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Gefeierter Verlierer: Konstanz geschockt nach Pleite in Leutershausen

Gefeierter Verlierer: Konstanz geschockt nach Pleite in Leutershausen

2. Handball-Bundesliga:

SG Leutershausen – HSG Konstanz 32:20 (14:11)

 

Die Minuten nach dem Schlusspfiff eines wieder heiß umkämpften Duells zwischen der HSG Konstanz und der SG Leutershausen hatten schon eine paradoxe Szenerie zu bieten. Die mit 20:32 (11:14) deutlich geschlagenen Konstanzer wirkten völlig niedergeschlagen, ganz kurz allerdings nur, denn dann stand den HSG-Akteuren die Überraschung in die müden Gesichter geschrieben. Auf dem Spielfeld feierte erwartungsgemäß die SGL den heiß ersehnten Sieg gegen den Rivalen aus Südbaden überschwänglich, während auf der Tribüne Konstanzer Sprechhöre dominierten.

 

Es war ganz wie in der letzten Saison. Lautstark wurde die HSG Konstanz von ihren 80 mitgereisten Fans gefeiert und das Lied der Fischerin vom Bodensee intoniert. Minutenlang ging das so und die HSG-Fans wollten ihre geschlagenen Lieblinge, die sich erst schüchtern auf den Weg zur Fankurve gemacht hatten, gar nicht in die Kabine lassen. Dabei war dieses Mal bis auf die bemerkenswerte Unterstützung der Konstanzer Schlachtenbummler nichts wie in der letzten Saison. Statt eines Punktgewinns, der so gut wie sicher die Meisterschaft bedeutete, und eines packenden Spiels bis zur letzten Sekunde mussten die Konstanzer eine bittere Niederlage hinnehmen, die in ihrer Deutlichkeit auch HSG-Cheftrainer Daniel Eblen sichtlich geschockt zur Pressekonferenz schlendern ließen. Was sagen, nach einem Spiel, das knapp 39 Minuten einem Spiegelbild des letzten Aufeinandertreffens glich und dann den Gästen völlig entglitt? „Ich weiß es nicht“, hatte er sich auch nach Einnahme seines Platzes noch nicht ganz sortiert. „Heute haben wir alle die gleiche Meinung. Das war verdient. Es tut mir heute ganz besonders für unsere Fans sehr leid, dass wir es mental nicht hinbekommen haben. Wir waren in jeder Hinsicht unterlegen.“

 

In der ersten Halbzeit hatte es danach noch nicht ausgesehen. Es war wieder dieses irre Auf und Ab, das sich diese beiden Mannschaften schon zweimal zuvor geliefert hatten. Wieder ging es von der ersten Minute an hochintensiv und körperbetont richtig zur Sache. Erst konnten die Gäste dies für sich nutzen, gingen nach sechs Minuten durch Mathias Riedel mit 4:2 in Führung, bevor Leutershausen mit seiner sehr aggressiven 5:1-Deckung Riedel mit einer Manndeckung aus dem Spiel nehmen wollte. Danach kam der gefürchtete Rückraum der Kurpfälzer langsam auf Touren und drehte mit einem 6:0-Lauf die Partie: 8:4 (14.).

 

Erst Gregor Thomann brachte die HSG nach einer Auszeit von Daniel Eblen wieder auf 5:8 heran – der Auftakt in eine hitzige Schlussphase vor dem Halbzeitpfiff. In den letzten Zeigerumdrehungen vor dem Seitenwechsel haderten die Konstanzer gleich mehrfach mit den Unparteiischen. Beim Stand von 13:10 pfiffen sie Mathias Riedel zurück, als der Ball bereits im Netz zappelte, nur Freiwurf, beim Stand von 14:10 dieselbe Szene und auch als es 14:11 kurz vor der Pause stand ein drittes Mal statt Tor nur Freiwurf. Die HSG-Fans, die „vom Betreten der Halle, bis zum Verlassen für eine tolle Heimspielatmosphäre sorgten – grandios, ein überragendes Spektakel“, so Rechtsaußen Fabian Maier-Hasselmann, waren außer sich.

 

Konstanz ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und setzte die energische Aufholjagd umgehend fort. Lediglich fünf Minuten waren gespielt, da war alles wieder offen. Mathias Riedel glich zum 14:14 aus und ließ erneut auf eine dramatische Schlussphase hoffen. Als Tim Jud auf 15:16 verkürzte, platzte diese Hoffnung allerdings schnell. Unerklärlicherweise, SGL-Trainer Marc Nagel sprach „von Kleinigkeiten, die für uns nach dem 14:14 etwas Großes haben entstehen lassen“, wollte nun kaum mehr etwas im Spiel der Gäste funktionieren. „Damit haben wir nicht gerechnet“, fuhr er fort, „denn wir wissen, wie schnell es gegen Konstanz gehen kann. Wir genießen das. Unsere 5:1-Manndeckung auf Riedel, vor dem wir großen Respekt haben, ist voll aufgegangen.“

 

Zahlreiche Gegenstöße ließen den Vorsprung nun bis auf zwölf Tore anwachsen. Torwart Patrick Glatt, eingewechselt zwischen der elften und 44. Spielminute, ärgerte sich: „Das ist sehr schade. Wir wussten eigentlich, was auf uns zukommt, dass sie mit ihren zwei Rückraumschützen auf alles draufwerfen, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Es gibt Tage, da treffen sie und Tage da treffen sie nicht. Heute war leider Ersteres der Fall.“ Umso beeindruckter war er von der Reaktion der eigenen Fans, die auch bei dem hohen Rückstand nicht nachließen und die Halle fest in ihrer Hand hatten. „Das macht schon Spaß, wenn man trotz Niederlage mehr die eigenen Fans hört und ist schon ein schönes Gefühl, auch wenn man nach einer Zwölf-Tore-Niederlage nicht wirklich von schönem Gefühl sprechen kann. Sehr, sehr cool. Danke dafür.“ Groß ist deshalb die Vorfreude auf das Weihnachtsspiel am 26. Dezember um 17 Uhr in heimischer Schänzle-Hölle gegen Neuhausen vor vermutlich voller Halle. Dann sollen die Fans nach ihrer großartigen Unterstützung beschenkt werden, am liebsten mit zwei Punkten.

 

SG Leutershausen – HSG Konstanz 32:20 (14:11)

 

SG Leutershausen: Alexander Hübe, Moritz Mangold (Tor); Mark Wetzel, Stefan Salger (7), Christopher Räpple (3/2), Jonas Kupijai (1), Sascha Pfattheicher (6), Marlon Lierz, Niklas Ruß (7), Valentin Spohn (6), Alexander Kubitschek, Matthias Conrad, Marvin Karpstein, Marcel Möller (2).

Trainer: Marc Nagel

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (3), Gregor Thomann (6/5), Mathias Riedel (4), Simon Flockerzie, Matthias Stocker (3), Michael Oehler (1), Paul Kaletsch, Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler (2), Tim Jud (1), Chris Berchtenbreiter.

Trainer: Daniel Eblen

 

Zuschauer: 800.

 

Schiedsrichter: Heine/Standke

 

Fabian Maier-Hasselmann: „Haben es nicht geschafft...
Leutershausen gewinnt nach toller zweiter Halbzeit...

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