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HSG Konstanz stürmt mit 8:2 Punkten in Folge auf Platz neun – Großsachsen ohne Chance

HSG Konstanz stürmt mit 8:2 Punkten in Folge auf Platz neun – Großsachsen ohne Chance

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – TV Germania Großsachsen 28:21 (13:13)

HSG beendet 7:1-Lauf der Gäste und hat nun selbst 8:2 Punkte in Folge geholt.

Sprung in Tabelle von Platz zwölf auf neun nach ganz, ganz starkem Auftritt.

 

28:21 (13:13) gewann die HSG Konstanz vor 750 Zuschauern im Tollhaus Schänzle-Sporthalle Konstanz gegen den TV Germania Großsachsen. Nicht nur die Zuschauer zeigten schon Minuten vor dem Abpfiff mit stehenden Ovationen ihre Begeisterung angesichts eines richtig starken Auftritts ihrer Mannschaft gegen einen guten Kontrahenten. Auch HSG-Cheftrainer Daniel Eblen war rundum zufrieden mit der Darbietung seines Teams: „Das war ein weiterer Schritt vorwärts, das gibt einen richtig schönen Sonntag.“

 

Einen schönen Sonntag, nachdem er mit der HSG Konstanz am Feiertag hart für den Erfolg arbeiten musste, dafür aber mit nun 8:2 Punkten in Folge und einem großen Sprung in der Tabelle bis auf Platz neun und einem ausgeglichenen Punktverhältnis belohnt wurde. Großsachsen präsentierte sich als homogene, spielstarke Mannschaft, die von allen Positionen gefährlich war und durch den 7:1-Lauf nach einem ähnlich missglückten Saisonstart wie bei der HSG Konstanz richtig ins Rollen gekommen war, sich nach vorne ins Mittelfeld gespielt hatte und dadurch mächtig an Selbstvertrauen gewonnen hatte. Konstanz zeigte jedoch in allen Mannschaftsteilen die noch etwas stärkere Performance und beendete die Siegesserie der Gäste.

 

Die Torhüter. Zu Beginn der Partie konnten sich sowohl Marius Fraefel im Tor der Gäste als auch Max Folchert durch starke Aktionen auszeichnen. Spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit dürfte den Offensivkräften des TVG jedoch schwindelig geworden sein und sie sich gefragt haben, ob sie doppelt sehen. Den doppelten Max. Max Folchert hatte trotz ansprechender Leistung in der Halbzeit seinen Platz im HSG-Tor für Max Wolf geräumt. „Ich habe zu ihm gesagt, er soll sich jetzt versuchen. Das hat hervorragend funktioniert, denn Max hat noch einmal eine Schippe draufgelegt“, so Max Folchert. Und wie. Max Wolf vernagelte sein Tor in der zweiten Spielhälfte regelrecht und ließ Großsachsen langsam aber sicher verzweifeln. Egal ob freie Gegenstöße, Würfe aus dem Rückraum oder über außen, an diesem Tag war der 20-Jährige kaum zu überwinden. Das hatte auch schon die SG Waldkirch/Denzlingen erfahren müssen, die im Vorspiel der Drittligapartie im Südbadenliga-Spitzenspiel ebenfalls eine deutliche 21:26-Niederlage gegen die HSG-Reserve bezogen hatte, auch dank vieler Paraden von Max Wolf. Seine nüchterne Feststellung: „Ich denke, ich habe heute einen ganz guten Tag erwischt. Und wenn es läuft, dann läuft es.“ Vorteil HSG Konstanz.

 

Er wies aber auch auf die erneut erstklassig agierende Konstanzer Abwehrformation hin, die ihm seine Aufgabe deutlich erleichterte. Das Prunkstück des Konstanzer Spiels machte seinem Namen wieder alle Ehre und ließ die zweifellos vorhandene Klasse der großen Namen im Kader des TVG kaum zur Entfaltung kommen. Wenn die HSG nicht gerade in Unterzahl agieren musste, so war es für Großsachsen im Positionsangriff enorm schwer, sich überhaupt in gute Abschlusspositionen zu bringen, trotz ihres über Zweitliga-Erfahrung verfügenden genialen Spielmachers Jonas Gunst. Neben dem Innenblock mit Mathias Riedel und Paul Kaletsch sowie Simon Flockerzie zeigte sich hier der schon seit Wochen überzeugende Kai Mittendorf (siehe Bild oben zweiter von links mit der Nr. 8) gewohnt kompromisslos und zupackend. Gerade in der zweiten Halbzeit wurde auch dieser Mannschaftsteil im Zusammenspiel mit Max Wolf zu einem echten Pluspunkt, der durch erfolgreichen großen Kampfgeist selbst in Unterzahl schwer zu überwinden war und mit Sonderapplaus bedacht wurde.

Ja, sie sind reißfest, die neuen HSG-Trikots. Hier das von Simon Flockerzie

Der Angriff der HSG Konstanz stellte seinen Aufwärtstrend der letzten Begegnungen auch gegen eine der besseren Defensivformationen der Liga unter Beweis. Allen voran Rechtsaußen Alexander Lauber (im Bild ganz oben erster von links mit der Nr. 18), der sich von Spiel zu Spiel steigern konnte und gegen Großsachsen mit fünf wichtigen Treffern aus teils sehr schwierigen Positionen seine Weiterentwicklung unter Beweis stellen konnte. „Die Vorbereitung lief bei mir ja schon sehr gut, was ich allerdings nicht so ganz in die Saison mitnehmen konnte. Nach dem Mentaltraining klappt es bei mir wieder immer besser“, stellte er zufrieden fest und fügte an: „Wir haben die Bälle oftmals schnell nach vorne getragen und in der zweiten Hälfte diese Chancen auch genutzt.“ Damit sprach er das vielleicht einzige Manko im Spiel der Konstanzer an diesem Abend an. Die dank der sicheren Abwehr gelungenen vielen Ballgewinne wurden durch tolle, präzise Pässe der Torhüter einige Male zu besten Gegenstoß-Chancen genutzt. Allerdings ließ die Chancenverwertung bei diesen Großchancen immer wieder zu wünschen übrig, vornehmlich noch im ersten Durchgang der Begegnung. Neben dem fehlenden Wurfglück ist dies sicher auch ein Verdienst der TVG-Schlussmänner, wobei sich hier insbesondere Marius Fraefel einige Male durch tolle Reflexe auszeichnen konnte.

 

Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass das Spiel der Konstanzer wieder ideenreich, schnell und passsicher war, woran Benjamin Schweda als sicherer Ideengeber einen großen Anteil trägt. Traumkombinationen wie beim 13:13 durch Sebastian Groh zum 8:6 (16.) nach herrlichem Zuspiel von Paul Kaletsch wechselten sich mit sehenswerten Einzelaktionen aus dem Rückraum ab. Mathias Riedel (im Bild ganz oben dritter von links ganz hinten) zeigte seine gute Verfassung bei einigen unnachahmlichen Rückraum-Krachern, die Fraefel nur so links und rechts um die Ohren knallten. Erfolgreichster Torschütze an diesem Abend war jedoch der 22-Jährige Paul Kaletsch mit neun Toren. Scheinbar spielend leicht zeigte er das ganze Spektrum seines großen Könnens und verwandelte entweder ganz trocken durch unhaltbare Schlagwürfe, stieg aus dem Stand hoch und hämmerte den Ball unter die Latte, oder er suchte gnadenlos die Eins-gegen-Eins-Situationen und ging fast immer als Sieger daraus hervor.

Mit neun Treffern bester Torschütze und kaum zu bremsen: Paul Kaletsch

So war es wenig verwunderlich, dass die HSG Konstanz dem Sieg schon nach etwas mehr als 48 Minuten ganz nahe war. Durch einen Zwischenspurt war aus einem 19:17 (42.) binnen nur sechs Minuten ein beruhigendes 23:17 geworden. Die Vorentscheidung. In der ersten Halbzeit hatte hingegen noch alles auf eine enge Partie hingedeutet. Zwar startete Konstanz furios in das Spiel und legte mit 4:2 vor (5.), doch Großsachsen wendete das Blatt schnell zum 4:5 (11.). „Es war so geplant, den Puls durch hohes Tempo auf beiden Seiten gleich zu Beginn nach oben zu treiben“, erklärte Daniel Eblen seine Strategie. Etwas beruhigter dürfte er gewesen sein, als sein Team eineinhalb Minuten vor dem Pausenpfiff mit 13:11 in Führung lag. Durch einen Doppelschlag, davon ein herrliches Tor per Kempa-Trick durch Simon Spilger, konnte Großsachsen diese jedoch zum Pausenstand von 13:13 egalisieren.

 

„Wir hatten Probleme, unsere freien Chancen zu nutzen und Großsachsen hat uns aus zehneinhalb Metern die Bälle reingehauen. Uns war klar, dass das nicht so weitergehen würde“, zeigte sich Daniel Eblen allerdings schon zu diesem Zeitpunkt zuversichtlich. Mit Recht, was bald deutlich wurde. Die zweite Halbzeit gehörte von Beginn an den Gastgebern, die stets vorlegen konnten und bereits in der 38. Minute erstmals mit drei Treffern in Front lagen (18:15). Was folgte, war der beeindruckende Zwischenspurt zum 23:17 und ein deutlicher 28:21 (13:13)-Sieg, der in der mit 750 Zuschauern gut gefüllten „Schänzle-Hölle“ schon für große Begeisterung und langanhaltende stehende Ovationen sorgte, als sich Großsachsen mit einer offensiven Abwehr noch erfolglos um eine Resultatsverbesserung bemühte.

Da ist das Tor: Fabian Schlaich

Daniel Eblen konstatierte hernach glücklich: „Es war wichtig, den Auswärtssieg in Hochdorf mit einem Erfolg zu Hause zu bestätigen. Zwar hatten wir vor der Pause einen kleinen Hänger und haben mit der Chancenverwertung nicht überzeugen können, doch wir haben diese Schwächephase überstanden und einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Wir haben uns aus dieser schwierigen Phase befreit. Es zeigt sich, dass die Liga sehr gut ist, wenn es da mal nicht läuft, wird es ganz schnell sehr schwer.“

 

Schwer wird auch die nächste Aufgabe der HSG Konstanz, die nächsten Samstag bei der heimstarken SG H2KU Herrenberg antreten muss. Gut gestartet und als sehr heimstark bekannt, „wird es sehr schwer dort für uns. In Herrenberg ist immer was los, da müssen wir so konzentriert wie heute in der zweiten Hälfte spielen, um eine Chance zu haben. Wir haben heute gezeigt, dass wir es auch gegen eine offensive Abwehr gut lösen können“, so Alexander Lauber. Sein Trainer Daniel Eblen ergänzte nicht ganz ohne Zuversicht: „Herrenberg ist nicht leicht zu spielen. Sie spielen sehr aggressiv und offensiv und haben durch die letzten Erfolge viel Selbstvertrauen getankt. Es ist schwer dort etwas zu holen. Aber schwer bedeutet nicht unmöglich.“

 

HSG Konstanz: Wolf, Folchert (Tor); Kaletsch (9/1), Schlaich (3), Schweda, Groh (3), Riedel (4), Mittendorf, Flockerzie (2), Stocker (2), Muturi, Krüger, Lauber (5), Bruderhofer.

Zuschauer: 750.

 

 

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