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HSG bindet talentierten Linkshänder langfristig: „Zu einem Leistungsträger gereift“

Joschua-Braun-HSG-Konstanz-Eisenach Fliegt langfristig weiter für die HSG: Joschua Braun.

Nach dem K.o. in letzter Sekunde beim ThSV Eisenach nach Sechs-Tore-Führung hatte Zweitligist HSG Konstanz zuletzt einen bitteren Genickschlag wegstecken und verarbeiten müssen. Vor dem Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen Lübeck beim RE/MAX-HSG-Family-Day mit kostenlosem Eis, Kaffee, Kuchen, frischen Waffeln, Hüpfburg und Mitmachaktionen hat Sportchef Andre Melchert allerdings beste Nachrichten zu verkünden: Linkshänder Joschua Braun, mit 21 Jahren schon einer der Leistungsträger, hat seinen Vertrag bis 30. Juni 2023 verlängert. Wie schon bei Felix Krüger und Kapitän Tom Wolf, die kürzlich ebenfalls frühzeitig verlängert hatten, gilt der neue Kontrakt ligaunabhängig sowohl für die 2. Bundesliga als auch die 3. Liga.

 

Welch tolle Entwicklung der junge Mann, der 2017 als A-Jugend-Bundesliga-Torschützenkönig aus Göppingen  nach Konstanz kam, inzwischen genommen hat, war schon in der letzten Saison zu beobachten, wird aber in den letzten Spielen immer deutlicher. Bildhaft wurde dies besonders im Duell gegen Hamm. Da ackerte und verteidigte das 86-Kilogramm-Leichgewicht in der Deckung immer wieder mal gegen Hamms Kraftpaket Jan Brosch. 2,03 Meter misst der Kreisläufer des Tabellenführers, bei knapp 130 Kilogramm Körpergewicht. Und dennoch: Immer wieder hieß der Sieger Joschua Braun. Ein sehenswertes Bild. „Ich versuche eben schnell auf den Beinen zu sein“, grinst Braun. „Dadurch lässt sich der Nachteil in Sachen Kraft ausgleichen.“ Mit einem Achselzucken und der gleichen Leichtigkeit wie auf dem Spielfeld schiebt er die denkbar simple Erklärung hinterher: „Wenn ich vor ihm stehe, kann er mich nur noch umrennen.“ Teil zwei der Gründe für die Abwehrstärke, die ausgestrahlte Ruhe und Selbstverständlichkeit sieht der rechte Rückraumspieler und Rechtsaußen in seinen Mitspielern, insbesondere in Fabian Wiederstein. Auch typisch für Joschua Braun. Zurückhaltend  und immer bescheiden ist er und hebt das Kraftpaket im eigenen Team hervor. Braun: „Ich weiß, dass Fabi immer da ist, wenn mal etwas schief läuft. Das gibt Sicherheit.“

 

Sicherheit, die die HSG Konstanz mit seiner langfristigen Vertragsverlängerung nun auf der wichtigen Position der Linkshänder für gleich drei weitere Jahre nach der aktuellen Saison hat. Fynn Beckmann, Felix Krüger, Fabian Maier-Haselmann, Matthias Hild und nun auch Joschua Braun haben alle Verträge über die laufende Spielzeit hinaus. Andre Melchert kann angesichts der frühen Planungssicherheit zufrieden sein und weiß: „Joschi hat eine tolle Entwicklung gemacht. Wir haben ihn ruhig über die U23 aufgebaut, mittlerweile ist er im Zweitliga-Team zu einem Leistungsträger gereift. Wir freuen uns, dass er lange bei uns bleibt.“

 

Allerdings in der nächsten Spielzeit mit einer Einschränkung. Von Juli 2020 bis Januar 2021 wird er seine Zelte für ein Auslandssemester in Sydney aufschlagen. Nach dem Abschluss des Bachelorstudiums in Mathematik will er Erfahrungen in Australien sammeln, ehe er in Konstanz zurück den Master draufsetzen und wieder bei der HSG angreifen möchte. Denn, so betont er, „ich fühle mich hier super wohl. Es passt einfach alles. Bei der HSG, im Umfeld, an der Uni und in der Stadt. Ich weiß die hohe Lebensqualität hier zu schätzen.“ Nach dem ersten großen Schritt weg aus der gewohnten heimischen Umgebung, der ihn, so überlegt der gebürtige Laupheimer, „offener und selbstbewusster“ gemacht hat, sollen in Übersee weitere Eindrücke in einer völlig neuen Umgebung hinzukommen. Zwar stehen die genauen Pläne noch nicht fest, fit halten wird der passionierte Surfer sich aber auf jeden Fall. Vielleicht sogar beim Sydney University Handball Club, der jedes Jahr aufs Neue am IHF Super Globe, der  Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften, teilnimmt. Mit Oliver Junker lief schon einmal ein HSG-Spieler für Sydney bei diesem Turnier gegen die großen Clubs auf.

 

Im Januar 2021 wird er sich dann wieder auf die Rückkehr an den Bodensee freuen, dort, wo ihm am Seerhein die Sonnenuntergänge besonders gut gefallen. „Das ist toll, ich genieße das“, erzählt der 1,90-Meter-Mann. Seine Ziele: Erst einmal möglichst viele Spiele gewinnen, damit die 2. Bundesliga halten und sich dann langfristig in der „stärksten zweiten Liga der Welt“ etablieren. „Ich freue mich, dass ich so viele Spielanteile bekomme und möchte mithelfen, dass wir unsere Ziele erreichen“, so Braun. „Noch fehlt uns das Erfolgserlebnis. Als Aufsteiger ist es nie leicht, aber wir sind und müssen eine giftige Truppe sein. Dann packen wir es am Ende.“ Nächste Bewährungsprobe: Der VfL Lübeck-Schwartau. Am Samstag, 20 Uhr, zählt dann gegen den Ex-Erstligisten und DHB-Pokalsieger von 2001 wieder Leichtigkeit, Selbstvertrauen und Galligkeit. Wie bei der ersten großen Überraschung gegen Hamm.

Erste Auswärtshürde für Dritte
RE/MAX-HSG-Family-Day am Samstag: Kostenloses Eis,...

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