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HSG Konstanz behält in Balingen die Nerven

HSG Konstanz behält in Balingen die Nerven

Tim Jud, Schweizer U21-Nationalspieler, wusste durch eine starke Leistung zu überzeugen und hatte großen Anteil an der guten Schlussphase der HSG Konstanz.

 

Handball 3. Liga:

HBW Balingen-Weilstetten II – HSG Konstanz 26:31 (12:15)

Konstanz beweist Geduld gegen die 3:2:1-Deckung des HBW.

Mathias Riedel übernimmt Verantwortung und sorgt mit wichtigen Toren für Entscheidung.

 

Mit einer sehr konzentrierten und engagierten Leistung hat die HSG Konstanz trotz der unbequemen 3:2:1-Deckung des HBW Balingen-Weilstetten II einen am Ende deutlichen 31:26 (15:12)-Sieg feiern können, der mit nunmehr 8:4 Punkten Tabellenplatz fünf für die HSG bedeutet. Ein Sieg, der allerdings lange auf wackeligen Beinen stand und erst in der Schlussphase unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Das jedoch auf besonders beeindruckende und abgeklärte Art und Weise.

 

Schon 17 Minuten vor dem Ende hielt es HSG-Präsident Otto Eblen nicht mehr auf seinem Platz. Die 43. Spielminute war angebrochen, da war das, was die HSG Konstanz sich im Duell mit dem Erstliga-Nachwuchs des HBW Balingen-Weilstetten auf dem Parkett lieferte, für ihn und die mitgereisten Konstanzer Schlachtenbummler zu viel. Keiner saß mehr, der Puls weit von Normalwerten entfernt. Der Ausgleich für Balingen. 21:21 und Hochspannung. Noch sechs Minuten vorher war alles in bester Ordnung, der Blutdruck ohne besondere Ausschläge, die Laune bestens und entspannt. Mit 20:16 lag Konstanz in Front, weil nach dem 16:18 des HBW Paul Kaletsch mit zwei seiner insgesamt sechs verwandelten Siebenmeter einen beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatte und Jugend-Nationaltorhüter Stefan Hanemann bei seinem einzigen Einsatz gleich einen Strafwurf entschärfte.Nicht nur ein sicherer Siebenmeterschütze, sondern auch in der Deckung eine feste Größe im HSG-Team: Paul Kaletsch

 

Rückblende: Begonnen hatte alles mit hohem Tempo. Sehr hohem Tempo. Aber auch einigen Fehlern – auf beiden Seiten. Balingen lag bis auf die 1:0-Führung der HSG stets in Führung und konnte diese nach etwas mehr als sieben Zeigerumdrehungen erstmals auf zwei Tore ausbauen (5:3). Bis zum 10:8 (18.) hatte dieser Vorsprung bestand, dann kam Konstanz besser in das Spiel. Das, was schon gegen Heilbronn nicht gut funktioniert hatte, wurde nun von Minute zu Minute besser. Die Lücken in der Abwehr wurden immer kleiner, der Raum für die HBW-Offensive immer enger und der Zugriff auf die Gegenspieler immer besser.

 

Der Grundstein für eine erste Wende. Vier Tore in Folge brachten nicht nur einen Führungswechsel, sondern auch zunächst eine 12:10-Führung, zur Pause sogar ein 15:12. HBW-Trainer Andre Doster war zufrieden mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft, musste aber eingestehen, dass sein Team „Probleme gegen eine sehr starke HSG“ hatte. „Vor allem Simon Flockerzie am Kreis konnten wir nicht verteidigen. Durch eine Umstellung haben wir das in der zweiten Hälfte etwas besser in den Griff bekommen, hatten aber am Ende keine Chance. Es war ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner.“

 

Doch zuvor mussten die laustarke HSG-Fangemeinde und der Präsident noch einmal richtig zittern. 17 Minuten vor dem Ende wirkten nur die Spieler der HSG Konstanz erstaunlich ruhig, obwohl Balingen nach fast 20 Minuten in Rückstand den Ausgleich zum 21:21 markiert hatte. Rechtsaußen Fabian Maier-Hasselmann meinte fast tiefenentspannt: „Kurzzeitig haben wir uns etwas doof angestellt, in der Abwehr etwas die Konzentration verloren, aber alles in allem haben wir einfach unseren Stiefel heruntergespielt und gezeigt, was wir können.“ In der Offensive musste die HSG zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen hinnehmen, in der Abwehr wurde zweimal nach einer Balleroberung das Spielgerät schnell wieder verloren. „Wir haben aber nicht schlechter als davor gespielt und einfach so weitergemacht. Man hat gesehen, dass wir aus dem Heilbronn-Spiel gelernt haben.“

 

Trotzdem war der HSG-Präsident mittlerweile in eine Ecke der Halle geflüchtet und die Aufregung auf der Konstanzer Bank groß, nur die Mannschaft wirkte ganz cool. Junioren-Nationalkeeper Konstantin Poltrum war in der Schlussphase fast unbezwingbar und machte mit einigen spektakulären Paraden hinten dicht, während vor allem der Schweizer U21-Nationalspieler Tim Jud und Rückraum-Ass Mathias Riedel in der Endphase die Verantwortung übernahmen. Mit gutem Auge, viel Dynamik, den richtigen Entscheidungen und tollen Toren sorgten sie für etwas Entspannung beim Konstanzer Anhang. Zehn Minuten vor Schluss konnte Balingen zwar noch einmal zum 24:24 ausgleichen, dann zog Konstanz allerdings über 27:24 und 28:26 (55.) schließlich unaufhaltsam auf 31:26 davon.

 

Rechtsaußen Fabian Maier-Hasselmann erzielt eines seiner zwei Tore gegen Jonas BaumeisterSo ruhig wie er vorher auf dem Spielfeld Verantwortung übernommen und eiskalt die entscheidenden Würfe versenkt hatte, so ruhig wirkte Mathias Riedel dann auch nach dem Auswärtssieg: „Es war wichtig, auch einmal ein knappes Spiel zu gewinnen und zu sehen, dass wir auch das können. Mir hat unser Kampfgeist gefallen, jeder hat alles reingeworfen und alles aus sich herausgeholt. Wir hatten am Ende die Power, die Balingen nicht mehr hatte.“ Bemerkenswert war zudem das Spiel in Unterzahl, konnten doch während vier Zeitstrafen drei Tore mit einem Spieler weniger erzielt werden.

 

HSG-Cheftrainer Daniel Eblen war nach der ganz abgezockt zu Ende gespielten Schlussphase beeindruckt. „Ein Dank gehört unseren Fans. Die haben uns in dieser Phase sehr geholfen. Wir haben, gerade als es Spitz auf Knopf stand, viel Geduld gegen die 3:2:1-Abwehr bewiesen, klare Sachen gespielt und den Überblick behalten. Es war stark, was wir für einen Willen an den Tag gelegt haben. Dazu hat Konstantin dann richtig gut gehalten, Mathias Riedel hat wichtige Tore erzielt, was nicht einfach gegen diese Deckung war, und die Ballgewinne auf Rechtsaußen und Gegenstöße haben ihr Übriges getan. Wir sind froh, dass wir bei starken Balingern die Punkte mitnehmen konnten und jetzt mit 8:4 Punkten einen guten Saisonstart hingelegt haben.“ So habe sein Team die Aufgaben, die ein 3:2:1-System des Gegners mit sich bringe, gut gelöst und den Gegner müde gespielt.

 

Während Spieler und Fans bereits den zweiten Auswärtssieg der Saison feierten, entspannten sich auch die Gesichtszüge bei Otto Eblen langsam wieder. Die Spieler ganz cool, der Präsident erleichtert, in der Hoffnung darauf, dass es seine Akteure am Samstag um 20 Uhr in der Schänzlehalle gegen den TVG Großsachsen nicht ganz so lange derart spannend machen werden. Bei einem ähnlichen Endergebnis dürfte er sich allerdings versöhnlich zeigen – obwohl er lange auf die Folter gespannt wurde, in seiner Hallenecke, mit ungesunden Blutdruck- und Pulswerten.

 

HBW Balingen-Weilstetten II – HSG Konstanz 26:31 (12:15)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Luis Weber, Fabian Schlaich (4), Benjamin Schweda, Marius Oßwald, Mathias Riedel (7), Kai Mittendorf, Simon Flockerzie (1), Matthias Stocker (3), Michael Oehler, Paul Kaletsch (11/6), Fabian Maier-Hasselmann (2), Tim Jud (3).

Zuschauer: 450.

 

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