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„Qualität, solche Spiele zu gewinnen“: In hitzigem Duell in Neuhausen zu zehntem Sieg in Folge durchgebissen

Fabian-Wiederstein-HSG-Konstanz-Neuhausen-Jubel Sieg im speziellen "Heimspiel" für Fabian Wiederstein. Die HSG Konstanz konnte damit die Tabellenführung weiter ausbauen.

3. Liga:

TSV Neuhausen/Filder – HSG Konstanz 24:27 (13:13)

 

Der zehnte Sieg in Folge, er war eine ganz schwere Geburt für die HSG Konstanz. In einer umkämpften, emotionalen, teilweise ruppigen Partie bestand der Drittliga-Spitzenreiter vom Bodensee die Reifeprüfung bei einem bärenstark aufspielenden TSV Neuhausen/Filder mit Ruhe und Geduld und dank einer guten Abwehrleistung. Mit 24:4 Punkten konnte die HSG den Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Balingen – zumindest vorübergehend – auf vier Zähler ausbauen.

 

Knapp 16 Minuten waren kurz vor Esslingen, der Geburtsstadt von Fabian Wiederstein, gespielt, da hielten die über 70 mitgereisten HSG-Fans kurz den Atem an. Timo Durst hatte die Gastgeber mit 8:5 in Front geworfen und es zeichnete sich ab, dass hier und heute keine spielerische Gala-Vorstellung wie bei den Rhein-Neckar Löwen II oder zuletzt gegen Willstätt möglich oder gefordert war. Neuhausen agierte bissig, gallig und packte ordentlich zu, um den Konstanzer Spielfluss und die Spielfreude im Keim zu ersticken. Das brachte für Neuhausen zwar bis zum Schlusspfiff insgesamt ganze 24 Strafminuten inklusive zweier Roter Karten aufgrund der dritten Zeitstrafe für Timo Durst und Luis Sommer mit sich, doch gleichzeitig zeigte diese Marschroute zunächst auch die gewünschte Wirkung.

 

„Es war zu erwarten“, konstatierte Daniel Eblen, „dass das hier kein Spaziergang wird. Wir haben uns dann gleich schwer getan, in das Spiel zu finden.“ Neuhausen witterte auf der Gegenseite seine Möglichkeit. Zunächst vor allem dank Torwart Sebastian Arnold. Alleine in den ersten 20 Spielminuten blieb er unter anderem dreimal Sieger im Siebenmeterduell mit Paul Kaletsch oder Tom Wolf, der aber ansonsten nach seiner Verletzung noch nicht wieder voll mitmischen konnte. Zweimal davon schnappte der junge Keeper sich nicht nur den Straf-, sondern fischte spektakulär auch noch den Nachwurf weg. Entsetzen im HSG-Fanblock. Erst recht, als Arnold auch noch einige freie Chancen der Konstanzer zunichtemachte.

 

Doch Konstanz kämpfte, stellte sich auf den Abnutzungskampf ein und schlug zurück. Nach 23 Minuten dann großer Jubel im prall gefüllten Gästefanblock: Samuel Wendel und Paul Kaletsch hatten den Ausgleich zum 9:9 hergestellt. Dieses hitzige Duell sollte nun gleich in mehrerer Hinsicht zur Reifeprüfung für die junge Konstanzer Mannschaft werden, die neben des Ausfalls von Tom Wolf auch noch den von Fabian Maier-Hasselmann kompensieren musste. Der zuletzt starke Rechtsaußen hatte sich am Dienstag im Training eine Knöchelverletzung zugezogen und wurde zwischenzeitlich bereits erfolgreich operiert. Die nächsten Wochen ist allerdings nicht mit einem Einsatz zu rechnen. Der Gegner war heiß gelaufen, spielte, so Trainer Eckard Nothdurft, „an dem Limit, wo wir spielen wollen“ und hatte „alles reingepfeffert“, was er hatte.

 

Gleiches galt für die HSG Konstanz, die nach der ersten Führung kurz vor der Halbzeit mit der Pausensirene durch einen Wurf in das leere Tor von Sebastian Arnold mit dem 13:13-Ausgleich noch einen Nackenschlag zu verdauen hatte. Eblen: „Das war eine nicht so einfache Situation in der Kabine. Wir haben uns aber gesagt, dass wir ruhig bleiben und heute 110 Prozent kommen müssen.“ Und das gelang. Nach den vielen Fehlwürfen vor der Pause wurde die Effektivität deutlich besser – und es war die Zeit von Simon Tölke gekommen. Es war nun die Geschichte des HSG-Schlussmanns, die die Partie dominierte. Freie Würfe vom Kreis – gehalten. Verdeckte Abschlüsse aus dem Rückraum – abgewehrt. Die Abschlüsse von Außen: Oft und immer öfter Beute des 26-Jährigen. Der gelb-blaue Fanblock war aus dem Häuschen. „Simon“ – „Tölke“ wurde dort abwechselnd hin- und hergerufen. So konnte Konstanz von Beginn des zweiten Durchgangs immer vorlegen und sich auf 20:16 absetzen. Weil da auch noch Maximilian Wolf war, der vom besten TSV-Akteur Hannes Grundler ebenfalls einen Siebenmeter von der Linie kratzte. Und Fabian Schlaich eiskalt zuschlug. Eine Vorentscheidung? Von wegen. Nicht in diesem Spiel, nicht in diesem hochintensiven Schlagabtausch. Neuhausen spielte weiter am Limit und nutzte nun eine schwache Phase der HSG mit erneut einigen Fehlwürfen zum Anschluss: 21:22. Wenig später war jedoch alles entschieden: Für Konstanz. Zum zehnten Mal hintereinander. Auch an einem Tag, dem es nicht so recht laufen wollte und der Gegner eine seiner besten Saisonleistungen abrufen konnte. Weil, so Eblen, „wir das Spiel etwas beruhigen konnten und das totale Chaos – trotz wohl um die 40 Fehlwürfe beider Mannschaften zusammen – vermieden haben.“ Mit einer besseren Wurfauswahl, Ruhe im Kopf und dennoch hoher Aggressivität in der Abwehr. Für den 44-Jährigen war dabei vor allem eins entscheidend: „Dass wir die Qualität der Würfe von Neuhausen reduzieren konnten und so Simon in das Spiel gebracht haben. Er hatte dann ganz wichtige Situationen für uns.“

 

Schließlich war der Jubel bei den über 70 Konstanzer Schlachtenbummlern erneut groß über den 27:24-Erfolg. Vor dem nächsten schweren Auswärtsspiel am Samstag bei Oppenweiler/Backnang freute sich der Konstanzer Übungsleiter über „die Qualität der Jungs, auch solche Spiele gewinnen zu können. Dafür haben sie sich durchgebissen und sich in der Abwehr viel und klug bewegt.“

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke (Tor); Michel Stotz, Fabian Schlaich (5/1), Jerome Portmann (1), Tom Wolf, Fabian Wiederstein (5), Paul Kaletsch (8/1), Felix Krüger (1), Joschua Braun (3), Tim Jud (4), Tim Keupp, Samuel Wendel (1).

 

Zuschauer: 650 in der Egelsee-Sporthalle Neuhausen.

 

Schiedsrichter: Stefan Walter und Christian Staszak.

 

 

 

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