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Husarenstück: Reserve der Rhein-Neckar Löwen wird überrannt

Husarenstück: Reserve der Rhein-Neckar Löwen wird überrannt

Handball 3. Liga:

SG Kronau/Östringen II – HSG Konstanz 31:37 (16:20)

HSG Konstanz beeindruckt mit ganz starker Vorstellung.

Qualifikation für DHB-Pokal schon gesichert.

 

Es war schon beeindruckend, was die HSG Konstanz in Kronau gegen die Reservemannschaft der Rhein-Neckar Löwen ablieferte. 37:31 (20:16) zu Gunsten der Gäste zeigte die Anzeigetafel nach einer in allen Mannschaftsteilen famosen Teamleistung an, als die Konstanzer jubelnd durch die Halle hüpften. Riesig die Freude über den sechsten Sieg in fremder Halle im letzten Auswärtsspiel der Saison, den insgesamt 17. Saisonsieg verbunden mit den Punkten 34 und 35, sowie den Sprung als zweitbeste Rückrundenmannschaft mit 18:10 Punkten vor die Junglöwen auf Tabellenplatz vier. Und das große Ziel des jungen Teams: Qualifikation für den DHB-Pokal in der Saison 2015/16. Der dafür nötige sechste Platz ist dem Team von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen nun schon vor dem letzten Heimspiel am kommenden Samstag um 19 Uhr nicht mehr zu nehmen.

 

Statistiken und Fakten, die umso erstaunlicher sind, wenn man bedenkt, dass Konstanz wie schon seit Wochen auch in Kronau auf die Leistungsträger Matthias Stocker, Mathias Riedel und Kapitän Matthias Faißt verzichten musste. Paul Kaletsch stand nach langer Verletzungspause zwar erstmals wieder im Konstanzer Aufgebot, konnte aber noch nicht eingesetzt werden. Es war im Vergleich zum letzten Auswärtsspiel mit der 18:30-Pleite in Leutershausen somit nicht viel anders. Die gleiche Ausgangssituation als Außenseiter in fremder Halle, die gleiche personelle Situation. Und doch war dieses Mal eben trotzdem alles anders.

 

Konstanz zeigte Selbstvertrauen, Biss und Klasse. Doch Kronau/Östringen hielt zunächst dagegen, lag bis zum 6:5 nach knapp zehn Minuten immer knapp in Front. Dann drehte die HSG unter den Augen von Ex-HSG-Kreisläufer Markus Schoch auf der Tribüne auf und erhöhte das Tempo einer ohnehin schon sehr temporeichen Begegnung noch einmal. Hatte die SG Kronau/Östringen in den Anfangsminuten vor allem über ihren starken Rückraum leichtes Spiel, da die Konstanzer Defensive noch keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler fand, so wurde der Raum für die wurfgewaltigen Schützen der Gastgeber nun immer kleiner. Mit einer aggressiven, früh den Spielfluss störenden und unangenehmen engen Deckung auf die Rückraumschützen bekam die HSG das Spiel und ihren Kontrahenten immer besser in den Griff.

 

19:13 führte Konstanz somit nach 26 Minuten, dann ein Schreckmoment. Der bis dahin nicht zu stoppende dreifache Torschütze und geniale Spielmacher Benjamin Schweda wurde unsanft gestoppt, prallte mit dem Kopf auf das Knie eines Gegenspielers und blieb auf dem Boden liegen, über dem rechten Auge eine blutende Platzwunde. Nach der Auswechslung der sofortige Transport in das nächste Krankenhaus nach Bruchsal, wo der Cut mit mehreren Stichen genäht werden musste. Ein Schock, der den Konstanzern zunächst heftig in den Gliedern steckte. Die HSG verlor kurzzeitig den Faden und schon waren die Junglöwen durch drei Treffer in Folge wieder dran: nur noch 19:16 für Konstanz (29.), auch weil der Ex-Konstanzer Adam Soos in dieser Phase einmal für die SG erfolgreich war.

 

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild: Konstanz kämpft, mit sich und dem Gegner, aber Kronau gewinnt langsam wie aus dem nichts, nachdem die HSG schon auf der Siegerstraße zu sein schien, die Oberhand und schafft den Anschluss. Nur noch 22:21 für die Gäste (37.). Der Moment, in dem der Einbruch wie in Leutershausen folgen sollte? Mitnichten! Vor allem einem überragend aufgelegten Michael Oehler im Konstanzer Rückraum war es zu verdanken, dass die HSG auch diese schwere Phase bravourös überstand. Aus nahezu jeder Position erfolgreich, nie in den Griff zu bekommen und eiskalt mit neun wuchtigen Toren war der 21-Jährige der Schrecken der SG-Abwehr. Auch Daniel Eblen war begeistert von der Leistungsexplosion seiner talentierten Nachwuchshoffnung: „Sensationell, er hat gemerkt, dass die Bälle heute reingehen, hat Mut gezeigt und extrem wichtige Tore für uns gemacht.“

 

Dazu ein Alexander Lauber, der bei sechs Versuchen sechs Tore erzielte – die HSG hatte nun mächtig Spaß an der schwierigen Situation und dem Spitzenspiel beim bisherigen Tabellenvierten. „Wir haben nach gutem Beginn und einer guten Abwehrleistung dann schnell nach vorne gespielt und im Angriff wenige Fehler gemacht. Mir hat’s heute richtig Spaß gemacht und habe mir nach den ersten verwandelten Versuchen auch Würfe genommen, die ich sonst vielleicht nicht nehme“, meinte der 21-jährige Rechtsaußen freudestrahlend. Denn nur fünf Minuten und fünf Tore später hatte die HSG wieder für klare Verhältnisse und ein beruhigendes 27:21-Polster gesorgt, das bis zum Schlusspfiff mit variablem Angriffsspiel, schönen Spielzügen und herrlichen Toren gehalten werden konnte. Auch eine schon auf Höhe der Mittelinie attackierende offene Deckung der Junglöwen konnte die HSG nicht mehr bremsen, vielmehr setzte so Kreisläufer Sebastian Groh sogar aus dem Rückraum den Schlusspunkt zum 37:31-Auswärtssieg.

 

„Es war nicht zu erwarten, dass wir mit demselben Team, das zuletzt in Leutershausen deutlich verloren hat, heute so gut Handball spielen. 37 Tore hier in Kronau ist schon ein Ding. Umso glücklicher bin ich über das Resultat, aber vor allem hat mir die Art und Weise wie wir heute gespielt haben, sehr imponiert“, zeigte sich Daniel Eblen hochzufrieden und analysierte, dass es keine Frage der Taktik, sondern der Emotionen gewesen sei. „Heute haben wir auch die jungen Spieler emotional voll mitgenommen und waren mental voll präsent.“ Manchmal muss gar nicht so viel anders sein, damit es doch ganz anders verläuft. Erfolgreicher, spritziger und voller Leidenschaft.

 

Nach einer dreistündigen Wartezeit in der Notaufnahme und genähter Platzwunde konnte sich auch Benjamin Schweda über den unerwarteten Sieg freuen – und sich um 23.15 Uhr mit einem wartenden Mannschaftsbus auf den rund zweieinhalbstündigen Heimweg machen.

 

Der Mann des Spiels, Michael Oehler, blickte zuvor schon voller Vorfreude gleich auf das letzte Heimspiel der HSG Konstanz am Samstag um 19 Uhr in der Schänzle-Sporthalle gegen den SV Salamander Kornwestheim voraus: „Heute waren wir im Angriff wesentlich verbessert, hatten mehr Bewegung im Spiel, mehr Selbstvertrauen und haben mehr Emotionen gezeigt. Der Knoten ist bei mir geplatzt, es hat geholfen, dass viel mit mir gesprochen wurde. Langsam wird auch die Fitness nach meiner Verletzung immer besser. Wenn man dann die Bälle perfekt in den Lauf bekommt, muss man sie nur noch reinmachen. Gegen Kornwestheim wird das noch einmal richtig schwer. Das wird eine harte Nuss. Wenn wir nicht wie zu Beginn der heutigen Partie zu defensiv in der Abwehr stehen und zu mehr Gegenstößen kommen, können wir auch Kornwestheim schlagen.“

 

Nach dem ersten Auswärtssieg seit Dezember 2009 bei Kronau/Östringen und dem sechsten Erfolg in den letzten acht Partien kann sich die HSG Konstanz mit einem Sieg gegen die beste Rückrundenmannschaft der Liga (23:5 Punkte und zehn Siege in den letzten elf Spielen) im letzten Saisonspiel sogar noch Rang drei sichern, bevor einige langjährige und verdiente Spieler verabschiedet werden. Bei der Saisonabschlussparty wird es zudem eine große Tombola zu Gunsten der HSG-Jugendarbeit mit attraktiven Preisen geben. Zu diesem Spiel hat die HSG Flüchtlinge, die im Landkreis Konstanz wohnen, eingeladen. Vor dem Drittliga-Spiel wird zudem die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga mit dem Konstanzer Nachwuchs in der Schänzle-Sporthalle ausgespielt. Ein volles Programm also für einen tollen Abschluss einer schon jetzt richtig gelungen Spielzeit.

 

HSG Konstanz: Maximilian Folchert (Tor); Paul Kaletsch, Fabian Schlaich (4/2), Benjamin Schweda (3), Sebastian Groh (3), Marc Hafner, Kai Mittendorf (3), Simon Flockerzie (2), Simon Oesterle, Michael Oehler (9), Felix Krüger (2), Alexander Lauber (6), Stefan Bruderhofer (5).

Zuschauer: 150

 

Highlights vom Husarenstück in Kronau

Eine Minute Handball zum Genießen...Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir hier ein paar Highlights vom 37:31-Sieg der HSG Konstanz bei der Reserve der Rhein-Neckar Löwen für Euch...Wie etwa zwei Tore vom überragenden neunmaligen Torschützen Michael Oehler, der traf wie er wollte und nicht zu stoppen war...... und einen wunderschönen Treffer vom sechsfachen Torschützen Alexander Lauber, der eine 100-prozentige Trefferqoute hatte... ("Sauber, Lauber" ;) )...sowie ein Treffer vom immer mehr zum Torjäger avancierenden Kai Mittendorf (3 Tore), der auch wieder als genialer Spielmacher überzeugen konnte......und Simon Flockerzie (2 Tore) mustergültig bediente...!!!Mehr davon gibt's am Samstag um 19 Uhr in der "Schänzle-Hölle" - beim allerletzten Saisonspiel der HSG!

Posted by HSG Konstanz on Montag, 4. Mai 2015

 

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