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Cheftrainer Daniel Eblen über Spaß an Unbekümmertheit, Vorteile guter Abwehrspieler und Sensibilität für die Stimmung des Publikums: „Die neue Saison wird richtig spannend“

Cheftrainer Daniel Eblen über Spaß an Unbekümmertheit, Vorteile guter Abwehrspieler und Sensibilität für die Stimmung des Publikums: „Die neue Saison wird richtig spannend“

Macht sich schon seine Gedanken zur neuen Saison: HSG-Cheftrainer Daniel Eblen.

 

Daniel Eblen ist seit Anfang 2004 Cheftrainer der HSG Konstanz. Vorher hat er bei der HSG sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen und spielte schließlich mit der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga, bevor ihn eine schwere Knieverletzung zum endgültigen Rücktritt zwang. Anschließend begann er als Co-Trainer unter Adolf Frombach seine Trainerkarriere bei der HSG. Der 40-jährige gebürtige Konstanzer ist verheiratet, hat einen Sohn, einen Bruder und zwei Schwestern und ist Sohn von HSG-Präsident Otto Eblen. Als Diplom-Kaufmann und gelernter Steuerfachangestellter arbeitet er in einer Steuerkanzlei. Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas resümiert der A-Lizenzinhaber nach Wiederaufnahme der Vorbereitung auf die Saison 2015/16 am 15. Juni noch einmal die erfolgreiche Spielzeit 2014/15, spricht über großen Spaß mit unbekümmerten Talenten, die Vorteile guter Abwehrspieler und die Sensibilität seiner Spieler für die Stimmung des Publikums und wagt einen Blick voraus auf die neue Saison.

 

Dani, lass uns noch einmal kurz auf die vergangene Drittliga-Saison zurückblicken. Bei 37:23 Punkten, dem vierten Tabellenplatz und plus 59 Toren im Torverhältnis, mithin dem besten Ergebnis in der 2010 eingeführten 3. Liga, macht der Cheftrainer diese Rückschau sicher gerne…

 

(schmunzelt) Ich bin sehr zufrieden mit unseren Leistungen. Wir sind schwach gestartet und haben uns in einer starken Liga zunächst richtig schwer getan. Was mich nach unserer Aufholjagd ganz besonders beeindruckt hat, war unser Auftreten in der Schlussphase der Saison, als wir wochen- und teils monatelang auf bis zu fünf Leistungsträger verzichten mussten. Unsere jungen Talente Kai Mittendorf, Alexander Lauber, Benjamin Schweda und Michael Oehler haben sich hier toll in den Vordergrund gespielt. Das hat richtig Spaß gemacht.

 

War vor allem die Breite des Kaders mit ein Teil für den Erfolg?

 

Definitiv. Unsere Durchlässigkeit von der zweiten in die erste Mannschaft war sicher ein großes Plus. Die Jungen haben ihre Chancen sofort genutzt und absolut überzeugt. Allerdings muss man sehen, dass angesichts unserer zu diesem Zeitpunkt schon sehr guten Tabellenplatzierung kein Druck auf den Jungen lastete. Sie konnten befreit aufspielen – und das hat richtig gut funktioniert. Der souveräne 37:31-Sieg in Kronau war da ein Highlight. Wie Kai Mittendorf auf der Mitte und Michael Oehler auf den Halbpositionen gespielt haben, war toll anzusehen. Das war ein richtig gutes Spiel, ebenso wie der Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer Nußloch vor einem super Publikum sowie die tolle Reaktion nach unserem schwachen Spiel gegen Herrenberg in Rödelsee mit einem 31:20-Auswärtssieg. Auch im Training konnte ich kontinuierlich deutliche Fortschritte beobachten. Man muss allerdings abwarten, wie die Jungs damit umgehen werden, wenn sie mehr Verantwortung tragen müssen.

 

Also bist Du vollauf zufrieden mit der Weiterentwicklung des mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren sehr jungen Teams?

 

Als Trainer ist man nie ganz zufrieden, aber wir haben viel gearbeitet und viel dazugelernt. Paul Kaletsch hat sich richtig stark entwickelt und ist extrem torgefährlich geworden, seine 122 Saisontore in nur 20 Spielen sprechen für sich. Das Spiel über den Kreis war nicht mehr ganz so zentral für unser Spiel, weil das Spiel über die Außen zu einem immer wichtigeren Element wurde. Hier haben wir uns gut weiterentwickelt. Dass Fabian Schlaich mit 143 Toren nicht nur unser bester Torschütze, sondern damit auch der erfolgreichste Linksaußen der Liga ist, zeigt dies eindrucksvoll.

 

Die Arbeit mit der Mannschaft trug viele Früchte. Mit 20:10 Punkten ist die HSG Konstanz die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Liga. Trotzdem, wo siehst Du noch Verbesserungsbedarf?

 

Die Entscheidungsfreudigkeit fehlt manchmal noch und ist ungleich in der Mannschaft verteilt. Vor allem im Angriff wünsche ich mir hin und wieder mehr Tempo und Mut zu den richtigen Entscheidungen, auch wenn wir hier in der Rückrunde schon besser agiert haben. Unser Mentaltrainer Tarek Amin hat uns hierfür wichtige Impulse geliefert.

 

Im Schnitt trieben bei den Heimspielen knapp 840 Fans das junge Team an. In der Rückrunde pilgerten im Schnitt gar über 950 Zuschauer pro Partie in die „Schänzle-Hölle“. Mit großem Vorsprung wurde die HSG Konstanz damit erneut Zuschauerkrösus im Süden der Republik und bewegt sich wie seit Jahren in der Zuschauergunst im bundesweiten Spitzenfeld der 64 Drittligisten. 1.800 Zuschauer beim ausverkauften Bundesliga-Superball markierten zudem mit großem Vorsprung die Saison-Rekordkulisse der 3. Liga Süd. Wie wichtig ist diese phänomenale Unterstützung für die Mannschaft?

 

Der Anteil der Fans an der gelungenen Saison durch ihre riesige Unterstützung ist nicht zu unterschätzen, dieser Rückhalt ist enorm wichtig. Die Jungs sind sehr sensibel für die Stimmung auf der Tribüne. Alle haben gespürt, dass sie immer positiv war. Jeder Einzelne hat daher immer mit unglaublicher Freude vor unserem großartigen Publikum gespielt, manchmal wurden wir regelrecht davon getragen. Das Resultat: Mit 24:6 Punkten können wir die drittbeste Heimbilanz vorweisen.

 

Das Erfolgsrezept war wieder einmal mehr die stabile Defensive. Mit nur 749 Gegentoren stellte die HSG die beste Abwehr der Liga – und die zweitbeste unter allen 64 Drittligisten Deutschlands. Was ist das Besondere an Eurer Deckung?

 

(lacht) Ohne zu viel zu verraten: In unserer sehr aggressiven, eigentlich defensiv ausgerichteten 6:0-Deckung helfen wir uns sehr gut aus, sodass wir im Eins-gegen-Eins meist in Überzahl agieren können. Jeder ist bereit, ein paar Schritte mehr zu gehen und absolute Disziplin in den Absprachen an den Tag zu legen. Neben tollen Leuten, die gut in der Abwehr spielen können, ist es entscheidend, dass jeder weiß, dass es in der Abwehr zählt und jeder volle Bereitschaft zeigt. Unser Innenblock etwa hat in den verschiedensten Aufstellungen hervorragend funktioniert. Es ist jedem klar, dass man deutlich bessere Karten hat, wenn man nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr gut spielen kann.

 

In den letzten vier Spielzeiten belegte die HSG Konstanz dreimal Rang vier. Ist die HSG Konstanz ein etabliertes Spitzenteam der 3. Liga?

 

Das ist schwer zu sagen. Wir haben gerade über das geringe Durchschnittsalter der bisherigen Mannschaft von unter 23 Jahren gesprochen. In der neuen Saison werden wir mit einem noch einmal deutlich jüngeren Team an den Start gehen. Es sind dann viele junge Leute gefragt, drei unserer fünf Neuzugänge sind zwischen 19 und 21 Jahre alt, der älteste davon ist 24. „Spitzenteam“ beschreibt da nur den status quo angesichts der vergangenen Erfolge. Wir müssen schauen, wie wir mit einem wenig Drittliga erfahrenen Team schnell dazulernen, dann können wir wieder erfolgreich sein.

 

Die Vorbereitung läuft bereits seit 15. Juni wieder auf Hochtouren. Was hast Du mit den Spielern vor?

 

Die erste Woche bestand aus Einzeltraining, wo es um die gezielte individuelle Verbesserung ging. Im Mannschaftstraining setzen wir den Schwerpunkt zunächst auf Ausdauertraining, bevor wir handballspezifischer werden und der Fokus auf Athletik- und Techniktraining gelenkt wird. Anschließend kümmern wir uns um Gruppen- und Mannschaftstaktik und werden die Belastung vor einer kurzen Regenerationspause immer weiter erhöhen.

 

Mit dem Tabellensiebten SV 64 Zweibrücken kommt ein Team aus der 3. Liga West in die Südstaffel dazu, außerdem die drei Aufsteiger VfL Pfullingen, HC Oppenweiler/Backnang sowie die TSG Haßloch. Wie siehst Du die Liga und wen erwartest Du ganz oben?

 

Pfullingen ist nicht nur ehemaliger Erstligist, sondern verfügt über viele gute junge Spieler. Oppenweiler hingegen hat viele Spieler mit Drittligaerfahrung im Kader und Zweibrücken hat sich im Westen gut geschlagen. Die Aufgaben werden nicht leichter. Wer oben landet, wird sich zeigen, dass ist schwer zu prognostizieren. Nußloch und Pforzheim werden aber sicher eine gute Rolle an der Spitze spielen, bei Hochdorf muss man abwarten. Auch Heilbronn kann wieder vorne mit dabei sein. Es gibt einfach viele gute Teams in dieser starken, attraktiven und sehr ausgeglichenen Liga. Es wird richtig spannend und eng zugehen, da bin ich mir sicher.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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