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Fynn Beckmann nach knapper Niederlage: „Jeden Tag an die Schmerzgrenze gehen und wachsam sein“

Fynn-Beckmann-HSG-Konstanz-Bietigheim Zurück an alter Wirkungsstätte: Fynn Beckmann in Bietigheim.

Für Fynn Beckmann (24) war das Baden-Württemberg-Derby in Bietigheim eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Freuen konnte er sich aufgrund der 25:28-Niederlage jedoch nicht wirklich darüber. Doch der Linkshänder ist zuversichtlich für die nächsten Spiele der HSG Konstanz, wie er im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas verriet.

 

Fynn, wie groß ist die Enttäuschung angesichts des knappen Spiels?

Die erste Halbzeit war sehr, sehr gut. Ein fast fehlerfreies Spiel, in das wir sehr gut gestartet sind. Am Ende ist es bitter, dass wir Bietigheim durch eigene Fehler einladen. Dadurch ist die Enttäuschung sehr groß.

 

Wie war die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte?

Es war sehr schön, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Ein kleiner schöner Nebeneffekt für mich, der mich aber nicht weiterbringt. Dafür sitzt der Stachel, dass wir hier Punkte liegen lassen haben, viel zu tief.

 

Müsst Ihr aus der guten ersten Halbzeit nicht noch mehr herausholen? Und woher kam der plötzliche Bruch in der zweiten?

Wir müssen eigentlich mit einer Führung in die Pause gehen, da waren wir in den letzten fünf Minuten nicht richtig präsent. In der zweiten Hälfe haben sich kleine Fehler eingeschlichen. Hier müssen wir konzentrierter und wachsamer sein und es einfach weiter durchziehen.

 

Über 100 Fans haben euch dennoch minutenlang nach dem Spiel gefeiert. Wie habt Ihr das wahrgenommen?

Ich hatte in einer fremden Halle noch nie Gänsehaut aufgrund der mitgereisten Fans. Schon beim Einlaufen konnten wir dieses Gefühl richtig genießen, denn gefühlt waren sie lauter als der ganze Rest. Umso ärgerlicher ist es, dass wir uns nicht mit Punkten belohnt haben. Ein riesiges Dankeschön für diese Unterstützung an unsere Fans.

 

Kann man auf dieser Leistung für die nächsten Spiele aufbauen?

Ich habe es schon einmal gesagt: Das Lob bringt uns nichts und kommt uns auch zu den Ohren heraus. Dennoch gibt die Leistung über weite Strecken des Spiels Hoffnung. Wenn wir noch konsequenter werden und die Fehlerzahl verringern, nicht selbst verschuldet Bälle verlieren. Für die Crunchtime müssen wir jeden Tag im Training an die Schmerzgrenze gehen und wachsam sein. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir in den nächsten Spielen belohnt werden.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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