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Österreichischen Meister überrollt: „Für das Selbstvertrauen viele schöne Geschichten“

Fynn-Beckmann-und-Lukas-Koeder-HSG-Konstanz-Hard Lukas Köder (rechts) und Fynn Beckmann freuen sich. Foto: Sebastian Wolf

Testspiel:

HSG Konstanz – HC Hard 38:28 (17:14)

 

Was die HSG Konstanz insbesondere in der zweiten Halbzeit gegen den aktuellen Meister Österreichs, den HC Hard, ablieferte, sorgte für Staunen bei den Fans auf der Tribüne und viele lächelnde Gesichter. Die Konstanzer überrollten den European-League-Starter mit 38:28 (17:14) und brannten in der zweiten Hälfte mit einem Höllentempo ein echtes Feuerwerk ab (21:14).

 

 

Nach einem schwierigen Beginn und schnellem 0:3-Rückstand beeindruckte die HSG durch die Bank. Gegen den körperlich sehr robusten und wurfstarken Gegner formierten die Gastgeber nach rund einer Viertelstunde mit ihrer sehr beweglichen und offensiven Deckung ein echtes Bollwerk, hatten dahinter in Leon Grabenstein einen starken Keeper und vor allem über die pfeilschnellen neu gekommenen Außen Gianluca Herbel (sechs Tore) und Lukas Köder (elf Tore) ein unfassbar gefährliches Umschaltspiel, das dem Gegner enorm zusetzte. Aber auch Samuel Wendel gegen seinen Jugendverein und Aron Czako stachen auf Linksaußen. Trainer Jörg Lützelberger hatte nach der Partie gut lachen: „Ich freue mich, dass ich das erste Spiel mit meiner Mannschaft gewinnen konnte. Es war zwar nur ein Testspiel, aber gewinnen macht Spaß.“ Genau diesen Hunger hatte man seiner jungen Mannschaft gegen die Routiniers aus dem Nachbarland deutlich angemerkt. Zu Beginn hatte sie dem aus dem Rückraum sehr präsenten HC Hard noch zu viele Räume gelassen und ein paar Chancen nicht verwertet. Dann jedoch begannen bald die Konstanzer Festspiele. Leon Grabenstein fischte ein paar komplett freie Gelegenheiten des Kontrahenten weg, die Deckung ließ Hard keinerlei Raum zur Entfaltung und in der Offensive sprühte die HSG nun nur so vor Spielfreude. Von Kempa-Tricks, über Heber und Dreher waren alle denkbaren Kunststücke und Highlights mit dabei.

 

„Wir waren zu Beginn noch etwas zu statisch und hatten müdere Beine als im ersten Test“, erklärte Lützelberger. „Wir haben viel, gut und hart in dieser Woche trainiert. Wir mussten uns erst reinkämpfen.“ Mit „ordentlich Investment, Disziplin im Angriff und Wille in der Abwehr“, so der 36-Jährige weiter, konnten die Gelb-Blauen rasch zum 6:6 ausgleichen und sich schon vor der Pause mit drei Treffern in Front werfen. Nach der Halbzeit enteilte Konstanz gar auf bis zu zwölf Treffer. Die Marschroute in der Halbzeit war klar: „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich mein erstes Spiel mit der HSG gewinnen möchte. Darauf hatten wir Bock. Gewinnen macht Spaß und tut gut.“ Hard hatte der enormen Spielgeschwindigkeit und Freude am Kombinieren nichts mehr entgegenzusetzen. Auch weil Maximilian Wolf an seinem Geburtstag die guten Trainingseindrücke bestätigte und in der zweiten Hälfe zu großer Form auflief und den Gegner mit tollen Reflexen entnervte.

 

Ist es somit am Ende vielleicht sogar zu gut gelaufen im zweiten Test der Vorbereitung? Jörg Lützelberger schüttelte den Kopf. „Am Ende geht es darum, was wir entwickeln wollen. Heute haben wir den nächsten Schritt gemacht. Die Schnittstellen, die wir vor dem ersten Test noch nicht besprochen hatten, waren viel besser. Dafür haben wir neue Fehler gemacht. Es gibt noch viele Dinge an denen wir arbeiten können. Ich weiß das einzuordnen.“ Zwar machte das Ergebnis allen Spaß, doch wichtiger sei im Detail zu sehen was gelungen war und was nicht, doch „für das Selbstvertrauen waren viel schöne Geschichten dabei.“ Bei aller Freude über einen wirklich bärenstarken Auftritt musste Konstanz einen Schreckmoment verdauen, als Fynn Beckmann hart zu Boden ging und verletzt vom Spielfeld begleitet werden musste. Die Hoffnungen ruhen darauf, dass sich die Verletzung als nicht so schwer wie zunächst befürchtet herausstellt.

 

Nach dem Abpfiff unter großem Applaus der begeisterten Fans versammelte sich die Mannschaft im Kreis. Denn wenn es etwas zu kritisieren gebe, dann „dass es kein Spielstand rechtfertigt, unkonzentriert zu sein“, so der ehemalige Bundesligaprofi. „Wir sind teilweise schlecht zurückgelaufen. Das ist nicht schön, egal wie es steht. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich darüber nicht mehr sprechen möchte, falls wir wieder deutlich führen sollten.“ Schließlich konnte er zufrieden Bilanz ziehen und darauf freuen, dass „wir jeden Tag etwas Anderes zum Thema machen, lernen und uns verbessern wollen.“ Der Auftritt gegen einen gut besetzten Gegner hat dabei viel Lust auf mehr gemacht. Am Samstag, 17.30 Uhr, empfängt die HSG erneut vor Fans den Schweizer Meisterschaftsviertelfinalisten Wacker Thun in der Schänzle-Sporthalle.

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Leon Grabenstein (beide Tor); Michel Stotz, Aron Czako (2), Joel Mauch (1), Gianluca Herbel (6), Jo Knipp, Fynn Beckmann, Joschua Braun (3), Tim Bornhauser (4), Jannes Timm, Samuel Wendel (4), Peter Schramm (2), Niklas Ingenpaß (4), Lukas Köder (11/5), David Knezevic (1).

 

 

Alle Termine im Überblick:

Vorbereitung

7. August, 17.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz vs. Wacker Thun

11. August, 19 Uhr, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz vs. Pfadi Winterthur

13.-15. August S-Cup in Altensteig u.a. mit Derby vs. HBW Balingen-Weilstetten

19. August, 18 Uhr, Ferndorf: TuS Ferndorf vs. HSG Konstanz

20. August, 19.30 Uhr, Bergisch Gladbach: Bergische Panther vs. HSG Konstanz

21. August, Haan: Spiel oder Turnier in Haan

28. August, Zeit steht noch nicht fest, Schänzle-Sporthalle: HSG Konstanz vs. TuS Fürstenfeldbruck

3. Liga

4. September, 19.30 Uhr, Kuhberghalle Ulm: TSG Söflingen vs. HSG Konstanz

11. September, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz: HSG Konstanz vs. HC Oppenweiler/Backnang

 

>> Zum kompletten Spielplan

Test gegen Wacker Thun: „Den Ball kann man nicht s...
Vor Test gegen Champion Österreichs: „Unsere Jungs...

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