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„Eng zusammenbleiben, an die Sache glauben“: Highlight gegen Tabellenzweiten TuSEM Essen

Tom-Wolf-HSG-Konstanz-Eisenach Volle Konzentration auf Essen und einen langen Atem im Kampf um den Klassenerhalt: Kapitän Tom Wolf.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – TuSEM Essen

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Die bei allen große Enttäuschung nach der Niederlage in Lübeck ist abgeschüttelt, der volle Fokus der HSG Konstanz richtet sich auf das Heimspiel-Highlight am Samstag, 20 Uhr, im Hexenkessel Schänzle-Hölle gegen den TuSEM Essen. Der Gegner bringt mit drei Deutschen Meisterschaften, drei Europapokal- und drei DHB-Pokalsiegen nicht nur einen großen Namen mit. Auch aktuell ist Essen als Tabellenzweiter mit der besten Offensive der Liga ein echtes Schwergewicht und auf bestem Wege zurück in die Erstklassigkeit. Tickets sind schon ab 12 Euro unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

 

30 Jahre lang spielte Essen in der Beletage des deutschen Handballes und belegt noch immer Rang acht in der ewigen Erstliga-Tabelle. Aktuell befindet sich die Mannschaft von Jaron Siewert, der ab Sommer als Cheftrainer der Füchse Berlin auf jeden Fall in der 1. Bundesliga wirken wird, auf dem besten Weg zum Erstliga-Aufstieg. 645 Tore in 22 Partien, 29,3 pro Spiel, 14 Punkte in fremden Hallen gesammelt: Der TuSEM ist „ein echtes Topteam“, so HSG-Trainer Daniel Eblen. Seine Mannschaft damit zugleich nur großer Außenseiter. Wenngleich Siewert anmerkt, die HSG habe „fast immer knappe Ergebnisse geliefert und ist nicht weit weg vom oberen Mittelfeld. Besonders in eigener Halle ist die HSG gefährlich und hat schon die eine oder andere Überraschung geschafft. Ich gehe von einer hitzigen Stimmung aus und zwei Teams, welche sich nichts schenken werden.“

 

Zuletzt wurde dabei wieder einmal deutlich, welche Rolle die Erfahrung  ausmachen kann. Lübeck, mit vielen gestanden Zweitliga-Spielern, die bereits viele Jahre auf diesem Niveau spielen, zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter, kühler. Auf der anderen Seite wurde erneut deutlich, dass jungen Spielern in diesen Situationen Fehler unterlaufen können – vielleicht aber auch zugestanden werden müssen in ihrer Entwicklung hin zu solch erfahrenen Recken wie auf der Gegenseite. Zumal vier Spieler verletzt fehlten und einige auf der Platte zwar versuchten auf die Zähne zu beißen, jedoch sehr angeschlagen waren. Dies führte auch in dieser Woche zu erschwerten Trainingsbedingungen und weiteren bangen Blicken in Richtung medizinischer Abteilung, die bis Samstag alles versuchen wird. Doch mit der Rückkehr aller verletzter Spieler ist nicht zu rechnen, weitere Ausfälle drohen.

 

„Es ging nun unter anderem darum, Felix Jaeger und Markus Dangers innerhalb kürzester Zeit zu integrieren“, erklärt Eblen zu den beiden Winter-Neuzugängen, die aus Krefeld und Winterhur dazu gestoßen sind. „Nun hängt es davon ab, wer spielfähig sein wird, wie wir im Angriff spielen können, dürfen und müssen.“ Mit Blick auf 17 erzielte Tore an der Ostsee war man sich im Konstanzer Lager zudem schnell einig, dass „die Abschlussschwäche uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat“, wie der 45-Jährige berichtet. Und: „Zwei, drei Fehler in einem Spiel, in dem so wenige Tore fallen, wirken sich extrem negativ aus. Aber es bringt nichts, nach hinten zu sehen. Uns hat es immer stark gemacht, solche Rückschläge wegzustecken und weiterzumachen.“ Die äußerst starke Leistung in der Defensive und im Tor habe gezeigt, dass „die Jungs unbedingt wollen. Personelle Ausfälle spielen für unseren Angriff allerdings eine große Rolle.“

 

Im Hinspiel zog etwa TuSEM-Keeper Sebastian Bliß mit sagenhaften 20 Paraden und 49 Prozent entschärften Würfen den Gelb-Blauen beim 21:32 fast im Alleingang den Zahn. Bliß: „Wir freuen uns auf das Spiel in Konstanz. Dort ist es immer sehr schön. Nicht nur die fantastische Umgebung, sondern auch die super Fans in der Halle.“ Auf diese wird es aus Sicht der Gastgeber auch ganz besonders ankommen. Daniel Eblen weiß, wie wichtig dies für sein junges Team ist. „Diese Rückendeckung brauchen die Jungs jetzt. Das Gefühl, dass man hinter uns steht, unabhängig vom Spielstand und dass man spürt, dass die Leute gerne sehen, was man macht und uns anfeuern. Das hat uns schon extrem geholfen und wird uns extrem helfen.“ Ohnehin ist der HSG-Coach davon überzeugt, dass im Ringen um den Klassenerhalt ein langer Atem entscheidend sein wird. Und, dass „man eng zusammenbleibt, an die Sache glaubt.“

 

Volle Konzentration auf die nächste Aufgabe ist auch dringend angesagt. Zum einen wird es mit dem Ex-Konstanzer Felix Klingler ein besonderes Wiedersehen geben, zum anderen zeigt sich Essen athletisch und spielerisch sehr auf höchstem Niveau. Als schwer auszurechnen im Angriff beschreibt Eblen den TuSEM, den er nun als „bereit für den großen Wurf“ sieht. Dem möchte man bei der HSG eine erneut kompakte Deckung entgegensetzen. Im Angriff wird hingegen mehr Mut und Konsequenz im Abschluss als zuletzt nötig sein. „Weniger überlegen“, hat er seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. Mit einem Lächeln erinnert sich der ehemalige Zweitliga-Spieler an seine eigene aktive Zeit und fügt an: „Der Abschluss ist doch das Schönste im Handballspiel. Wir machen daraus gerade eine riesige Doktorarbeit. Wir müssen das genießen.“ Damit Fortuna bei Treffern ans Gebälk gar nicht erst zur Komponente werden kann.

 

Das Spiel wird live und kostenlos auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

 

Rund um das Heimspiel

 

Tickets sind schon ab 12 Euro online unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich. Mit dem PDF auf dem Smartphone oder dem Print@Home-Ticket können zudem lange Warteschlagen an der Abendkasse einfach umgangen werden.

 

Im Foyer werden am Fanartikelstand am Eingang zu Block A Kalender, Autogrammkarten, Schlüsselanhänger, Schals, Socken, Trikots und Gutscheine angeboten.

 

Neben den nur bei früher Anreise freien Parklätzen an der Halle dient der nur wenige Minuten entferne Großparkplatz am Bodenseeforum als Ausweichplatz.

 

Nach der Partie wird auf dem Spielfeld die Pressekonferenz mit beiden Trainern stattfinden.

 

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