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Heilbronn löscht Konstanzer Hoffnungsfunken frühzeitig

Heilbronn löscht Konstanzer Hoffnungsfunken frühzeitig

Konzentrierte Anspannung vor einer kampfbetonten Partie bei beiden Mannschaften.

 

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – TSB Heilbronn-Horkheim 27:31 (13:13)

Heilbronn überzeugt mit starker Deckung und überragendem Torhüter.

HSG Konstanz kämpft, aber agiert unglücklich.

 

Mit einer guten Deckung und einem hervorragenden Torhüter Sven Grathwohl hat der TSB Heilbronn-Horkeim die „Schänzle-Hölle“ erobert. Nach ausgeglichener erster Halbzeit durfte Heilbronn durch eine starke Vorstellung in der zweiten Hälfte mit dem 31:27 (13:13)-Erfolg vor 700 Zuschauern den zweiten Saisonsieg feiern, während Konstanz nach drei Siegen die zweite Saisonniederlage hinnehmen musste.

 

Es gibt sie, diese Tage im Leben eines Handballers, an denen alles zusammen kommt. An denen man sich nach Kräften müht und kämpft, sich gegen alle Widerstände wehrt – aber am Ende ist alles vergeblich. Oder es gibt die Tage, da funktioniert fast alles, läuft fast alles nach den eigenen Wünschen. Wenn dann beides zusammenkommt, ist das Ende vorhersehbar. Im Aufeinandertreffen des bisherigen Tabellendritten mit dem bisherigen Tabellenvierzehnten waren die Rollen an diesem Tag klar verteilt.

 

HSG-Kapitän Fabian Schlaich war mit sechs Treffern einmal mehr bester Konstanzer Torschütze, hier im Duell mit Sven GrathwohlHier die Horkheimer, die nach einem misslungenen Saisonstart mit einer kompromisslosen und aggressiven Deckungsarbeit aufwarteten, sich auf einen überragenden Sven Grathwohl im Tor verlassen konnten und im Angriff mit hohem Tempo und sehr variabel agierten. Dort die HSG Konstanz, die nach einem guten Beginn zwar nach acht Minuten mit 5:2 in Front lag, aber nach der 6:3-Führung (13.) eher glücklos agierte. Ein sichtlich geknickter Mannschafskapitän Fabian Schlaich fasste zusammen: „Keine gute Deckung, dazu vergebene Chancen und zu viele technische Fehler: so macht man sich das Leben selbst schwer. Wenn du dann in Rückstand auch noch freie Chancen auslässt, wird es hinten raus eben eng und du gewinnst das Spiel gegen ein solches Team wie Heilbronn nicht.“

 

Im Gegensatz zu den ersten Minuten, in denen der Vorsprung der HSG sogar noch größer hätte werden können, wenn nicht schon jetzt Sven Grathwohl sein ganzes Können aufgeboten hätte, offenbarten sich nun in der Konstanzer Deckung ungewohnte Lücken und Abstimmungsprobleme. Meist einen Schritt zu spät, konnte die Konstanzer Deckung ihre Torhüter nicht in das Spiel bringen.

 

Bis zur Pause konnte Konstanz trotzdem immer noch ein Tor vorlegen und die Schwaben zogen gleich – bis zum 13:13-Pausenstand. Nach der Halbzeit begann das Unheil für Konstanz seinen Lauf zu nehmen. Konstanz rackerte und kämpfte und musste gegen die massive Deckung des TSB hart für Torerfolge kämpfen, während Heilbronn die Räume in der Konstanzer Defensive konsequent für schnelle Tore ausnutzte und versuchte, den Positionsangriff gegen die 6:0-Deckung der HSG zu umgehen. Die logische Folge: Von Beginn an lief Konstanz einem Rückstand hinterher.

 

Der Druck für die Gastgeber wurde infolgedessen immer größer, das Selbstbewusstsein der überraschend schlecht in die Saison gestarteten Gästeakteure immer größer. Es lief bei den Gästen. „Man muss anerkennen, dass der Gegner mit Torhüter Grathwohl den besten Mann auf dem Platz hatte und einfach besser gespielt hat“, so HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, „mit mehr Tempo, Durchschlagskraft und vor allem Effizienz.“ Fast jeder Wurf war nun ein Treffer, doch Daniel Eblen sah seine beiden Torleute ohne Schuld, da die Unterstützung aus der Abwehr fehlte und die Würfe zumeist hart und präzise genau im Winkel einschlugen.

 

Immerhin blieb seine Mannschaft auf Tuchfühlung (18:19, 38.). Dann hatte Konstanz mit sich und seiner unglücklichen Rolle an diesem Tag zu kämpfen. Fabian Schlaich scheiterte am Pfosten, Paul Kaletsch ebenso an der Latte wie Alexander Lauber – und immer wieder stellte sich Sven Grathwohl erfolgreich in den Weg der Konstanzer Angreifer. Auf 22:18 (40.) war Horkheim so nun schon enteilt, als Alexander Lauber die „Schänzle-Hölle“ noch einmal kochen und seine Farben hoffen ließ: nur noch 21:23 und noch etwas mehr als 15 Minuten zu spielen. Nach dem 22:25 (50.) löschte Heilbronn den Konstanzer Hoffnungsfunken allerdings schnell wieder und hatte mit dem 29:23 (56.) für die Vorentscheidung gesorgt. Der 26:30-Anschluss (58.) kam da schon viel zu spät, war aber ein Beleg für den hohen kämpferischen Einsatz, den die HSG trotz der Umstände an den Tag legte.

 

Für den Schweizer U21-Nationalspieler Tim Jud ein wichtiges Zeichen: „Ich habe bis kurz vor Schluss die Hoffnung nicht aufgegeben. Es war wichtig, bis zum Schluss dranzubleiben, das gibt dir trotz allem ein besseres Gefühl und zudem sind wir unseren Fans das schuldig. Uns hat zum endgültigen Anschluss das Glück, dass es läuft und damit der Flow gefehlt. Und wenn du dir das Leben durch viele Fehler selbst schwer machst, dazu das ganze Kollektiv nicht sein 100-prozentiges Leistungsvermögen abrufen kann, dannDer Schweizer U21-Nationalspieler Tim Jud im Griff der TSB-Deckung merkst du das in dieser Liga sofort.“

 

Vor einem Jahr war es die HSG, die nach völlig missratenem Saisonstart mit 1:7 Punkten auf dem vorletzten Platz stand und mit einem 22:20-Erfolg gegen Heilbronn den Knoten zum Platzen gebracht hatte, nun revanchierte sich der TSB und sorgte nach 2:6 Punkten an selber Stelle für den erhofften Befreiungsschlag. Mit dieser Leistung wird Heilbronn sicher bald wieder dort ankommen, wo es von vielen erwartet wird: in der Spitzengruppe der 3. Liga. „Zu viele verlorene Zweikämpfe in der Abwehr haben zu vielen relativ einfachen Gegentoren geführt, während wir uns vorne abmühen mussten und dann auch noch einige Großchancen haben liegen lassen“, erklärte Daniel Eblen, sah aber vor allem den guten Auftritt des Gegners als entscheidend an. „Horkheim war auf jeder Position besser und hat uns mit einer starken zweiten Halbzeit den Zahn gezogen.“ Am Samstag um 19.30 Uhr in Balingen sollen nach dem Wunsch von Fabian Schlaich die Rollen wieder umgekehrt verteilt sein: „Wir müssen aus dieser Partie wieder dazulernen. So darf das nicht passieren, das weiß jeder. Wir werden hart daran arbeiten, dass wir in Balingen wieder geschlossen und eng stehen und zusammen mit unseren Torhütern dann auch vorne wieder überzeugen.“

 

HSG Konstanz – TSB Heilbronn-Horkheim 27:31 (13:13)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich (6), Manuel Both, Mathias Riedel (4), Kai Mittendorf (1), Simon Flockerzie (2), Matthias Stocker (3), Michael Oehler (2), Paul Kaletsch (5/4), Alexander Lauber (3), Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud (1).

Zuschauer: 700.

 

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