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Irrer Schlusspunkt: Mit Kempa-Trick in Unterzahl zum Remis gegen Pforzheim

Irrer Schlusspunkt: Mit Kempa-Trick in Unterzahl zum Remis gegen Pforzheim

Paul Kaletsch, siebenfacher Torschütze, steigt hoch und markierte später kurz vor Schluss mit einem Kempa-Trick den 22:22-Ausgleich.

 

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – TGS Pforzheim 22:22 (12:11)

Tolles Handballspiel mit den zwei besten Abwehrreihen der Liga.

Über 1200 Zuschauer sorgen für fantastische Stimmung.

 

Es war wieder einmal alles geboten in der „Schänzle-Hölle“ zu Konstanz. Ein packendes, hochklassiges Drittliga-Match zweier starker Mannschaften, über 1200 fanatische Fans und eine ganz heiße Atmosphäre sowie ein irrer Schlusspunkt. Schließlich trennten sich Drittliga-Spitzenreiter HSG Konstanz und die TGS Pforzheim 22:22 (12:11).

 

Der Hexenkessel am Schänzle kochte und tobte nach dem Schlusspfiff wieder einmal – obwohl es dieses Mal nur einen Punkt zu feiern gab. Erneut hatte Konstanz seine Fans mit einem Grippe geschwächten Simon Flockerzie auf eine wilde Achterbahnfahrt mitgenommen und für ein Finale furioso gesorgt. 19:15 führte die HSG bereits gegen ein sehr stark aufspielendes Pforzheimer Team (47.), doch dann wollte den Gastgebern gegen die beste Defensive der 3. Liga Süd plötzlich kaum mehr etwas gelingen. Nach 52 Zeigerumdrehungen hatte die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga – abgesehen vom 12:12 kurz nach der Pause – zum ersten Mal wieder den Ausgleich hergestellt: 19:19.

 

Richtig düster wurde es für die Konstanzer schließlich eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene. Zuerst traf Paul Kaletsch beim Stand von 21:21 nur die Latte, dann musste Mathias Riedel, sechsfacher Torschütze und wichtiger Abwehrspieler, mit einer Zeitstrafe vorzeitig vom Feld. Die Partie war für ihn beendet und die HSG Konstanz für den Rest des Spiels in Unterzahl. Knapp eine Minute vor dem Ende folgte der vermeintlich endgültige K.o.-Schlag für Konstanz. Hagen Körner ließ die Gäste aus der Gold- und Schmuckstadt jubeln – die erste Gästeführung überhaupt. Konstanz schien trotz über weite Strecken guter Leistung am Boden, die Auswärtsspezialisten aus Pforzheim wieder einmal auf bestem Wege zum nächsten Auswärtscoup.

 

Nur noch eine Auszeit verblieb HSG-Cheftrainer Daniel Eblen – und ein letzter Angriff für seine dezimierte Mannschaft. Ohne Torwart, dafür mit einem zusätzlichen Feldspieler, wurde Fabian Schlaich auf Linksaußen gesucht, dieser brachte den Ball punktgenau zum heranfliegenden Paul Kaletsch. Die sich schon fünf Minuten vor dem Ende komplett erhobenen HSG-Fans hielten einen Moment den Atem an – dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Mit einem Kempa-Trick zwölf Sekunden vor dem Ende war der 22:22-Ausgleich in Unterzahl wieder hergestellt. Mit aufopferungsvollem Kampf wurde anschließend noch der letzte Angriff der Nordbadener abgewehrt und der verdiente Punktgewinn sichergestellt.

 

„Beide Teams haben sich im Angriff schon schwer getan“, wies Daniel Eblen auf die Stärke der beiden besten Abwehrbollwerke der Liga hin. „Dazu hat im Rückraum etwas die Entschlossenheit und von Außen die Genauigkeit gefehlt. Dazu hat mir unsere Passivität in Überzahl nicht gefallen.“ Trotzdem war die Partie vor allem in der ersten Halbzeit alles andere als die erwartete reine Abwehrschlacht. Beide Teams suchten ihr Heil gegen die hervorragenden Deckungsreihen und Torhüter im schnellen Tempospiel nach vorne. Konstanz gelang es zunächst besser, die großen Abwehrspieler der TGS in Bewegung zu bringen und führte folgerichtig meist mit drei Toren (23.), musste aber nach Ablauf der ersten 30 Spielminuten noch einen Siebenmetertreffer zum 11:12-Anschluss der Gäste hinnehmen. Dennoch konnte der zweifache Abwehr-Angriff-Wechsel der TGS so immer wieder erfolgreich unterbunden werden.

 

Die zweite Hälfte wurde dann allerdings doch mehr und mehr von den Abwehrreihen beider Mannschaften bestimmt. Sinnbildlich dafür stand ein wahrer Kraftakt von Matthias Stocker, der für das 20:19 nach zuvor fast sieben langen Minuten ohne Torerfolg nötig war. Nach einer tollen Parade von Konstantin Poltrum schnappte sich der Spielmacher den Ball und umkurvte sofort mit einem Sprint in höchstem Tempo über das ganze Spielfeld in der ersten Welle Gegenspieler um Gegenspieler und versenkte ihn mit letzter Kraft im TGS-Tor.

 

„Am Ende müssen wir über das Remis froh sein, wenn man nur die letzten zwei Minuten betrachtet“, war der wieder einmal für die Überraschungsmomente zuständige Spielmacher zwiegespalten. „Wir hatten aber zuvor auch sehr oft die Chance, fünf oder mehr Tore vorzulegen und haben das durch technische Fehler und Fehlwürfe versäumt. Wir haben hier die falschen Entscheidungen getroffen.“ Tim Jud hatte seine Mitspieler mehrmals sehenswert in Szene gesetzt, doch der Ex-Konstanzer Jonathan Binder im Pforzheimer Tor hatte wie sein Gegenüber Konstantin Poltrum meist das bessere Ende im Duell mit den Schützen für sich.

 

Paul Kaletsch, mit sieben Treffern bester Torschütze der Partie, resümierte ebenfalls hin und hergerissen: „Es ist immer schwer, weil jeder gegen uns besonders motiviert ist. Das nehmen wir an, auch wenn wir heute einen Punkt verloren haben. Dennoch haben wir das Spiel nicht verloren und wollen eben am kommenden Samstag gegen Herrenberg einen Heimsieg mit unseren super Fans feiern.“ Seit 3. Oktober ist die HSG Konstanz nun in eigener Halle ungeschlagen. Für Kaletsch und Stocker ist dies auch auf die großartige Unterstützung von der Tribüne zurückzuführen. „Das war heute wieder wie so oft eine richtig tolle Stimmung, da macht es riesig Spaß zu spielen“, so beide unisono. Einen Spaß, den auch die zahlreich angereisten TGS-Schlachtenbummler versprühten und sich am Ende ebenso wie über 1200 Konstanzer Fans über ein tolles Handballspiel und eine gerechte Punkteteilung freuen konnten.

 

HSG Konstanz – TGS Pforzheim 22:22 (12:11)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich, Marius Oßwald (1), Mathias Riedel (6), Kai Mittendorf, Simon Flockerzie (1), Matthias Stocker (6), Michael Oehler, Paul Kaletsch (7/1), Felix Krüger, Alexander Lauber, Fabian Maier-Hasselmann, Tim Jud (1).

Zuschauer: 1200.

 

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