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Vierter Heimsieg in Folge: HSG Konstanz stürzt in Hexenkessel auch Tabellendritten Rimpar

Vierter Heimsieg in Folge: HSG Konstanz stürzt in Hexenkessel auch Tabellendritten Rimpar

Riesengroß war der Jubel nach einem weiteren magischen Abend und einer erneuten Sensation gegen ein Zweitliga-Topteam bei der HSG Konstanz.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – DJK Rimpar 29:28 (14:18)

 

Der Wahnsinn hat einen Namen: HSG Konstanz! Nachdem die HSG bereits zahlreiche Spitzenteams bezwingen konnte, musste sich auch der bisherige Tabellendritte DJK Rimpar im Hexenkessel Schänzle-Hölle mit 28:29 geschlagen geben, trotz 18:14-Führung nach der ersten Halbzeit. Konstanz feierte zusammen mit mehr als 1200 frenetischen Fans im Rücken somit die Punkte 29 und 30 und hat nun als Tabellenzwölfter wieder vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

 

Es lief die 46. Spielminute, als Tim Jud den nicht mehr für möglich gehaltenen 22:22-Ausgleich markierte – und die Tribüne der Schänzle-Hölle wackelte. In einer unglaublichen Atmosphäre hielt es nun keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. 1200 HSG-Fans außer Rand und Band und die Spieler der HSG Konstanz wie im Rausch. Eine eher schwache Abwehrleistung in der ersten Halbzeit mit schon 18 Gegentoren – „viel zu viel“ wie HSG-Cheftrainer Daniel Eblen kritisierte –, dazu ein abgeklärt, ruhig und clever spielender Gegner, immerhin der bisherige Tabellendritte, der unbedingt in die 1. Bundesliga möchte. Es war in diesem Moment alles vergessen.

 

Vergessen die vielen leichten Tore für den Gegner, weil die Gastgeber dem bärenstarken Rückraum der Unterfranken mit Steffen Kaufmann und Ex-Nationalspieler Benjamin Herth zu viele Räume ließen und Torhüter Konstantin Poltrum damit nicht in das Spiel kam, obwohl er gleich in den ersten Minuten zwei freie Würfe entschärfen konnte. „Es war unglaublich emotional“, so Paul Kaletsch zur gelb-blauen Wand auf der Tribüne und dem unbedingten Willen auf dem Spielfeld bei jedem einzelnen Akteur. „Das hat verdammt viel Spaß gemacht, gerade, weil es so intensiv war.“ Trotzdem dominierte zunächst nur der qualitativ gut besetzte Gast, der die 3:2-Führung der Hausherren schnell konterte und bald stets mit zwei bis vier Toren vorne lag.

 

Einer, der nach dem Seitenwechsel mit deutlich veränderter Körpersprache und fester Entschlossenheit aus der Kabine kam war Mathias Riedel, der seine Mitspieler mitriss. „Wir haben uns vorgenommen, in der zweiten Hälfte nur noch maximal zehn Treffer zulassen“, meinte der Führungsspieler zur Pausenansprache. „Wenn man das Ergebnis sieht, haben wir genau unser Ziel umgesetzt. Wir müssen über eine gute Deckung kommen – und das haben wir geschafft.“ Davon profitierte auch der für die zweiten 30 Minuten eingewechselte Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann. Von außen, vom Kreis, aus dem Rückraum – im Zusammenspiel mit der aggressiven Konstanzer Deckung lief der 21-Jährige nun richtig heiß und kam am Ende auf elf Paraden und eine sagenhafte Quote gehaltener Würfe: 52 Prozent!

 

„Mein lieber Mann, zur zweiten Halbzeit zu kommen und dann direkt so gut einzufinden“, konnte Hanemann sein Glück kaum fassen und erklärte mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Das war sehr geil. Toll, dass es aufgegangen ist, was wir uns in der Halbzeit für die Abwehr überlegt haben. Ich bin sehr glücklich, dass es heute so gut gelaufen ist.“ Gut lief es jedoch nach dem Paukenschlag der HSG zum Ausgleich nur für Rimpar, die erneut mit zwei Toren wegziehen konnten (22:24/47.). Als Patrick Schmidt Stefan Hanemann einen Siebenmeter mitten in das Gesicht warf und dafür die Rote Karte sah (52.), kippte die Partie allerdings endgültig. Paul Kaletsch war es, der mit einem Doppelschlag nicht nur den Ausgleich, sondern unter ohrenbetäubendem Lärm auch den umjubelten 25:24-Führungstreffer markierte. Ein weiterer wichtiger Schachzug von Daniel Eblen: Er setzte mit Simon Flockerzie und Sebastian Bösing komplett auf zwei starke Kreisläufer. Ein weiterer Mosaikstein für den bis hierhin immer noch nicht gesicherten, wichtigen Erfolg.

 

Als Gregor Thomann knapp drei Minuten vor dem Ende auf 28:26 erhöhte, schien die Sensation gegen ein weiteres Spitzenteam langsam Gestalt anzunehmen. Aber Rimpar kämpfte – und wurde mit dem erneuten 28:28-Ausgleich belohnt (58.). Wieder Paul Kaletsch hatte schließlich eine Minute vor Schluss dem ganzen Druck standzuhalten – Siebenmeter, Wurf, Tor, 29:28. Ekstase in der seit Minuten komplett erhobenen und im Ausnahmezustand befindlichen Schänzle-Hölle. Noch einmal musste Konstanz zittern, aber Rimpar kam erst Sekunden vor der Schlusssirene in Ballbesitz und zu keinem Abschluss mehr.

 

„Endlich haben wir unsere Halle wieder zu einer richtigen Festung gemacht“, freute sich Paul Kaletsch über den neunten Heimsieg und den vierten in Folge. „Wir konnten am Ende noch Tempo gehen und eine wahnsinnige Deckung hinstellen. Dazu war unsere Chancenverwertung besser als die von Rimpar.“ Mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel bereits am Freitag in Essen forderte der Leistungsträger: „So müssen wir jetzt auch auswärts wieder auftreten, dann haben wir gute Chancen.“

 

HSG Konstanz – DJK Rimpar 29:28 (14:18)

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum (8 Paraden), Stefan Hanemann (11 Paraden) (Tor); Fabain Schlaich (2), Gregor Thomann (4/2), Mathias Riedel (5), Simon Flockerzie, Matthias Stocker (2), Michael Oehler, Paul Kaletsch (8/1), Felix Gäßler (2), Tim Jud (3), Chris Berchtenbreiter (1), Sebastian Bösing (2).

Trainer: Daniel Eblen

 

DJK Rimpar: Wieser (1 Parade), Brustmann (9 Paraden) (Tor); Kraus (1), Schmitt, Schömig (4), Böhm (1), Bötsch (1), Schäffer, Schmidt (3/1), Kaufmann (10), Siegler, Brielmeier (3), Herth (2), Sauer (3).

Trainer: Dr. Matthias Obinger

 

Zuschauer: 1200.

 

Schiedsrichter: Hurst/Krag

 

Siebenmeter (T/V): 3/3 – 2/1 (Schmidt scheitert an Hanemann, Rote Karte für Gesichtstreffer, 52.)

 

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