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HSG Konstanz rührt bei höchstem Saisonsieg gegen Dessau Beton an und klettert auf Platz neun

HSG Konstanz rührt bei höchstem Saisonsieg gegen Dessau Beton an und klettert auf Platz neun

Bärenstarke Partie: Abwehrchef Michael Oehler rührte mit der HSG-Deckung Beton an und freute sich über den höchsten Saisonsieg der HSG Konstanz.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – Dessau-Roßlauer HV 34:24 (16:14)

 

Mit dem höchsten Saisonsieg hat sich die HSG Konstanz vor mehr als 1200 Zuschauern gegen den Dessau-Roßlauer HV einen wichtigen Erfolg gesichert, der lautstark minutenlang gefeiert wurde. Nach dem 34:24 (16:14)-Heimsieg gegen den zuvor punktgleichen Mitaufsteiger aus Sachsen-Anhalt kletterte die HSG mit 16:16 Punkten wieder auf Tabellenplatz neun der 2. Handball-Bundesliga.

 

Fünf Minuten vor Abpfiff stand die Schänzle-Hölle komplett. Gänsehautstimmung, keinen der mehr als 1200 Zuschauer hielt es mehr auf den Sitzen. Jubel, Erleichterung und große Heiterkeit allerorten – nach drei Niederlagen in Folge wirkte der deutliche Sieg wie ein Befreiungsschlag. Minutenlange Standing Ovations folgten. Wieder einmal war die Schänzle-Hölle zum absoluten Tollhaus mutiert und Mathias Riedel jubelte nach einem bärenstraken Comeback: „Total wichtig. Geile Abwehr und gute Leistung im Angriff. Zehn Tore sind schon ein Brett, das freut mich total.“ Selbst ein Dessauer Spieler meinte beeindruckt, jetzt wisse er, warum die Schänzle-Sporthalle als „Schänzle-Hölle“ bekannt ist.

 

Mit einem Doppelschlag durch Felix Krüger und Fabian Schlaich hatte sich die HSG Konstanz erneut mit zwölf Toren abgesetzt (33:21, 58.), nachdem einige Minuten zuvor bereits Tim Jud mit zwei Treffern in Folge erstmals beim 30:18 für eine Zwölf-Tore-Führung für begeisternde Konstanzer gesorgt hatte, die längst jeden mitgerissen hatten. „Die zweite Halbzeit war sehr gut“, strahlte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen, „nachdem uns der Gegner in Durchgang eins alles abverlangt hat. Wir sind dann allerdings nach der Pause effektiver geworden, sind in die Gegenstöße gekommen und in der Abwehr besser gestanden. Dabei haben uns die Erkenntnisse aus der ersten Halbzeit geholfen.“

 

Damit untertrieb der A-Lizenzinhaber noch deutlich. Beton rührte die HSG Konstanz nach dem Seitenwechsel an. Fast 17 Minuten waren hier gespielt, als Dessau erst der zweite Treffer in den zweiten 30 Minuten gelang, für den ersten Torerfolg waren immerhin schon neun Minuten nötig gewesen und der dritte wollte erst nach knapp 50 gespielten Minuten gelingen, ehe die Konstanzer Deckung in den letzten Spielminuten angesichts des großen Vorsprungs doch noch einige Tore mehr zulassen musste.

 

Die Rückkehr von Mathias Riedel und Simon Flockerzie machte sich von Anfang an bemerkbar, dazu war die Vorstellung von Abwehrchef Michael Oehler bemerkenswert, der überall zu finden und immer sofort am Gegenspieler war. Egal, was Dessau an diesem Abend auch versuchte, die Deckung der Konstanzer war kaum zu überwinden. Die Gäste rieben sich so stets in extrem langen Angriffen auf – meist auch noch ohne Erfolg. Riedel lobte dann auch seine Mitspieler und wollte seine Rückkehr nicht zu hoch bewerten: „Felix Krüger hat gut geworfen und Michael Oehler war richtig stark, wie immer in der Abwehr, aber heute auch im Angriff. Das war wichtig.“

 

Denn auch in der Offensive präsentierte sich Konstanz sehr variabel und fand sowohl gegen die 5:1, die 6:0- und die 3:2:1-Abwehrformation des Dessau-Roßlauer HV immer sofort die richtigen Lösungen. Mit flüssigen Kombinationen wurde die Abwehr der Dessauer auseinander gespielt und immer wieder erfolgreich die erste und zweite Welle genutzt. In die entstandenen Lücken brachen Paul Kaltesch, Tim Jud und vor allem Mathias Riedel – nach seiner Rückkehr ins Team nach einem Muskelfaserriss mit acht Treffern gleich wieder bester Torschütze der Partie – immer wieder mit Volldampf hindurch. Dessau musste dem hohen Tempo der ersten Hälfte nun spürbar Tribut zollen, kam oft einen Schritt zu spät und musste so viele Zeitstrafen hinnehmen.

 

Vor der Pause war eine deutliche Konstanzer Überlegenheit allerdings noch in weiter Ferne. Dessau lieferte den Gastgebern hier noch einen harten Kampf, egalisierte die schnelle 3:0-Führung prompt (8.), ebenso wie das 10:7 zum 11:11 (21.) und sorgte mit einem spektakulären Treffer aus elf Metern durch Tom Hanner für den 14:16-Anschluss mit der Halbzeitsirene. Nach dem Seitenwechsel spielte sich Konstanz dann in einen regelrechten Rausch. So etwa, als Fabian Schlaich in der ersten Welle von außen Michael Oehler mit einem herrlichen Bodenpass bediente – 24:15 (47.). Oder Tim Jud, der seinen Gegenspieler mit einer Drehung vernaschte und zum 30:18 vollendete.

 

Daniel Eblen: „Wir haben langsam Zugriff auf das Spiel bekommen, waren alle voll da und haben gemerkt, dass wir die Mittel zum Erfolg gefunden hatten. Dazu kam immer größeres Selbstvertrauen.“ Auch beim HSG-Trainer war die Erleichterung groß: „Wir waren alle überzeugt davon, dass wir es besser können und wussten um die Stärke unserer letzten Gegner. Der Sieg war heute sehr wichtig und dass es so gut läuft ist umso zufriedenstellender.“ Spielmacher Matthias Stocker – ebenfalls in starker Verfassung und dieses Mal auch zusätzlich sicherer Siebenmeterschütze – gab, auf die Frage, ob er nun wieder ruhiger schlafen könne, das Motto für den Abend aus: „Jetzt wird erst einmal gar nicht geschlafen. Wir wissen, dass es von Spiel zu Spiel ein heißer Fight wird. Ich werde deshalb genauso gut schlafen wie bisher auch.“

 

HSG Konstanz – Dessau-Roßlauer HV 34:24 (16:14)

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum (14 Paraden), Patrick Glatt (1 Parade) (Tor); Fabian Schlaich (2), Gregor Thomann (5/1), Mathias Riedel (8), Simon Flockerzie (1), Matthias Stocker (6/3), Michael Oehler (1), Paul Kaletsch (3), Felix Krüger (2), Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud (4), Chris Berchtenbreiter (2).

Trainer: Daniel Eblen

 

Dessau-Roßlauer HV: Phil Döhler (3 Paraden), Philip Ambrosius (6 Paraden) (Tor); Tomas Pavlicek (6/2), Jakob Hensen, Sebastian Donath (1), Marek Vanco (2), Vincent Sohmann (6/2), Radek Sliwka (1), Florian Pfeiffer, Daniel Schmidt (1), Jonas Hönicke (3), Moritz Schade (3), Tom Hanner (1).

Trainer: Uwe Jungandreas

 

Zuschauer: 1200.

 

Schiedsrichter: Kern/Kuschel

 

Strafminuten (min): 4 Min. (Riedel (23.), Flockerzie (41.)) – 12 Min. (Pfeiffer (20., 44.), Donath (32.), Sliwka (32.), Schmidt (39.), Schade (49.))

 

Siebenmeter (T/V): 6/4 (Thomann an Latte, 10.; Kaletsch scheitert an Ambrosius, 21.) – 5/4 (Sohmann scheitert an Poltrum, 48.)

 

 

Oh du unsere Schänzle-Hölle: Emotionen beim Heimsieg gegen Dessau:

 

Videointerview mit Matthias Stocker:

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