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"Nicht viel zu holen": Beim designierten Meister BHC ohne Chance

Fabian-Schlaich-HSG-Konstanz-BHC HSG-Kapitän Fabian Schlaich

2. Handball-Bundesliga:

Bergischer HC – HSG Konstanz 38:24 (19:10)

 

Nichts zu holen für die HSG Konstanz beim Tabellenführer Bergischer HC: Nach einer zu fehlerbehafteten Vorstellung bei einem über weite Phasen ernst machenden künftigen Erstligisten stand am Ende eine ernüchternde 24:38 (10:19)-Pleite zu Buche. Auf die HSG wartet nun eine Herkulesaufgabe in den letzten fünf Endspielen im Kampf um den Klassenerhalt. Auftakt dazu ist am Freitag um 20 Uhr in der Schänzlehalle gegen den Tabellenvierten Lübeck-Schwartau.

 

Selten war der Vergleich vom David und Goliath so passend wie beim Duell des frühzeitig feststehenden Erstliga-Rückkehrers Bergischer HC gegen die tief im Abstiegskampf steckende HSG Konstanz. Ziel der Gäste vom Bodensee war zumindest eine gute Leistung und sich ordentlich zu präsentieren. Fünf Minuten gelang das recht ordentlich, als Paul Kaletsch zum 3:4 verkürzte. Danach war das Tempo, das der BHC anschlug, extrem. „Die HSG ist eine Mannschaft, die mutig das Tempo mitgeht“, sagte BHC-Trainer Sebastian Hinze nach der Partie, „aber dadurch auch entsprechend fehleranfällig ist.“ Der Ligaprimus nutzte frei vom Kreis vergebene Chancen, technische Fehler und ausgelassene Gegenstöße gnadenlos aus und ließ immer wieder seine ganze Klasse aufblitzen. Sei es vom isländischen Nationalspieler Gunarsson auf Rechtsaußen oder aus dem Rückraum mit Treffern aus elf, zwölf Metern punktgenau in den Knick. 7:3 nach acht Minuten, der erste Zwischenspurt des BHC. Aber nicht der letzte.

 

Konstantin Poltrum hatte so kein Glück, machte nach 15 Minuten Platz für Maximilian Wolf. Zwischenstand mittlerweile: 13:6. Es folgten zwei frühe Auszeiten von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen innerhalb kurzer Zeit. Selbst die lautstarke Unterstützung von der Tribüne durch Andre Melcherts Heimatverein aus Velbert verhallte ohne nennenswerten Effekt. Direkt nach dem zweiten Timeout von Daniel Eblen produzierte Konstanz wieder einen haarsträubenden Fehler und es rollte der nächste Gegenstoß auf Max Wolf zu. Gunarsson ließ sich nicht lange bitten und traf zum 15:6. Der HSG-Coach war anschließend außer sich, schimpfte wie ein Rohrspatz und war der Verzweiflung nahe. Weil die Gelb-Blauen ihre Möglichkeiten weiter nicht nutzen und im Ganzen dem designierten Meister ohnehin deutlich unterlegen waren, kam in den letzten Minuten vor der Pause noch ein ganz übles Ergebnis zu Stande. „Der Gegner war uns deutlich überlegen und hat auch noch sehr gut gespielt, wir nicht“, meinte Daniel Eblen. „Da war nicht viel zu holen. Der BHC ist auf Ballgewinne gegangen und wir haben zu viele Fehler gemacht. So hatten wir unsere Probleme mit den Kontern.“

 

Mit einem Neun-Tore-Rückstand musste die HSG in die Pause gehen, weil Bastian Rutschmann, EHF-Pokalsieger mit Frisch Auf Göppingen, erneut eine klare Einwurfchance eliminierte. Maximilian Wolf verhinderte anschließend mit einem abgewehrten Siebenmeter und einer feinen Parade noch Schlimmeres. Auf welch verlorenem Posten die HSG an einem rabenschwarzen Tag jedoch stand, zeigte mit Arnesson ein schwedischer Nationalspieler. Bei angedrohtem Zeitspiel stieg er aus dem Stand hoch und hämmerte den Ball in die lange Ecke direkt in den Winkel. Die Party des BHC konnte nach dem 23:14 schon früh steigen, denn der Rückstand wuchs in den letzten zehn Minuten bis auf 15 Treffer an, nachdem die Gäste sich zuvor etwas stabilisiert und der BHC das ganz große Tempo herausgenommen hatte.

 

Das Ziel, ein gutes Spiel zu machen, war da schon längst verfehlt, sodass Daniel Eblen nur noch blieb zu sagen, dass „wir hier gegen die stärkste Mannschaft gespielt haben, gegen die wir in den letzten 20 Jahren angetreten sind. Für unsere Ambitionen in der 2. Bundesliga zu bleiben ist das gar nicht gut, gerade im Hinblick auf das Torverhältnis.“ Noch hat die HSG Konstanz fünf Endspiele vor sich, beginnend mit der Heimpartie am Freitag, 20 Uhr, gegen den Tabellenvierten VfL Lübeck-Schwartau. Eine Leistungssteigerung ist dann unabdingbar, wollen die Konstanzer ihre weiter gesunkenen Chancen auf den Klassenverbleib aufrecht halten. Eblen zur Ausgangssituation: „Schwierig. Ohne Punkte kommen wir unten nicht weg.“ Das Ziel für das nächste Heimspiel ist daher klar. Genauso wie der Glaube an das Erreichen des übergeordneten Saisonziels im Endspurt nach vielen gewonnenen Handball-Schlachten auf den allerletzten Zentimetern in den letzten Jahren. Wenn eine Mannschaft Last-Minute-Erfolge kann, dann die HSG Konstanz.

 

Bergischer HC – HSG Konstanz 38:24 (19:10)

 

Bergischer HC: Rudeck, Rutschmann (Tor); Bettin (3), Darj, Petrovsky (2), Gunnarsson (8/2), Nippes, Majdzinski (8), Kotrc, Artmann (6), Babak (1), Szücs, Gutbrod, Arnesson (5), Criciotoiu (5).

Trainer: Sebastian Hinze

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Konstantin Poltrum  (Tor); Fabian Schlaich (1), Mathias Riedel, Tom Wolf (3), Michael Oehler, Paul Kaletsch (9/3), Felix Krüger (2), Fabian Maier-Hasselmann (1), Tim Jud (1), Chris Berchtenbreiter (6), Maximilian Schwarz (1), Felix Klingler.

Trainer: Daniel Eblen.

 

Zuschauer: 1902 in der Uni-Halle Wuppertal.

 

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen.

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