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HSG zahlt Lehrgeld bei abgezocktem Vizemeister Nußloch

HSG zahlt Lehrgeld bei abgezocktem Vizemeister Nußloch

Bild mit Symbolcharakter: HSG-Kapitän Fabian Schlaich findet den Weg am gut aufgelegten Robbie Sowden im SG-Tor nicht vorbei.

 

Handball 3. Liga:

SG Nußloch – HSG Konstanz 28:20 (13:9)

Nußloch zieht Konstanz mit harter Deckung und überlegtem Angriff den Zahn.

HSG sammelt wichtige Erfahrungen bei Top-Team und will „aus Fehlern lernen“.

 

Nach zuletzt zwei Erfolgen in zwei Spielen und dem Sprung an die Tabellenspitze sind die Youngster der HSG Konstanz um eine weitere Erfahrung reicher. Beim letztjährigen Vizemeister SG Nußloch mussten die jungen HSG-Akteure eine verdiente 20:28 (10:13)-Niederlage verarbeiten, nachdem die erfahrenen Gastgeber von Anfang an Herr des Geschehens in eigener Halle waren und mit einer kompromisslosen Abwehr beeindruckt hatten.

 

Nein, es war wahrlich nicht der Geburtstag, den sich Daniel Eblen zu seinem 41. Ehrentag sicher gewünscht hatte. Statt Saisonsieg Nummer drei im dritten Spiel der noch jungen Saison musste er, gesundheitlich angeschlagen, schon auf der Hinfahrt das Coaching in die Hände seines Co-Trainers und Sportlichen Leiters Andre Melchert legen. Und dann musste er hilflos mit ansehen, wie seine Schützlinge gegen ein erfahrenes Top-Team mit vielen ehemaligen Zweitligaspielern statt weiteren Punkten nur Erfahrungen sammeln konnten.

 

Erfahrungen wie jene, als die Gastgeber, hochmotiviert, die deutliche Schlappe der Vorwoche in Hochdorf vor den eigenen Fans vergessen zu machen, von der ersten Minute an den Konstanzern den Schneid abkauften und mit den eigenen Waffen schlugen. Matthias Stocker, nachdem er sich im Training das Knie verdreht hatte und mit Schmerzen nur sporadisch eingesetzt werden konnte, sprach hinterher davon, dass er leider anerkennen müsse, „dass Nußloch mit der harten und robusten Abwehr an der Grenze der Legalität, aber eben noch im Rahmen, schon beeindruckt hat.“ Nach knapp zehn Minuten machte sich dies beim Stand von 5:2 auch langsam im Ergebnis bemerkbar. Und obwohl Konstanz sich nun zurückkämpfte, in einer wahren Abwehrschlacht zum 6:6 ausgleichen und die Partie bis zum 9:9 ausgeglichen gestalten konnte: die Erfahrung der Nußlocher wirkte sich in der von Anfang an aufgeheizten Stimmung immer deutlicher auf das umkämpfte Spielgeschehen aus.

 

Zehn Minuten waren beim 9:9-Gleichstand noch in der ersten Hälfte zu absolvieren, zehn Minuten lang biss sich Konstanz die Zähne an der massiven Deckung des Vizemeisters aus. Nußloch hingegen nutzte die Gunst der Stunde und zog eiskalt auf 13:9 davon. Zu statisch agierte die HSG im Positionsangriff, als dass sie damit den Nußlocher Riegel hätte knacken können. „Unsere Auslösehandlungen waren ohne Ideen und Flexibilität“, so Matthias Stocker. SG-Trainer Christian Job bezeichnete angesichts der starken Leistung seiner Akteure die 20:31-Niederlage vor Wochenfrist „als das Beste, was uns passieren konnte, wenn man so aus solchen Rückschlägen lernt.“ „Erleichtert“ sei er daher vor allem angesichts der gelungenen Darbietung gewesen.

 

Der eigenen Waffen wie des Gegenstoßspiels beraubt, musste Konstanz hingegen erfahren, wie kräftezehrend ein Kampf gegen eine so abgezockte Truppe wie die von Christian Job sein kann. Klug, geduldig und ruhig – und vor allem fast immer erfolgreich schlossen die Nußlocher ihre Angriffe ab. „Wir sind heute leider nicht über die Deckung und einen guten Torwart in unser Spiel gekommen. Die Tore über den Gegenstoß haben gefehlt“, musste der nach 11 Toren als Spieler des Spiels auf Konstanzer Seite ausgezeichnete Paul Kaletsch eingestehen, zumal einige freie Gegenstöße, wenn sie sich einmal ergaben, nicht genutzt werden konnten. „Dazu hat der Zugriff in der Deckung gefehlt, waren auch dort immer wieder Nachlässigkeiten mit dabei. So haben wir vorne für unsere Tore wahnsinnig rackern müssen und hinten hat es nach 15 Sekunden wieder im eigenen Tor geklingelt. Das hat unglaublich Kraft gekostet.“

 

Dennoch hatte seine Mannschaft mit einem Kraftakt tatsächlich den Anschluss hergestellt. Nach 40 Minuten war es eben Paul Kaletsch, der zum 14:15 getroffen hatte und sein Team wieder zurück in das Spiel gebracht hatte. Doch der Kräfteverschleiß, viele Zeitstrafen gegen die HSG und ein gut aufgelegter Robbie Sowden im SG-Kasten verhinderten mehr. Nußloch hatte nach 49 Minuten mit dem 21:17 alles klar gemacht und zeigte sich gegen nun erschöpft wirkende Konstanzer erbarmungslos und zelebrierte die letzten 10 Minuten im Freudentaumel über die geglückte Wiedergutmachung mit einem 28:20-Erfolg gegen den bisherigen Spitzenreiter. Die 4:2-Deckung der Konstanzer verpuffte ebenso, wie der Versuch, die Variante der SGN mit immer wieder einmal einem siebten Feldspieler für den Torwart auszunutzen. Der eingewechselte Stefan Hanemann scheiterte mit einem langen Wurf knapp am zurückgeeilten Feldspieler mit Torwartleibchen.

 

Andre Melchert konnte den auf diese Art und Weise gewonnenen Erfahrungen dennoch etwas abgewinnen: „Alle haben heute gelernt, was auf uns bei einem Topteam zukommt.“ Ausschlaggebend für die klare Niederlage war für ihn vor allem der Umstand, dass „es heute schwer war, sich gegen den starken Innenblock der SG, perfekt organisiert von Philipp Müller, durchzusetzen. In der zweiten Hälfte sind wir vor allem über Paul zunächst etwas besser in die Begegnung gekommen, haben aber leider über die gesamte Spielzeit nicht die Abwehr gespielt, die wir können. Das wurde zwar zunehmend besser, hat am Ende aber nicht gereicht.“ Angesichts des furiosen Saisonstarts betonte der Co-Trainer der HSG aber vor allem das junge Durchschnittsalter seiner Mannschaft von nur 21,8 Jahren und war sich sicher, dass seine Spieler aus den eigenen Fehlern lernen werden. „Wir dürfen nicht vergessen, wie jung unser Team ist. Wir haben jetzt zwei überragende Spiele abgeliefert, dass dann auch mal ein schlechteres folgen kann ist normal. Was mir aber imponiert, ist, dass man schon direkt nach dem Spiel in der Kabine gemerkt hat, dass die Mannschaft daraus gelernt hat. Es wurde miteinander gesprochen und analysiert, um es beim nächsten Mal wieder besser zu machen. Das ist das Beste, was wir als junges Team daraus machen können.“

 

SG Nußloch – HSG Konstanz 28:20 (13:9)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich (2), Manuel Both, Mathias Riedel (2), Luis Pfliehinger, Simon Flockerzie (2), Matthias Stocker, Michael Oehler, Lukas Beck (1), Paul Kaletsch (11/4), Alexander Lauber (2), Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud.

Zuschauer: 450.

 

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