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Kapitän Patrick Glatt im Interview: „Der Superball wird elektrisieren, die Halle kochen – das ist pure Motivation!“

Kapitän Patrick Glatt im Interview: „Der Superball wird elektrisieren, die Halle kochen – das ist pure Motivation!“

Leidenschaftlich, emotional und lautstark. Patrick Glatt fordert als Torhüter der HSG Konstanz von sich und seinen Mitspielern immer 100 Prozent – oder sogar mehr. Seit dieser Saison ist er mit 29 Jahren der älteste Spieler im sehr jungen Team der HSG (Altersdurchschnitt unter 23,0 Jahre). Aber nicht nur seine Erfahrung sowie seine Motivations- und Führungsqualitäten sind gefragt, denn auch mit viel Humor weiß der ebenfalls seit dieser Saison zum Mannschaftskapitän bestimmte Schlussmann mitzureißen. Neben dem Handball begeistert sich der gebürtige Offenburger, der beim TuS Schutterwald groß geworden ist und 2005 nach Konstanz kam, auch für andere Sportarten – wenn es sich nicht gerade um Turnen handelt – und verbindet die Liebe zum Sport deshalb auch mit einem Sportwissenschaftsstudium. Dieses wird er demnächst mit dem Master abschließen. Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas sprach er über die Hinrunde, die Vorbereitung in der Winterpause und das große Handballevent „Bundesliga-Superball“ am Samstag, 11.1. ab 15.00 Uhr in der Konstanzer Schänzle-Sporthalle mit dem HSG-Gegner TSV Friedberg. Zudem wagt er einen Vergleich von Damen- und Männerhandball sowie einen Blick voraus – und lüftet das Geheimnis um die Herkunft und Bedeutung seines Spitznamens „Rossi“.

 

Rossi, nach einer zum Ende hin immer erfolgreicheren Hinrunde: Seid Ihr Deiner Meinung nach mit 17:13 Punkten im Soll?

 

Nahezu ja. Wir hatten einige richtig starke Spiele wie gegen Horkheim und Hochdorf zu Hause oder auch auswärts in Coburg, wo wir jedoch sehr unglücklich unterlagen. Allerdings hatten wir auch einige schwächere Spiele, die sich aber im Rahmen halten. Gerade auswärts hatten wir am Anfang noch einige Probleme, was auch daran lag, dass Matthias Faißt und Simon Flockerzie angeschlagen in die Runde gingen und wir teilweise das gesamte Abwehrzentrum unterschiedlich besetzen mussten. Aus dieser Zeit sind wir letztlich sogar gestärkt hervorgekommen, weil die neuen Spieler somit direkt Einsatzzeiten auf den zentralen Positionen bekamen und Verantwortung übernehmen mussten. Das hat sich vor allem in den Spielen im November und Dezember positiv bemerkbar gemacht.

 

Hat Euch die fast vierwöchige Winterpause gut getan? Konntet Ihr weiter an der Abstimmung feilen, Euch weiter einspielen und kleinere Verletzungen auskurieren?

 

Die Winterpause hat definitiv jedem Einzelnen gut getan, wobei jeder seine freie Zeit unterschiedlich genutzt hat. Natürlich hat uns Dani (Cheftrainer Daniel Eblen, d. Red) für die Pause noch Anweisungen mitgegeben, damit wir den Weihnachtsbraten auch wieder schnell abbauen. (lacht) Seit Anfang des Jahres sind wir wieder im Training und voll motiviert, die Rückrunde erfolgreich zu gestalten.

 

Am Samstag steht mit dem Bundesliga-Superball ein großer Event bevor. Was erwartest Du bei der Premiere eines reinen Handball-Superballs in der Konstanzer Schänzlehalle?

 

Ich bin einer der wenigen aktiven Spieler, der noch den „alten“ Superball (bestehend aus einem Volleyball-, Basketball- und einem Handballspiel nacheinander, d. Red.) miterlebt hat. Es war damals schon sehr speziell. Ein reiner Handball-Superball ist dagegen etwas Neues und sehr elektrisierend für mich als Spieler. Die Halle wird in toller Atmosphäre kochen und ich hoffe, dass alle Heimmannschaften davon profitieren. Auf jeden Fall wird es ein Superereignis für die Handballregion Bodensee. So viel hochklassigen Handball an einem Tag und in einer Halle gab es hier noch nie.

 

Gegner für die HSG wird der amtierende Drittligameister TSV Friedberg sein. Im Hinspiel, das zugleich das erste Spiel der Saison war, musstet Ihr Euch gleich mit einer deutlichen 20:27-Niederlage auf den Heimweg machen…was ist nun im Rückspiel in eigener Halle gegen Friedberg möglich?

 

Ich wäre nicht Sportler, wenn ich sagen würde, dass nichts drin wäre. Logisch will ich gewinnen. Friedberg ist eine starke Mannschaft, die zwar einen großen Aderlass vor der Saison hatte, die Abgänge jedoch durch junge, willige Spieler ersetzt hat. Das macht sie umso gefährlicher. Und was passieren kann, wenn man sie unterschätzt, hat man im Hinspiel gesehen…

 

Was müsst Ihr tun um erfolgreich sein zu können – und wo liegen die Stärken und Schwächen des TSV?

 

Der TSV spielt schon immer einen sehr guten Tempohandball gepaart mit einer starken Abwehr. Wenn wir es schaffen, dass sie nicht so viele leichte Gegenstoßtore erzielen wie im Hinspiel, dann sehe ich dem Spiel sehr positiv entgegen.

 

Der SV Allensbach und die HSG Konstanz hoffen auf einen neuen Zuschauerrekord und erwarten im Idealfall bis zu 1.800 Zuschauer. Ist das nur pure Motivation oder kann das auch Nervosität verursachen – wird überhaupt etwas anders sein für Dich als Spieler oder bekommt man sowieso nicht mit, was auf der Tribüne passiert?

 

Für mich ist das pure Motivation! Ich weiß, dass unsere Zuschauer uns immer unterstützen und uns so lange nach vorne treiben, bis wir gewonnen haben. Wie es der Zufall so will, war das letzte Spiel vor fast voller Schänzlehalle in der letzten Saison ebenfalls gegen Friedberg. Damals konnten wir dem Favorit einen Punkt abringen. Dieses Mal kommen hoffentlich noch ein paar Zuschauer mehr – dann sollten es dieses Mal auf jeden Fall zwei sein. (grinst) Klar, ein kleines bisschen Nervosität wird dabei sein, aber ich denke, dass man diese Spiele vor so einer Kulisse einfach in vollen Zügen genießen muss.

 

Die in der 2. Bundesliga spielenden Damen des SV Allensbach spielen vor der in der 3. Bundesliga antretenden HSG Konstanz. Was war das letzte Damenspiel, das Du verfolgt hast? Was macht Damenhandball für Dich aus?

 

Das letzte Spiel war das Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark, allerdings nur vor dem Fernseher. Das letzte Livespiel ist leider schon ein bisschen her. Ich finde Damenhandball generell schön zum Anschauen. Er ist im Gegensatz zum Männerhandball nicht so von Härte in der Abwehr geprägt, wodurch das Spiel teilweise technisch schöner wird. Dafür leidet ein bisschen das Tempo. Beides hat auf jeden Fall seine schönen Seiten.

 

Und wie geht es nach dem Bundesliga-Superball weiter? Was rechnest Du Dir als Kapitän des im Durchschnitt erst unter 23 Jahre alten Teams im Verlauf der Rückrunde bis Saisonende noch aus?

 

Das ist schwer zu sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab: Kommen wir ohne Verletzungen durch die Runde? Wie viel Energie hat die Hinrunde schon gekostet und wie gut können wir das Zusammenspiel sowohl in der Abwehr als auch im Angriff verbessern? Und das sind nur ein paar wenige. Ich hoffe, dass wir uns in die Serie der fast schon traditionell starken Rückrunde der HSG, von letzter Saison einmal abgesehen, eingliedern. In diesem Punkt vertraue ich meinem Team vollkommen. Wir werden aus einer starken Abwehr heraus wieder das bekannte HSG-Bollwerk stellen und dann klappt es auch im Angriff. Auf jeden Fall möchte ich den aktuell fünften Tabellenplatz halten – und dann schauen wir mal was noch nach oben geht…

 

Dein Spitzname, mit dem Dich in Konstanz – vom Fan bis zum Trainer und Präsidenten – alle rufen ist „Rossi“. Wie kamst Du zu diesem Spitznamen und was hat er für eine Bedeutung?

 

Der Spitzname geht auf mein erstes Training bei der HSG zurück. Damals kam Andre Melchert (damals noch Spieler, heute Co-Trainer der HSG Konstanz, d. Red.) zu mir und meinte, dass ich wie Jörg Roßkopf (ehemaliger deutscher Tischtenniswelt- und Europameister, d. Red) aussehe. So wurde der Spitzname geboren und ich habe mich mit ihm angefreundet. Jetzt kennen mich selbst meine Dozenten kaum mehr unter meinem richtigen Namen…

 

Fragen: Andreas Joas

 

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