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Belohnung für großen Kampf bleibt aus: K.o. drei Sekunden vor Schluss

David-Knezevic-HSG-Konstanz-Hamm-2 David Knezevic: Wie alle alles versucht - aber ohne Lohn.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – ASV Hamm 27:28 (15:14)

 

Trotz eines aufopferungsvollen Kampfes mit dezimiertem Kader schnupperte die HSG Konstanz bis zur letzten Sekunde am Sieg oder zumindest einem hochverdienten Punkt. Doch drei Sekunden vor Schluss traf der überragende Jo Gerrit Genz mit seinem zehnten Treffer für den ASV Hamm zum glücklichen 28:27 (14:15)-Sieg und erneut ins Mark der Gelb-Blauen. Am Samstag geht es für die HSG im noch nicht verlorenen Kampf um den Klassenerhalt in Gummersbach weiter.

 

Minutenlag wurde die HSG Konstanz nach dem Schlusspfiff von den 250 zugelassenen Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert. Nicht für den so wichtigen Punktgewinn gegen Hamm. Für eine tolle, kämpferisch herausragende Vorstellung gegen den Favoriten aus Westfalen, die aber nicht belohnt wurde. Die Optionen waren dabei schon vor dem Anpfiff nochmals weiter geschrumpft. Peter Schramm und Tom Wolf waren ebenso wie Fabian Maier-Hasselmann nicht einsetzbar, Tim Bornhauser und Felix Jaeger bissen schwer angeschlagen auf die Zähne. Und dennoch präsentierte sich die HSG von Beginn an bissig und griffig. In den ersten acht Minuten legten die Gastgeber stets vor und drückten mächtig aufs Tempo. Hamm stand dem in nichts nach und war trotz gesicherten Klassenerhaltes hochmotiviert und kämpferisch ebenfalls auf einem ganz starken Niveau.

 

So entwickelte sich ein packender Schlagabtausch mit hohem Tempo von beiden Seiten. „Das war ein richtig gutes Spiel“, sagte Daniel Eblen – mit ins Gesicht geschriebener Enttäuschung. Die Abwehrleistung machte Mut und der eingewechselte Michael Haßferter war mit elf Paraden ein starker Rückhalt. Eblen: „Wir haben es in der Deckung geschafft, uns gegenseitig extrem zu helfen und waren sehr kompakt. Dazu hatte Michi gute Szenen im Tor.“ So biss sich die HSG in die Partie und kämpfte sich immer wieder zurück. Als Hamm mit 9:6 davongezogen war. Michel Stotz traf stattdessen zum 10:10 nach 20 Minuten, weniger später gar zur 12:11-Führung, die zur Pause schließlich zwei Tore betragen hätte können. Nur dem ebenfalls angeschlagen ins Spiel gegangenen Michael Haßferter war es mit einer super Parade eines freien Gegenstoßes nach einem überhasteten Abschluss seiner Vorderleute zu verdanken, dass die HSG mit einem 15:14 in die Kabine ging.

 

Nach der Pause spitzte sich der Krimi, den sich zwei zu keiner Zeit zurücksteckende Teams lieferten, immer weiter zu. Hamm ging dabei erneut in Führung, nach knapp 41 Zeigerumdrehungen gar mit drei Toren. Trotz der hohen Temperaturen und enormen Kräfteverschleißes mit kleinem Kader ließ die HSG nicht locker. Joschua Braun und Felix Jaeger drehten die Partie sogar: 23:22 (49.). Fynn Beckmann traf kurz darauf zum 25:24 und die Überraschung schien sich langsam anzubahnen, der erhoffte Befreiungsschlag nach vielen unglücklichen Begegnungen zuvor. Patrick Volz nervenstark vom Punkt und Markus Dangers vom Kreis konterten anschließend die erneute Gästeführung in einem wahnsinnigen Wechselbad der Gefühle. Nach einem Wechselfehler des ASV und zunächst doppelter, bis zum Schluss immerhin noch einfacher Unterzahl der Westfalen, schien der Sieg oder zumindest der Punkt förmlich greifbar. Erst recht, als Hamm gefühlt minutenlang im Angriff verblieb, selbst als schon sechs Pässe gespielt waren. Mehrmals suchte Merten Krings mit allem, was er hat, geschickt den Weg in den Block, ließ sich festmachen und nahm viel Zeit von der nicht gestoppten Uhr. Als schließlich Jo Gerrit Genz im dritten Anlauf des ASV Hamm bei angedrohtem passivem Spiel drei Sekunden vor Schluss hochstieg und zum 28:27 vollendete, war die Enttäuschung riesengroß. David Knezevic gelang nach der direkt erfolgten Auszeit zuvor zwar noch ein Wurf per Aufsetzer auf das Tor von Jan Wesemann, der parierte jedoch und wurde von seinen Mitspielern lautstark gefeiert.

 

„Das war nicht glücklich, wir waren am Ende nicht glücklich“, erklärte der HSG-Coach. „Man fühlt sich in solchen Momenten einfach leer.“ Es blieb ihm nichts anderes übrig als seine Schützlinge für das schnelle Spiel nach vorne gegen einen guten Gegner und dafür zu loben, das „jeder mit den Mitteln, die wir heute hatten, alles reingelegt hat, was da war. Danke an die Fans, dass das honoriert wurde. Das war toll zu sehen nach dem Spiel. Das tut den Jungs gut. Dieser Rückhalt hat uns in dieser Saison mit den Geisterspielen bislang gefehlt.“ Noch hat die HSG immer noch ein Spiel weniger bestritten als die Konkurrenz aus Emsdetten und Wilhelmshaven, die Nachholpartie am Dienstag in Großwallstatt. Zuvor geht es am Samstag nach Gummersbach, ehe am 26. Juni daheim mit Unterstützung von den Rängen gegen Rimpar das große Finale steigt.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Michael Haßferter (11 Paraden) (beide Tor); Michel Stotz (3), Fabian Schlaich (3), Aron Czako (1), Joel Mauch, Felix Jaeger (1), Matthias Hild, Markus Dangers (3), Felix Krüger, Fynn Beckmann (4), Joschua Braun (5), Tim Bornhauser, Samuel Wendel, Patrick Volz (5/5), David Knežević (2).

Trainer: Daniel Eblen

 

ASV Hamm: Storbeck (9 Paraden), Wesemann (1 Parade) (beide Tor); Genz (10), Huesmann (4/3), Brosch (4), Fuchs, Spiekermann, Rubino Fernandez (1), Schwabe (2), Krings (4), Schöße (1), Franke (1), von Boenigk (1).

Trainer: Michael Lerscht

 

Zuschauer: 250 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz (ausverkauft, maximal zugelassene Anzahl)

Schiedsrichter: Tobias Schmack und Philipp Dinges

Zeitstrafen: Konstanz 10 Min. (Braun und Dangers je 4 Min., Schlaich 2 Min.) / Hamm 12 Min. (Genz 4 Min., Fuchs, Rubino-Fernandez, Schwabe, von Boenigk je 2 Min.)

Siebenmeter: Konstanz 5/5 – Hamm 3/3

 

Auf der „letzten Rille“ nach Gummersbach
„Mannschaft, die unglaublich kämpft und nie aufste...

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