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Gegen Tabellenzweiten Coburg: „Spaß selbst in der Hand“

Paul-Kaletsch-HSG-Konstanz-Dormagen Paul Kaletsch und die HSG nehmen Anlauf auf Coburg - und die nächste Überraschung?

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – HSC 2000 Coburg

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Vor einem besonderen, oder um es mit den Worten von Konstantin Poltrum zu sagen, „speziellen Spiel“ steht die HSG Konstanz am Samstag, 20 Uhr, in der heimischen „Schänzle-Hölle“. Natürlich weil mit Coburg ein echtes Topteam, Ex-Erstligist und aktueller Tabellenzweiter, zu Gast sein wird. Ganz besonders groß ist aber die Freude auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen HSG-Schlussmann.

 

2018 war der nach drei Jahren am Bodensee nach Oberfranken gewechselt. Und könnte seinem neuen Club nun einige Tipps für die Vorbereitung mit an die Hand geben. Auf Konstanzer Seite hätte man so gerne die zweiwöchige Vorbereitung auf das Aufeinandertreffen zunächst zur Regeneration und dann intensiven, gezielten Vorbereitung genutzt. Doch einige Blessuren und Erkrankungen wirbelten den Plan ordentlich durcheinander. „Das ist alles ziemlich unglücklich gelaufen“, gibt sich Daniel Eblen etwas zerknirscht. Jetzt bleibt ihm nur zu hoffen, dass gegen den hochkarätigen Gegner am Samstag wieder alle bis auf Joschua Braun an Bord sein werden. Ob sie sich erfüllt, bleibt offen.

 

Jedenfalls stellen sich beide Seiten auf ein „heißes Spiel“ ein, so beide Trainer unabhängig voneinander. „In der Schänzle-Hölle herrscht immer eine fantastische Stimmung, das haben wir bei unseren bisherigen Auftritten teilweise ja schon zu spüren bekommen", erwartet Trainer Jan Gorr, ehemaliger Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. HSG-Coach Eblen geht von einem „emotionalen Spiel vor einem emotionalen Publikum“ aus. Dass damit in Verbindung mit unbedingtem Willen und Kampf viel möglich ist, zeigte der letzte Heimsieg gegen Dormagen (31:28). Genauso wie die Partien zuvor, denn bis auf zwei Ausnahmen war die HSG immer dran – fünfmal jedoch mit einem oder zwei Toren weniger als der Gegner ohne Lohn. So auch in den letzten Duellen in der 2. Bundesliga gegen Coburg. Jeweils mit drei Toren setzte sich der HSC 2017 und 2018 gegen Konstanz durch, im letzten Drittliga-Aufeinandertreffen jedoch gewann die HSG mit 19:18.

 

 

Eng geht es auch in der 2. Bundesliga zu. Ohne selbst gespielt zu haben, verließen die Konstanzer durch Emsdettens Niederlage am Samstag die Abstiegsränge. Hier wollen sie auch bleiben. Dass Punkte gegen Coburg nicht einzuplanen sind und sie für den Klassenverbleib einen langen Atem haben werden müssen, ist klar. Doch die Konkurrenz in Jan Gorr sagt, er schätze die Arbeit der HSG Konstanz „und meines Kollegen Daniel Eblen. Mir gefallen die Spielanlage und der Umgang mit den vorhandenen Möglichkeiten. Ich glaube schon, dass das Team genug Qualität für den Klassenerhalt hat.“ Qualität ist das Stichwort für seine eigene Mannschaft. Dafür stehen etwa der ehemalige tschechische Nationaltorwart Jan Kulhanek (38), Marcel Timm, der nach der Saison zum Erstligisten TBV Lemgo wechseln wird, Max Jaeger, der nach Erlangen gehen wird, den Schweden Pontus Zettermann (MVP der U18-EM 2012) und Tobias Varvne (zwei A-Länderspiele), der österreichische Nationalspieler Christoph Neuhold und der langjährigen Bundesligaspieler Andreas Schröder (Gummersbach, Erlangen). Und Florian Billek, der bereits für die A-Nationalmannschaft Deutschlands auflief und mit 78 Treffern aktuell bester Torjäger der 2. Bundesliga ist. Im letzten Jahr hatte Coburg als Tabellendritter die Rückkehr in die 1. Bundesliga nur knapp verpasst.

 

Eblen setzt daher gegen „Topspieler der 2. Bundesliga mit viel Erstligaerfahrung sowie einen guten Trainer“ auf höchste Konzentration bei seinen Schützlingen. Die Stärken Coburgs wurden genauestens analysiert. „Diese wollen wir sich nicht ins Unendliche entfalten lassen“, erklärt der 45-Jährige und fordert: „Sollte sich die Chance auf eine spannende Schlussphase allerdings für uns bieten, wollen wir sie auch wahrnehmen.“ Insofern freut er sich über die „konzentrierte Anspannung“ die er im Training wahrgenommen hat. Es herrscht große Vorfreude, auf ein Wiedersehen, das Freude bereiten soll. „Ob es dann Spaß macht, haben wir selbst in der Hand“, merkt der HSG-Coach an und lächelt.

 

Das Spiel wird im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

Rund um das Heimspiel

 

Tickets schon ab 12 Euro sind online unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich. Mit dem PDF auf dem Smartphone oder dem Print@Home-Ticket können lange Warteschlagen an der Abendkasse einfach umgangen werden.

 

Neben den nur bei früher Anreise freien Parklätzen an der Halle dient der nur wenige Minuten entferne Großparkplatz am Bodenseeforum als Ausweichplatz.

 

Nach der Partie wird auf dem Spielfeld die Pressekonferenz mit beiden Trainern stattfinden.

 

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