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„Haben alle starkes Selbstvertrauen“: HSG nach Heimniederlage trotzig

„Haben alle starkes Selbstvertrauen“: HSG nach Heimniederlage trotzig

Kapitän Fabian Schlaich nach dem Spiel gegen Saarlouis: „Wir haben alle ein so gutes Selbstvertrauen, dass diese Niederlage schnell verarbeitet ist.“

 

Auch nach acht Zweitliga-Spieltagen und einem Dämpfer gegen die HG Saarlouis: die Aufstiegseuphorie in Konstanz ist ungebrochen. 7:9 Punkte und Rang zwölf sorgen für große Begeisterung bei den vielen Fans – und ein wenig Erleichterung bei den Verantwortlichen. „Es ist toll, wie alle das neue Niveau angenommen haben“, lobte HSG-Präsident Otto Eblen. „Wir haben darauf vertraut, aber wie schnell dies geschehen ist, macht schon ein wenig stolz.“ Am Samstag gab es nun den ersten Rückschlag in eigener Halle, als Saarlouis beim 30:23-Sieg souverän beide Punkte vor mehr als 1250 Konstanzer Fans entführen konnte. Kapitän Fabian Schlaich unbeeindruckt: „Wenn wir nicht unser Optimum abrufen, wird es schwer in dieser Liga. Wir haben aber alle ein so gutes Selbstvertrauen, dass diese Niederlage schnell verarbeitet ist.“

 

Mannschaftliche Geschlossenheit und ein schwer ausrechenbares Kollektiv zeichnen den südlichsten Bundesliga-Klub dabei bislang trotz schwierigen Auftaktprogramms aus. Die jungen Wilden aus der größten Stadt am Bodensee – mit einem Altersdurchschnitt von etwas mehr als 23 Jahren eines der jüngsten Teams der Liga – lassen sich im Hexenkessel „Schänzle-Hölle“ von ihrem enthusiastischen Publikum tragen, auswärts weißt das Team des 42-jährigen A-Lizenzinhabers Daniel Eblen mit 5:3 Punkten gar die fünftbeste Bilanz der Liga auf. Im Schnitt 1150 Fans peitschten die HSG bei den ersten vier Heimspielen nach vorne – der beste Wert eines Aufsteigers, der Konstanz in der Zuschauerwertung direkt in die Top-Ten der Liga katapultiert. Nicht nur deshalb ist das Interesse der Sponsoren und regionalen Medien hoch. „Die Art und Weise der Unterstützung bestehender und neuer Sponsoren habe ich so nicht erwartet“, zeigt sich der Präsident selbst ein wenig überrascht. „Selbst nach Saisonstart kommen immer noch stetig weitere hinzu.“

 

Sein Sohn Daniel Eblen freut sich in seiner 14. Spielzeit als Cheftrainer in Konstanz über den großen Rückhalt der Region und die rasante Entwicklung der Mannschaft. „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können“, sagt der Diplom-Kaufmann, bremst aber zugleich: „Nur dazu muss immer jeder an seine Grenze gehen und sein Optimum abrufen.“ Bislang ist seinem talentierten Team dies bis auf zwei Ausrutscher gut gelungen, sodass selbst bei den beiden knappen Niederlagen gegen die beiden Tabellenersten Bietigheim und Lübbecke die Überraschung lange in der Luft lag. Gegen Saarlouis hingegen war Konstanz chancenlos. Der Gegner wartete mit einer Topleistung auf, aber die HSG wirkte auch mit reihenweise ausgelassenen Großchancen sowie vielen technischen Fehlern völlig neben sich – und konnte eben nicht die von Eblen angesprochene Topleistung abrufen. „Nach den guten letzten Spielen hatten wir heute einen kleinen Durchhänger, dem man nicht zu viel Bedeutung beimessen darf“, meint Kreisläufer Chris Berchtenbreiter. „Wir müssen das abhaken, in Wilhelmshaven wieder bei null anfangen und Vollgas geben.“

 

Wie schon in der 3. Liga ist die Abwehr ein wesentlicher Grund für den, so die Konstanzer Verantwortlichen, „dennoch gelungenen Saisonstart“. Dahinter wartet mit dem 22-jährigen Ex-Jugend- und Junioren-Nationaltorwart Konstantin Poltrum einer der jüngsten ersten Torhüter der Liga. Bis vor dem Saarlouis-Spiel gingen bei einer Abwehrquote von über 33 Prozent bereits 76 Paraden auf sein Konto, Rang drei hinter den Altmeistern Brustmann und Buhrmester. „Ich bin stolz auf das Vertrauen, das mir als so junger Torhüter geschenkt wird“, sagt der Biologie- und Mathematikstudent. Gegen die Saarländer bekam er jedoch – durch eine nie zu ihrer gewohnten Stärke findenden Deckung – lediglich zwei Bälle zu fassen und räumte seinen Platz im HSG-Tor erstmals schon in Halbzeit eins. Routinier Patrick Glatt, mit 31 Jahren der Oldie im Team, sprang ein und meinte hinterher: „Es gibt leider solche Spiele, wo es einfach nicht laufen will. Gerade einem so jungen Team und Schlussmann darf und wird das passieren, das gehört einfach zum Lernprozess dazu. Den einzigen Vorwurf, den man uns machen kann, ist der, dass wir genau wussten was auf uns zukommt und trotzdem sind wir wie der Ochs vor dem Berg gestanden.“

 

Bis Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann (20, Knieverletzung) wohl zur Rückrunde wieder zurückkommt, wird er die HSG Konstanz weiter unterstützen, danach möchte der stellvertretende Leiter des Konstanzer Sportamtes seine Karriere als Spieler endgültig beenden. Zuvor zeigt sich Glatt kämpferisch: „Wir sind alle mental so stark, dass dieses Spiel ganz schnell keine Rolle mehr spielen wird.“ Die nächste Aufgabe stellt seine Mannschaft erneut vor eine 830 Kilometer lange Auswärtsfahrt an die Nordsee nach Wilhelmshaven. Sebastian Bösing blickt nach seinem Comeback zuversichtlich voraus: „Wir hatten richtig Pech in einigen Situationen und Saarlouis hat das clever gespielt. Dennoch war der Saisonstart überragend. Wir können dieses Spiel daher schnell abhaken, werden hart trainieren und in Wilhelmshaven wieder versuchen etwas zu holen.“ Die jungen Wilden wollen unbeirrt weiter mit dem „Konstanzer Weg“ für Furore sorgen. Das Ziel ist klar formuliert: Klassenerhalt. Konstanz würde so seine zweite große Handball-Party innerhalb eines Jahres nach einer riesigen Aufstiegsfeier erleben.

 

Videointerview mit Kapitän Fabian Schlaich:

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