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Heißer Fight: Konstanz schnuppert 50 Minuten an Sensation gegen Lübbecke

Heißer Fight: Konstanz schnuppert 50 Minuten an Sensation gegen Lübbecke

Einen tollen Schlagabtausch auf Augenhöhe lieferte die HSG Konstanz dem Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke vor mehr als 1100 Fans, hier Chris Berchtenbreiter beim Torwurf.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – TuS N-Lübbecke 24:28 (13:13)

 

Heiß, heißer, „Schänzle-Hölle“ – bei tropischen Temperaturen und aufgeheizter Stimmung schnupperte Zweitliga-Aufsteiger HSG Konstanz vor mehr als 1100 enthusiastischen Fans gegen Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke beim Start in die vierte Zweitliga-Saison lange an der Sensation. Bis zur 47. Spielminute war Konstanz dank mitreißender Vorstellung nie in Rückstand geraten, meist gar selbst in Führung und konnte erst in den letzten zehn Minuten nach dem 23:23 nicht mehr ausgleichen. Am Ende holten sich die Ostwestfalen mit ihrer ganzen Routine und Cleverness einen letztlich verdienten 28:24 (13:13)-Sieg am Bodensee.

 

Fast ein Jahr lang hatte die HSG Konstanz in eigener Halle vor ihren begeisterungsfähigen Zuschauern nicht mehr verloren, gegen den dreimaligen Europapokalsieger und ehemaligen DHB-Pokalsieger Lübbecke riss die Erfolgsserie nach langem, harten Kampf auf Augenhöhe. Nettelstedts Trainer Aaron Zierke zeigte sich erleichtert: „Ich habe meine Mannschaft vor diesem Spiel gewarnt, weil wir genau dem eigentlich aus dem Weg gehen wollten. Wir wollten den Ball mehr laufen lassen und nicht in die Zweikämpfe gehen, das haben wir nicht geschafft. Dadurch haben wir uns sehr lange sehr schwer getan und die Stimmung in der Halle, die wirklich sehr, sehr gut war, hochgehalten.“

 

Dafür sorgten alleine schon ein Doppelschlag vom starken Mathias Riedel mit zwei seiner insgesamt sechs Tore und ein Treffer von Paul Kaletsch zum schnellen 3:0. Die Halle stand Kopf, der Hexenkessel Schänzle-Hölle nahm weiter Fahrt auf. Genauso wie die euphorisierte HSG Konstanz, die mit einem sehenswerten Schlagwurf von Matthias Stocker weiter vorlegte. „Das war sehr stark“, sagte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, „mit ganz wenigen Fehlern im Angriff, einem guten Konsti im Tor und großem Kampf in der Abwehr, wo jeder jedem ausgeholfen hat.“ Nach 11 Minuten betrug der Vorsprung wieder drei Treffer, nachdem Lübbecke zwischenzeitlich ausgleichen konnte. Im Kräftemessen zwischen Euphorie, Leidenschaft und Teamplay auf der einen sowie individueller Klasse und Abgebrühtheit auf der anderen Seite gab zunächst weiter die junge Mannschaft aus der größten Stadt am Bodensee den Ton an. Unbekümmert, frech, vom lautstarken Publikum getragen marschierte die HSG wieder davon, erhöhte den Vorsprung auf drei Tore (17:14, 35.) und konnte diesen bis zur 43. Minute konservieren.

 

„Wir konnten das Tempo am Ende nochmal hochdrehen, haben den Ball schneller laufen lassen“, so TuS-Trainer Zierke zur Schlussphase, in der seiner Mannschaft doch noch der Umschwung glückte. „Wir haben schnelle Mitte gespielt und Tempogegenstoßtore gemacht, das war wichtig für uns. Vielleicht waren wir in der ein oder anderen Situation auch noch ein bisschen cleverer.“ Nach 47 Minuten war es soweit: die Gäste konnten das erste Mal durch Jens Bechtloff mit 22:21 in Führung gehen. Zweimal kam Konstanz noch zurück zum Ausgleich, doch nach dem 23:23 (50.) schwanden allmählich etwas die Kräfte. Lübbecke nutze nun jeden kleinen Fehler gnadenlos aus. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen hatte nach dem Schlusspfiff mit gemischten Gefühlen zu kämpfen, hin und hergerissen zwischen Zufriedenheit über eine tolle Leistung gegen einen starken Gegner und der Enttäuschung, dass dies nach langer Führung dennoch nicht ganz zur großen Sensation gereicht hat. „Wir haben hier schon eine Chance gewittert und wenn man sie dann nicht wahrnehmen kann, ist man schon ein wenig enttäuscht. Auf der anderen Seite hatten wir es mit einer echten Größe zu tun und haben groß gekämpft.“

 

Dennoch, in den folgenden fünf Minuten entschied der Erstliga-Absteiger mit drei Toren die Partie vorzeitig (26:23, 55.). „Wir müssen uns sicher noch etwas anpassen“, so Eblen, „aber das heute hat schon Hoffnung gegeben.“ Sein Trainerkollege Zierke pflichtete ihm bei und machte ihm Mut: „Ich sage: wenn die HSG so weiter kämpft und fightet, sich ein bisschen an die Liga gewöhnt, das ist ja für einen Aufsteiger immer ganz wichtig und dauert normal drei bis vier Spieltage, dann werden mit der Stimmung einige Punkte in dieser Halle bleiben. Wie ausgeglichen die Liga ist, hat man heute in diesem Spiel gut gesehen.“

 

Vor einem harten Programm am kommenden Wochenende mit einem Doppelspieltag – Freitag in Hüttenberg und am Sonntag, 18 Uhr, in eigener Halle gegen Bietigheim – lobte der HSG-Coach seine Mannschaft: „Die mentale Einstellung zum Spiel war top. Auch das Spiel in der ersten Halbzeit war gut, mit hohem Tempo aber wenigen Fehlern, mit dem wir den Gegner auch gezwungen haben, ein bestimmtes Spiel anzunehmen.“ Trotz der in den letzten Minuten absehbaren Niederlage wurde die HSG Konstanz von ihren Fans mehrere Minuten vor dem Abpfiff mit stehenden Ovationen für ihren tollen Start in die 2. Bundesliga belohnt. Kreisläufer Chris Berchtenbreiter, der nach guter Partie fünf Minuten vor dem Ende noch eine große Chance zum 24:26 hatte, zeigte sich beim Pflichtspiel-Debüt im HSG-Trikot in der Schänzle-Hölle beeindruckt: „Eine geile Atmosphäre, vom Einlauf bis zum Abpfiff. Toll zu spüren, wie Konstanz hinter uns steht. Wir sind auf einem guten Weg, angekommen vielleicht noch nicht ganz, aber die Richtung stimmt.“

 

HSG Konstanz – TuS N-Lübbecke 24:28 (13:13)

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (5), Gregor Thomann (1), Mathias Riedel (6), Simon Flockerzie (1), Matthias Stocker (3), Michael Oehler, Paul Kaletsch (5/2), Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler, Tim Jud (1), Samuel Wendel, Chris Berchtenbreiter (2).

 

TuS N-Lübbecke: Nikola Blazicko, Jan Wesemann (Tor); Jo Gerrit Genz (1), Ante Kaleb (2), Jens Bechtloff (5), Piotr Grabarczyk (1), Lukasz Gierak (4), Ramon Tauabo (2), Rene Gruszka (1), Nils Torbrügge (2), Pontus Zetterman (8/2), Kenji Hövels (1), Tim Remer (1).

 

Zuschauer: 1100.

 

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Sensation gegen Lübbecke knapp verpasst: Paul Kaletsch und Matthias Stocker blicken nach vorne:

 

Spielzusammenfassung:

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