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Neuer Torwart-Trainer und zusätzliche Trainingseinheiten: HSG rüstet sich für Abstiegskampf

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Johannes Braun, neuer Torwart-Trainer der HSG Konstanz (Mitte), umrahmt von zwei seiner Schützlinge. Links Lukas Herrmann, rechts Sven Gemeinhardt. Es fehlen die verletzten Konstantin Poltrum und Stefan Hanemann sowie Maximilian Wolf.

 

Mit einem 25:22-Sieg in Dresden hat die HSG Konstanz ein kräftiges Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga gesetzt. Mit nun sechs Punkten beträgt der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze vor dem Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen Essen nur noch vier Punkte. Im Hintergrund hat die Vereinsführung unterdessen für weitere Impulse gesorgt, die weitere Energie und Potenziale freisetzen sollen. Mit Johannes Braun, B-Lizenzinhaber und unter anderem baden-württembergischer Auswahltrainer, hat die HSG das Trainerteam um einen neuen Torwarttrainer erweitert. Außerdem wurden zusätzliche Trainingseinheiten für die Mannschaft am Vormittag angesetzt.

 

„Es wird ein Kampf bis zum Ende“, hatte Cheftrainer Daniel Eblen nach der unglücklichen und bitteren Heimniederlage gegen Hagen gesagt und entschlossen hinzugefügt: „Und wir werden ihn offen gestalten.“ Richtig geglaubt hatten ihm diese Sätze zu jenem Zeitpunkt die wenigsten. Doch das blutjunge, verletzungsgebeutelte Team ließ mit einer an die letzte Saison erinnernden bärenstarken Abwehrleistung, bravourösem Kampf, aber auch zahlreichen spielerischen Höhepunkten aufhorchen. Auch Vereinspräsident Otto Eblen sieht den Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht als verloren an. „Wenn unser Publikum uns weiter die Treue hält und das Verletzungspech endlich etwas nachlässt, wird das Blatt sich wenden. Wir haben noch 21 Spiele“, betont der HSG-Macher. „Wir machen das, was wir am besten können: wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden alles versuchen und kämpfen bis zum Schluss. Ich bin weiter optimistisch, gerade nachdem, wie wir die Nackenschläge mit vier Ein-Tor-Niederlagen weggesteckt haben.“ Auf diese Worte lässt er weitere Taten folgen. Johannes Braun, 31 Jahre alt, wird das Trainerteam um Chefcoach Daniel Eblen und seinen Co Andre Melchert sowie Björn Gentner (Athletiktrainer), Tobias Eblen (Talenttrainer) und Tarek Amin (Mentaltrainer) erweitern und sich als neuer Torwarttrainer um die Keeper der HSG kümmern.

 

Der in Überlingen wohnende Gymnasiallehrer mit den Fächern Sport und Deutsch wird die Torhüter in zwei zusätzlichen Einheiten betreuen. „Joe“ oder „Joey“, wie er von allen gerufen wird, ist nicht nur B-Lizenzinhaber, sondern zeichnet als Auswahltrainer seit 14 Jahren erst für den Bezirk Schwarzwald, später für die Hegau-Bodensee-Auswahl, seit zwölf Jahren die südbadische und seit fünf Jahren auch die baden-württembergische Auswahl verantwortlich. Als Spieler war er zuvor selbst Auswahl- und gar Jugend-Nationalspieler und spielte unter anderem bei der SG Köndringen-Teningen in der 3. Liga, verletzte sich jedoch schwer am Rücken und musste seine Spielerkarriere früh beenden. „Stattdessen habe ich mich voll auf das Trainerdasein fokussiert“, lächelt Johannes Braun. „Nun werde ich mich in enger Abstimmung mit Dani etwa um Athletik, Koordination und Verletzungsprophylaxe sowie einen guten Einstieg der Torhüter nach Verletzungen kümmern.“

 

Außerdem wird er mit den Keepern „kritisch reflektieren“, so der gebürtige Schramberger, „wo die Schwächen sind oder sich suboptimale Automatismen eingeschlichen haben.“ Dazu wird er auch mittels Videoanalyse arbeiten und etwa das Stellungsspiel und die Fußstellungen genauer ansehen, nennt er einige Beispiele seiner Arbeit. Dazu kommen Athletik, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Handlungsweisen im Nervenduell mit den Schützen als weitere Felder des torwartspezifischen Trainings. „Ich stehe mit Otto schon lange in gutem Austausch. Meine Meinung war immer willkommen, deshalb war es überhaupt kein Thema, die HSG zu unterstützen“, freut sich Braun auf seine neue Aufgabe und unterstreicht die Wichtigkeit der Torleute: „Im Handball gewinnt in acht bis neun Spielen diejenige Mannschaft, deren Keeper mehr Bälle hält. Dieser statistische Wert verdeutlicht ihren Stellenwert.“ Maximilian Wolf gab diesen Statistiken am Sonntag ein aktuelles Bild. Mit zehn Paraden und 32 Prozent abgewehrten Würfen ebnete das HSG-Eigengewächs den Weg zum Coup in Dresden.

 

Darüber hinaus hat die HSG Konstanz zusätzliche Vormittagseinheiten in Allensbach angesetzt. „Wir sind der Gemeinde Allensbach sehr dankbar, dass wir dort so unkompliziert weitere Zeiten in Anspruch nehmen können“, bedankt sich Otto Eblen bei der Verwaltung, während sich sein Sohn Daniel über die zusätzliche Möglichkeit freut, mit der Mannschaft arbeiten zu können. „Es ist so mehr Zeit, neben Mannschaftstraining individuell noch mehr mit den Jungs in die Tiefe zu gehen. Das tut ihnen gut“, ist der A-Lizenzinhaber zufrieden.

 

Am Samstag, 20 Uhr, soll nun der nächste Schritt auf dem Weg zum großen Ziel gemacht werden. Im Duell mit dem seit sieben Partien ungeschlagenen Ex-Europapokalsieger TUSEM Essen soll der Rückstand auf das rettende Ufer weiter verringert werden. Im Idealfall auf nur noch zwei Zähler. Die HSG Konstanz wappnet sich jedenfalls für einen harten Kampf bis zum Ende, wie Daniel Eblen sich ausdrückt. Nach der Überraschung in Dresden sind davon schon wieder einige Menschen mehr überzeugt. „Wir erspielen uns eine Vielzahl an Chancen, nun müssen wir diese nur verwerten“, blickt Otto Eblen auf die letzten unnötigen Niederlagen zurück und ist überzeugt: „Dann halten wir uns.“

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