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HSG trifft in Aue Sekunden vor Schluss ins Glück: „Einfach ein schöner Moment“

Jubel-HSG-Konstanz-in-Aue Jaaaa! Siegtorschütze Joschua Braun wird gefeiert.

2. Handball-Bundesliga:

EHV Aue – HSG Konstanz 23:24 (10:12)

 

Nach einigen vergeblichen Anläufen ist die HSG Konstanz – endlich – belohnt worden: Nach zahlreichen knappen Niederlagen konnte sie mit einem in letzter Sekunde errungenen 24:23 (12:10)-Sieg in Aue einen eminent wichtigen Erfolg feiern. Am Montag, 18.30 Uhr, erwartet die HSG nun die Schweizer Nationalmannschaft zum Test in der Schänzle-Sporthalle. Am Samstag, 20 Uhr,  kommt der HSV Hamburg. Tickets für das Spiel gegen den Champions-League-Sieger von 2013 sind ab 12 Euro unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

 

Kurz bevor sich der HSG-Tross bereits am Donnerstagmorgen auf den Weg ins Erzgebirge aufmachte, betrat Otto Eblen noch einmal den Mannschaftsbus. Mit motivierenden und anschließend mit Applaus bedachten Worten schickte der HSG-Präsident seine Spieler auf die klare Mission Auswärtssieg. Das Maximale herausholen, Konzentration auf das Ziel und in den entscheidenden Momenten waren darin einige Punkte. Und: Dass es dann alles irgendwann einmal in Richtung seiner zuletzt oft nur knapp und unglücklich an Erfolgen vorbei geschrammten Schützlinge kippen würde. Genau so kam es.

 

Mit fünf Toren lag die ersatzgeschwächte HSG Konstanz teilweise in Front. Sechs Minuten vor Schluss jedoch plötzlich 21:22 zurück. Tim Jud und Tom Wolf drehten die Partie erneut – doch Adrian Kammlodt traf wieder zum 23:23. Die letzten Spielminuten waren ein Spiegelbild der Partie: Es ging hin und her, manchmal drunter und drüber in einem intensiven, von den Abwehrreihen geprägten Partie. Genau so, wie es im Abstiegskampf zu erwarten war. Eine Minute vor Schluss bot sich für Konstanz die große Chance zur Entscheidung: Durchbruch, Abschluss frei vor dem Tor. Doch der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Auszeit Aue. Noch 32 Sekunden. EHV-Trainer Stephan Swat sagte den Kempa-Trick an. Den hatte sein Gegenüber Daniel Eblen allerdings ebenfalls auf dem Zettel und stellte seine Mannschaft auf das ein, was kommen sollte. Der Pass von Rechtsaußen in die Mitte. Doch da waren schon Fabian Wiederstein und Joschua Braun und irgendwie konnten sie den Versuch entschärfen.

 

„Glaubt an das Ding“, hatte Eblen in der Auszeit zuvor noch seinen Spielern zugebrüllt. Sie taten es. Obwohl Top-Torschütze Paul Kaletsch, Felix Krüger und Felix Jaeger fehlten und man in den letzten Minuten so erneut im roten Bereich war, an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehe musste. Kapitän Tom Wolf, zuvor fast 60 Minuten im Innenblock und im Angriff gefordert, zog noch einmal das Tempo an, die EHV-Abwehr stürmte auf den achtfachen Torschützen heraus. Das gab Platz für Joschua Braun. Der 21-Jährige ging in vollem Tempo durch die Deckung – und traf. Eiskalt. Zum ersehnten zweiten Auswärtssieg der Saison. Die HSG feierte.

 

Wichtige Bausteine des Erfolgs waren eine hervorragende Defensivleistung, „mit die beste in dieser Saison überhaupt“, so Eblen, ein wie seit Wochen toll aufgelegter Michael Haßferter, der 32 Prozent der Würfe entschärfte. Plus Simon Tölke. Er legte in der letzten Viertelstunde noch einen drauf: 42 Prozent gehaltene Bälle! „Ein Kampfspiel über 60 Minuten“, fasste der Keeper überglücklich zusammen. „Ich finde, wir waren über die komplette Distanz gesehen der verdiente Sieger, obwohl es am Ende unnötig spannend war. Dass ich hier noch meinen Beitrag leisten konnte, ist einfach klasse. Umso schöner, dass wir dann gewinnen. Einfach ein schöner Moment für mich.“ Sein Team hatte schnell auf 4:1 vorgelegt und mit 7:4 geführt. Verrückt wurde es, als Aue das Spiel drehte und nach einer dreifachen Unterzahl der Gäste mit 10:8 in Front ging. In diesem verrückten Tempo ging es hin und her: Konstanz spielte weiter super mit den starken Kreisläufern Fabian Wiederstein, Markus Dangers und Michel Stotz zusammen, hatte in Tom Wolf einen brandgefährlichen Distanzschützen – auf der anderen Seite aber wie die Erzgebirgler immer wieder leichte Fehler im Aufbauspiel oder Abschluss zu verzeichnen.

 

„Die zweite Formation mit Michel und Markus hat uns richtig Luft gegeben“, freute sich Eblen über die geglückte Aufteilung der Kräfte. „Da war nach hinten raus nochmal Power da. Am Ende war es ein Fehler weniger als beim Gegner. Wir wollen jetzt aber nicht Fehler zählen, sondern uns darüber freuen, was die Jungs in der Abwehr und auch im Angriff geleistet haben. Es freut mich, dass sie wissen, dass sie dafür, was sie arbeiten, irgendwann belohnt werden. Und ganz besonders, dass jeder dazu beitragen konnte.“ Mit einem Highlight im Testspiel gegen das Schweizer Nationalteam möchte sich die HSG am Montag, 18.30 Uhr, in der Schänzle-Sporthalle auf einen heißen Tanz am Samstag, 20 Uhr, gegen den HSV Hamburg im nächsten Schlagerspiel vor den eigenen Fans einstimmen.

 

Das komplette Spiel im Re-live: www.hsgkonstanz.de/livestream

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke (5 Paraden), Michael Haßferter (7 Paraden/davon 1 Siebenmeter) (alle Tor); Michel Stotz (1), Fabian Schlaich (2), Aron Czako, Matthias Hild (1), Tom Wolf (8/4), Fabian Wiederstein (1), Markus Dangers (2), Fabian Maier-Hasselmann (3), Fynn Beckmann (2), Joschua Braun (3), Tim Jud (1), Tim Keupp, Samuel Wendel.

Trainer: Daniel Eblen

 

Zuschauer: 1451 in der Erzgebirgshalle Lößnitz

 

Schiedsrichter: Andre Kolb und Markus Kauth

 

 

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