden konnte. „Wir hatten Glück, nochmals ins Spiel zu kommen. Tolle Halle hier, es ist nicht selbstverständlich, dass man hier nochmal eine Chance bekommt, selbst wenn man gut spielt“, freute sich Gästetrainer Hannes Jón Jonsson, dessen Mannschaft sich vor allem in kämpfersicher Hinsicht deutlich verbessert zur Heimniederlage gegen Hamm gezeigt hatte. „Ich bin super glücklich über den Sieg und die zwei Punkte“, so der Isländer. „Das war alles andere als einfach.“

 

Vor allem, als die HSG, getragen vom frenetischen Publikum, loslegte wie die Feuerwehr. Samuel Wendel erzielte die ersten vier Treffer – darunter eine herrliche Flugeinlage per Kempa-Trick – und brachte die Halle früh zum Kochen. Nicht weniger kochte die Stimmung hoch, wenn die HSG in der Abwehr um jeden Zentimeter kämpfte, eine tolle Deckung formierte und Torwart Michael Haßferter reihenweise Würfe aus dem Rückraum oder von außen wegpflückte. Alleine elf Paraden steuerte der 23-Jährige zu einer famosen ersten Halbzeit der Gelb-Blauen bei. Im Duell Aufsteiger gegen Absteiger zeigte sich Konstanz spielerisch und kämpferisch weiter deutlich im Vorteil, wenngleich die Belohnung nicht gänzlich auf der brandneuen Anzeigetafel abzulesen war. „Nur“ eine 14:12-Führung konnten die Gastgeber in die Kabine nehmen. Zu wenig, angesichts der Überlegenheit und tollen Vorstellung.

 

Die Strafe folgte nach der dem Seitenwechsel. Denn Bietigheim witterte nun Morgenluft, stabilisierte sich von Minute zu Minute und legte weiter einen Gang zu. Vor allem Keeper Jonas Maier wurde mit zunehmender Spieldauer immer mehr zum Faktor. „Wir haben es nicht geschafft“, meinte Daniel Eblen, „die ganze Energie so zu verteilen, dass am Ende noch etwas übrig ist. Es war ein hochintensives Spiel.“ In dem sich die HSG nun allerdings einige technische Fehler zu viel leistete. Wie etwa ein ärgerlicher Abspielfehler und Stolperer beim Versuch der schnellen Mitte. Oder aber drei Siebenmeter, die Maier im SG-Tor nun wegfischte. Dennoch traf Joschua Braun eine Viertelstunde vor Schluss zum 19:15 und hielt die Hoffnungen auf die Sensation aufrecht. In der 52. Minute war es dann aber soweit: Tim Dahlhaus traf zum 20:20, der erste Ausgleich für Bietigheim überhaupt. Doch Tom Wolf und Fabian Maier-Hsselmann gaben die passende Antwort in Form eine Doppelschlages: 22:20 – und nicht einmal mehr sechs Minuten waren zu spielen.

 

„Uns sind ein paar blöde Fehler passiert“, meinte der HSG-Coach. „Aber kein Vorwurf an die Jungs. Sie haben super gekämpft und toll verteidigt.“ Bietigheim agierte ebenfalls kompakter, Konstanz ließ klar Chancen aus und so kam es, wie es kommen musste. Drei Minuten vor Schluss gingen die Württemberger das erste Mal überhaupt in Front, drehten und entschieden die Partie mit einem 5:1-Lauf in den letzten Spielminuten. Eblen: „Wir sind enttäuscht, haben lange geführt und echt gut gespielt. Bei nur neun Toren in der zweiten Hälfe wären die drei Siebenmeter Gold wert gewesen. Darauf kann man es aber nicht alleine schieben.“ Während Bietigheim mit seiner individuellen Qualität hatte aufschließen können, hatte der Konstanzer Übungsleiter beobachtet, dass sich seine Mannschaft mit sehr attraktiver, aber eben auch sehr aufwendiger Spielweise aufgerieben hatte. „Das kostet Kraft und Konzentration“, erklärte der 44-Jährige. Am Ende gab es so wieder nur großen Applaus. Auf Punkte muss die HSG Konstanz weiter warten. Die nächste Herausforderung heißt am Samstag, 20 Uhr, in der „Schänzle-Hölle“ ASV Hamm – der nächste Titelfavorit.

 

Das komplette Spiel im Re-live: www.hsgkonstanz.de/livestream

 

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim 23:25 (14:12)

 

HSG Konstanz: Simon Tölke, Michael Haßferter (16 Paraden) (Tor); Michel Stotz, Fabian Schlaich (1), Áron Czakó, Matthias Hild (1), Tom Wolf (4/1), Fabian Wiederstein (1), Paul Kaletsch (6/3), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann (3), Fynn Beckmann, Joschua Braun (2), Tim Jud (1), Tim Keupp, Samuel Wendel (4).

Trainer: Daniel Eblen

 

Zuschauer: 1250 in der Schänzle-Sporthalle.

 

Schiedsrichter: Darnel Jansen und Lucas Hellbusch

 

Zeitstrafen: Konstanz 6 Min; Bietigheim 12 Min und Rote Karte für Max Emanuel

 

Siebenmeter: 4/7  –  1/1

 

 

 

 

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