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HSG Konstanz geht im Revier der Junglöwen leer aus

HSG Konstanz geht im Revier der Junglöwen leer aus

Handball 3. Liga:

SG Kronau/Östringen II – HSG Konstanz 35:30 (16:15)

Fehlende Kraft und Erfahrung gaben am Ende Ausschlag.

Viele Zeitstrafen und vergebene Chancen verhinderten Aufholjagd.

 

Auswärts tut sich die junge Mannschaft der HSG Konstanz (Altersdurchschnitt 23,0 Jahre) offenbar deutlich schwerer als in eigener Halle. Nach zwei Heimsiegen und zwei Niederlagen in der Fremde mussten sich die Konstanzer zu ungewohnter Zeit am Freitagabend in Östringen der Talentschmiede der Rhein Neckar Löwen beugen. Letztlich wurde die Niederlage im Revier der Junglöwen mit fünf Toren Unterschied auch noch deutlich.

 

Dabei legten die Gäste gut los, gingen durch einen Doppelschlag von Paul Kaletsch schnell mit 2:0 in Führung und konnten in der Folge zunächst immer einen Treffer vorlegen. Erstmals geriet die HSG – auch bedingt durch die erste Zeitstrafe für Paul Kaletsch – mit 4:5 in Rückstand (7.). Beim 7:7 und 8:8 (13.) gelang jedoch zwei Mal in Unterzahl der Ausgleich durch Paul Kaletsch und Yannick Schatz. Bis hierhin wogte das schnelle Spiel hin und her und es schien für die HSG einigermaßen nach Plan zu laufen. Konnte man die Partie bis hierhin offen gestalten und beim 13:12 in der 23. Minute durch Simon Österle gar wieder in Führung gehen, so verlor die junge Mannschaft anschließend kurzzeitig völlig den Faden. Nach einer Auszeit von Trainerfuchs Klaus Gärtner, der wohl genau die richtigen Worte an seine ebenfalls sehr junge Mannschaft gerichtet haben musste, drehten die Gastgeber mächtig auf und nutzen die vielen Zeitstrafen in dieser Phase für die Konstanzer mit vier Toren in Folge zur neuerlichen 16:13-Führung.

 

„Wir haben gerade in der ersten Halbzeit zu wenig kühlen Kopf bewahrt und viele unnötige Zeitstrafen kassiert. Schade, die jungen Spieler wollten über eine erhöhte Aggressivität unbedingt schnell wieder zurückkommen und haben dabei hin und wieder die richtige Balance im Zweikampf verloren“, meinte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen zu den insgesamt sechs Zeitstrafen für seine Mannschaft allein in der ersten Hälfte. Trotzdem gelang es, den Rückstand bis zur Pause noch auf 15:16 zu verkürzen. Insofern „war die erste Hälfte in Ordnung“, meinte Mannschafskapitän Patrick Glatt, „denn im Angriff haben wir kontrolliert und mit wenigen Fehlern gespielt, uns gute Würfe erarbeitet.“

 

Nach dem 17:17-Ausgleich (34.) durch Mathias Riedel „gelang genau das nicht mehr“, so Torhüter Patrick Glatt weiter. Kurzzeitig verloren die Konstanzer wieder völlig das Konzept im eigenen Spiel, versuchten ihre Kreisläufer anzuspielen – die allerdings gut durch die hervorragend eingestellte, offensive 6:0-Deckung und den starken Mittelblock der Junglöwen abgeschirmt waren – und mussten fortan immer einem Rückstand hinterherlaufen, der sich schnell auf drei, später gar auf bis zu sieben Tore vergrößerte. Nun waren die Gastgeber in ihrem Element und konnten durch viele schnelle Gegenstöße für die Vorentscheidung sorgen. Daniel Eblen bemängelte zudem, dass sein Team „drei, vier gute Chancen“ ausgelassen habe und Kronau-Östringen dadurch davonziehen konnte. Dass die HSG nie ernsthaft wieder aufschließen konnte, lag dann auch daran, dass Matthias Faißt nach seiner langsam auskurierten Schulterverletzung immer noch Probleme mit seiner Hand hatte und nur bei Kurzeinsätzen in das Spiel eingreifen und für Entlastung sorgen konnte. Bedingt durch das lange, kräftezehrende Unterzahlspiel in Hälfte eins ließen die Kräfte bei einigen Akteuren zusehends nach und die sich häufenden Unkonzentriertheiten führten dazu, dass selbst klarste Chancen zum Anschluss in Form von Gegenstößen oder Siebenmetern nicht genutzt werden konnten. Selbst nach der HSG-Auszeit (54.) lief wenig zusammen und die Konstanzer konnten nur noch auf 30:35 verkürzen. Aber auch die gute Leistung der Junglöwen hatte ihr Übriges getan: „Kronau war einfach besser und hat verdient gewonnen. Sie sind alle gut geschult, haben uns immer wieder in Eins-gegen-Eins-Situationen gezwungen und wir waren dort zu unsicher und unbeweglich. Was Kronau athletisch, taktisch und technisch präsentiert, ist einfach gut“, fasste Daniel Eblen zusammen.

 

Nächsten Sonntag muss die HSG schon wieder auswärts antreten und Patrick Glatt gibt deshalb entschlossen die Marschrichtung vor: „In Auerbach sind endlich die zwei ersten Auswärtspunkte fällig – auch damit wir mal eine schöne Heimfahrt haben.“

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (7), Oesterle (2), Groh, Riedel (8), Hafner (1), Flockerzie (1), Schlaich (3/1), Faißt, Schatz (6/3), Geßler (2), Bruderhofer.
Zuschauer: 250

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