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Felix Krüger: „Wo andere aufgeben, haben wir uns zurückgekämpft – das macht uns aus“

Felix Krüger: „Wo andere aufgeben, haben wir uns zurückgekämpft – das macht uns aus“

Felix Krüger ist mit 22 Jahren einer der jüngsten Spieler im Zweitligakader der HSG Konstanz. Der 1,98 Meter große und 100 Kilogramm schwere Linkshänder hat sich nach einer starken Saison im Oberliga-Team der HSG mit 141 Saisontoren und der Wahl als bester Spieler der Liga im rechten Rückraum in das All-Star-Team in dieser Spielzeit fest im Zweitligateam etabliert. Der gebürtige Wolfacher studiert Sportwissenschaft an der mit der HSG durch eine Kooperation zur Förderung des Spitzensports verbundenen Exzellenzuniversität Konstanz und kam im Sommer 2013 aus Schutterwald in die größte Stadt am Bodensee.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht Felix Krüger über Leistungsschwankungen bei jungen Mannschaften, seine Rolle als einziger Linkshänder im Rückraum der HSG Konstanz und die Herausforderungen auf dieser Position. Außerdem blickt er bereits auf das nächste Spiel der HSG am Samstag um 19.30 Uhr in Wilhelmshaven voraus.

 

Felix, nach der 23:30-Pleite gegen Saarlouis: Ist das Spiel mittlerweile verdaut?

 

Natürlich haben wir uns am Wochenende noch ein paar Gedanken dazu gemacht. So etwas kann passieren, auch wenn es das nicht sollte. Allerdings ging der Fokus schnell wieder nach vorne auf Wilhelmshaven, da geht es schon wieder weiter. Das war einfach ein schlechter Tag. An der Nordsee wollen wir uns wieder anders präsentieren und es besser machen.

 

Ist das vielleicht auch einfach das Los einer so jungen Mannschaft? Gehört das mit zum Entwicklungsprozess?

 

Wir haben schon viele junge und in dieser Liga unerfahrene Spieler im Kader. Bei jungen Akteuren unterliegt die Leistung eher einmal größeren Schwankungen als bei den erfahrenen, alten Haudegen. Die können die Unterschiede zwischen einem guten und schlechten Tagen leichter mit Erfahrung und Routine kompensieren. Für uns gilt es, weiter an der Konstanz zu arbeiten, denn wir hatten viele tolle Spiele – aber nun auch das zweite schwächere.

 

Bist Du über die Geschwindigkeit Deiner eigenen Entwicklung und die des Teams in der 2. Bundesliga überrascht?

 

Klares ja, wie wahrscheinlich bei allen, die die HSG beobachtet haben. Bis zum Wochenende waren es 7:7 Punkte, daran hätte ich nie geglaubt. Hätte uns das vor der Saison jemand so angeboten, wir hätten sofort blind unterschrieben, selbst bei nun 7:9 Zählern. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Liga mit dabei bin. Uns allen ist es gelungen, sich dem Gegner anzupassen. Und je besser der Gegner, desto besser waren wir selbst.

 

Du bist der einzige Linkshänder im Rückraum. Ist das manchmal auch eine Last?

 

Überhaupt nicht, denn ich bin eigentlich davon ausgegangen, mich zunächst länger über das Perspektivteam empfehlen zu müssen. Dass ich nun so schnell in der zweiten Liga regelmäßig zum Einsatz komme, freut mich umso mehr. Ich habe, wie wir alle, eine gute Vorbereitung hinter mir und war dann gegen Bietigheim plötzlich dabei. Natürlich ist der Unterschied zur Oberliga groß, aber ich habe vorher schon Drittligaluft im Training und einigen Spielen geschnuppert. Ich freue mich einfach über das Vertrauen. Wenn es dann ein wenig läuft, reißen einen die anderen mit und mit dem nötigen Selbstvertrauen, der tollen Stimmung von der Tribüne und dem Adrenalin geht es von ganz alleine. Ich empfinde keinen Druck, sondern freue mich, dass ich dem Team helfen und eine Entlastung sein kann. Man darf sich ohnehin nicht zu viele Gedanken machen.

 

Am Samstag wartet Wilhelmshaven, das als Tabellensechster der letzten Saison bis zum vergangenen Spieltag auf den ersten Saisonsieg warten musste. Ein ungünstiger Zeitpunkt, jetzt wo der Knoten dort geplatzt scheint?

 

Der Zeitpunkt ist egal. Fest steht, dass Wilhelmshaven mit seiner guten Mannschaft und einigen Profis sicher nicht dort hingehört, wo es im Moment steht. Allerdings hat der WHV so gegen uns vor eigenem Publikum schon den Druck, eigentlich gewinnen zu müssen. Wir müssen das nicht – wollen aber auswärts wieder so gut wie zuletzt spielen und dort auch wieder Punkte holen.

 

Das Ziel der HSG ist mit dem Klassenerhalt klar formuliert. Was steht bei Dir auf Deinem ganz persönlichen Zettel bis Saisonende? Und hat Dir Dein Cousin Matthias Faißt noch ein paar Tipps dafür mitgegeben?

 

Mein kurzfristiges Ziel habe ich durch die so schnell nicht erwartete Berufung in die Zweitligamannschaft schon erreicht. Jetzt möchte ich möglichst konstant hier meine Leistung bringen, das Vertrauen zurückzahlen, mich für möglichst viele Spielanteile empfehlen und zeigen, was ich kann. Mit Matze tausche ich mich zwar schon allgemein über Handball aus, aber spezifische Tipps waren nicht dabei. (lacht)

 

Was sind die größten Herausforderungen auf Deiner Position?

 

Als Shooter ist es nicht immer leicht, einen guten Mittelweg zwischen dem Mitspielen und dem Wurf zu finden. Hier profitiere ich von unserem tollen Teamgeist. Jeder feuert hier jeden an, jeder versucht seinen Mitspieler zu pushen und ihm Tipps zu geben. Das Spiel bei Bad Schwartau war dafür der beste Beweis. Wo andere Mannschaften vielleicht aufgegeben hätten, haben wir uns alle zusammen wieder zurückgekämpft und am Ende einen Punkt gesichert. Das macht uns aus.

 

Was zeichnet denn die Aufsteiger dieses Jahr aus, die bislang allesamt eine sehr gute Rolle im Bundesliga-Unterhaus spielen?

 

Wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Tabelle nicht so sehr und wer alles wo platziert ist. Ich weiß immer wo wir stehen, das genügt mir. Den Neulingen hat das wohl niemand zugetraut. Ich bin mir sicher, dass dennoch keiner der Aufsteiger unterschätzt wurde. Da hatte ich nie das Gefühl, auch Lübbecke hat hier in Konstanz von der ersten Minute an versucht, mit vollem Tempo Druck zu machen. Es scheint jedoch so, als könnte wirklich jeder jeden schlagen und dass alle Mannschaften unglaublich eng beieinander liegen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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