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„Haben viel gelernt“: HSG muss Überlegenheit des TV Emsdetten akzeptieren

„Haben viel gelernt“: HSG muss Überlegenheit des TV Emsdetten akzeptieren

Trotz Rückstand, der Zusammenhalt stimmt: Jedes Tor der HSG wurde von der Konstanzer Bank bejubelt.

 

2. Handball-Bundesliga:

TV Emsdetten – HSG Konstanz 33:23 (17:11)

 

In den letzten zehn Minuten Schwand sie langsam, die Hoffnung bei HSG-Cheftrainer Daniel Eblen. Der zweite Auswärtscoup in Folge war da bereits in weite Ferne gerückt. Sechs Tore betrug der Vorsprung des TV Emsdetten, ehe der erwachte Zweitliga-Riese die letzten Zeigerumdrehungen gar noch zu zwei Kempa-Tricks und dem 33:23 (17:11)-Heimsieg nutzen konnte.

 

Für den HSG-Coach kein Beinbruch: „Dass es in der zweiten Liga mal so kommt, dass der Gegner einfach besser ist und uns auch mal die Hose heruntergezogen wird, war zu erwarten. Ärgerlich ist nur, dass wir uns das Leben mit etwas zu wenig Geduld selbst schwer gemacht haben und einige besprochene Dinge leider nicht umsetzen konnten. Das können wir sicher besser.“ Dazu kam, dass die Münsterländer sich im Vergleich zu den überraschend fehlerbehafteten Auftritten in den ersten Spielen wesentlich verbessert zeigten und mit einer starken Leistung den erhofften Umschwung einleiten konnten. Mit spürbarer Erleichterung wurde der erste doppelte Punktgewinn ausgiebig gefeiert.

 

Erstmals in dieser Saison setzte TVE-Übungsleiter Daniel Kubes dabei über die volle Spielzeit auf eine 3:2:1-Abwehr, mit der die HSG Konstanz nie richtig zurechtkam. Nur einmal, beim 1:0 durch Fabian Schlaich ging die HSG in Front, ansonsten marschierte der TV Emsdetten vorneweg. Weh taten den Gästen dabei vier schlimme Minuten im ersten Abschnitt. 8:7 leuchtete es da von der Anzeigetafel, TVE-Akteur Georg Pöhle wurde für zwei Minuten vom Feld geschickt und Konstanz wurde ein Strafwurf zugesprochen. Doch der eingewechselte Konstantin Madert parierte, Emsdetten traf in Unterzahl, Konstanz hingegen gelang mit einem Spieler mehr kein Treffer und fing sich wenig später selbst eine Zeitstrafe ein. 11:7 (20.) durch einen Wurf in das für einen zusätzlichen Feldspieler leergeräumte HSG-Tor statt des Ausgleichs. Und Madert blieb zwischen den Pfosten und vernagelte sein Tor. Sagenhafte 48 Prozent abgewehrter Würfe standen schließlich nach Schlusspfiff in seinen Statistiken.

 

Allerdings spielte ihm der jugendliche Übermut der Konstanzer in die Karten. Eblen bemängelte vor allem die fehlende Geduld, da seine Spieler den Rückstand immer wieder zu schnell aufholen wollten. „Wir haben heute gesehen, dass wir uns mehr Zeit lassen müssen. Zudem sind das Erfahrungen mit dem ganzen Drumherum, die man erst einmal machen muss. Wir haben hier sicher viel gelernt.“ Damit war die zehnstündige Busfahrt am Freitag gemeint, die Hotelübernachtung und die nur sehr früh eingeräumte Trainingsmöglichkeit am Samstagmorgen in der Emshalle.

 

Emsdetten war an diesem Tag aber auch schlicht in allen Belangen überlegen. Eblen gratulierte seinem Pendant Kubes, zusätzlich tschechischer Nationaltrainer, zu „einem tollen Spiel, mit sehr hoher Intensität und Präzision.“ Diese fehlte im Spiel der HSG zu oft. Es gelang nicht, die Defensive des Ex-Erstligisten in Bewegung zu bringen, stattdessen wurde zu schnell der Abschluss gesucht – oft sichere Beute von Konstantin Madert. Daraus resultierende Tempogegenstöße erschwerten es den Gästen weiter. „Die haben schon weh getan, weil wir das Positionsspiel eigentlich ganz gut verteidigt haben“, erklärte Eblen.

 

Lichtblicke waren gute Phasen, in denen sein Team mehr Geduld aufbrachte und dafür prompt belohnt wurde. Etwa, als der A-Lizenzinhaber in der Halbzeit von der 6:0- auf eine 5:1-Formation in der Abwehr umstellte. Tim Jud als vorgezogener Spieler angelte sich direkt den ersten Angriff der Gastgeber und vollendete per Tempogegenstoß, kurz darauf konnte Mathias Riedel zum 13:17 verkürzen. Patrick Glatt, ebenfalls neu im HSG-Gehäuse und am Ende mit beachtlichen 36 Prozent gehaltener Würfe, fügte sich zudem gleich mit ein paar Paraden ein – noch schien die Wende möglich. Bis zur 42. Minute. Tim Jud musste das Spielfeld verlassen, weil er einen Gegenstoß regelwidrig unterbunden hatte. Beim Stand von 22:16 war dies zugleich so etwas wie die Vorentscheidung, obwohl Konstanz sich nicht aufgab.

 

Chris Berchtenbreiter tankte sich in Unterzahl nun zweimal sehenswert durch und ließ ein letztes Mal ein wenig Hoffnung im Konstanzer Lager aufkommen: 22:18 (44.). Die letzte Viertstunde dominierte aber wieder der Gastgeber. Zwar musste auch Jasper Adams nach direkter Roter Karte nach 53 Minuten vorzeitig unter die Dusche, aber seine Mitspieler zelebrierten auch so das erhoffte erste Erfolgserlebnis. Mit zwei Kempa-Tricks wurde die große Feier nach 33:23-Sieg eingeläutet.

 

Die junge Mannschaft der HSG Konstanz zeigte indessen trotz der absehbaren Niederlage ihren bemerkenswerten Teamgeist. Jedes Tor wurde von der Bank gefeiert – auch in den Schlussminuten. Felix Krüger und – zum ersten Mal in der 2. Bundesliga – auch Alexander Lauber konnten sich noch in die Torschützenliste eintragen, ehe die lange Heimreise angetreten werden musste. Bis 5 Uhr am Sonntagmorgen bestand viel Zeit zum Nachdenken. Am kommenden Sonntag in Ferndorf wird die HSG bereits wieder um einige Erfahrungen reicher zu Gast sein – aber mit dem gleichen Ziel. Die Hosen sollen diesmal angezogen bleiben, stattdessen möchte man sich an der des Gegners festbeißen.

 

TV Emsdetten – HSG Konstanz 33:23 (17:11)

 

TV Emsdetten: Konstantin Madert, Endre Komendant (Tor); Merten Krings (2), Yannick Terhaer (2), Tilman Pröhl (1), Malte Schröder (2), Yannick Dräger (2), Sven Wesseling, Jasper Adams (5), Oddur Gretarsson (10), Artjon Antonewitch (4), Georg Pöhle (5/1).

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (4), Gregor Thomann (8/3), Mathias Riedel (3), Simon Flockerzie, Matthias Stocker, Michael Oehler, Paul Kaletsch (2/2), Felix Krüger (1), Alexander Lauber (1), Felix Gäßler, Tim Jud (1), Chris Berchtenbreiter (3).

 

Zuschauer: 985.

 

Die Videozusammenfassung:

 

Zweite Spielzusammenfassung:

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