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Klare Mission in Aue: „Qualität verloren – und Qualität dazugewonnen“

Markus-Dangers-HSG-Konstanz-Eisenach "Qualität dazugewonnen": Markus Dangers soll bei der Mission Klassenerhalt einer der X-Faktoren werden.

2. Handball-Bundesliga:

EHV Aue – HSG Konstanz

(Freitag, 19 Uhr, Erzgebirgshalle Lößnitz)

 

Trotz 40 starker Minuten blieb die Überraschung gegen den Tabellenzweiten TuSEM Essen aus. Nun zählen für Handball-Zweitligist HSG Konstanz nur die Punkte beim Freitagsspiel (19 Uhr) in Aue. Eine Woche später kommt am 14. März der HSV Hamburg in die Schänzle-Hölle. Tickets sind schon ab 12 Euro unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

 

Es herrschte eine ziemliche Stille im Kabinentrakt der HSG Konstanz nach der Niederlage gegen Essen. Enttäuschung und Erschöpfung sorgte für geschäftiges Treiben an den Behandlungstischen der medizinischen Abteilung. Viel gesprochen wurde dabei in den ersten Momenten allerdings nicht. Der beherzte, wenngleich in den letzten zehn Minuten etwas unglückliche Auftritt ohne drei Stammkräfte hatte viel Energie gekostet. Zumal einige Spieler besonders schwer belastet waren. „Das war ein ordentliches Spiel“, lobte Daniel Eblen auf der einen Seite. Auf der anderen wurde deutlich, dass die Kräfte nicht so verteilt werden konnten, dass „wir es die paar Minuten noch über die Ziellinie bringen.“ Der Cheftrainer der jungen Konstanzer hat dabei die komplexe Aufgabe im Blick, eine in den letzten Wochen durcheinander gewirbelte Mannschaft bis in die kleinsten Nuancen neu zu sortieren.

 

Ein schwieriges Unterfangen, wenn sich das Aufgebot Woche für Woche ändert. Spieler zurückkehren, andere wieder ausfallen. Oder wie Neuzugang Felix Jaeger noch gar nicht zum Einsatz kommen konnten. Auch für den Auftritt in Aue gibt es erneut einige Fragezeichen, sodass sich wieder erst kurzfristig das zur Verfügung stehende Personal endgültig ergeben wird. Eblen: „In Abwehr und Angriff mussten wir so zwangsläufig immer wieder umstellen und Belastungen auf weniger Schultern verteilen.“ Etwas, wofür Erfahrungswerte benötigt werden. „Auf der einen Seite haben wir durch die Ausfälle Qualität und Optionen verloren“, erklärt er, „auf der anderen andere Qualität mit Markus Dangers dazubekommen. Nun ist man auf der Suche nach dem Weg, „dies optimal durch 60 Minuten zu bringen und zu nutzen“, so der 45-Jährige.

 

Die nächste Aufgabe ist indes als eine der schwersten Auswärtshürden in der 2. Bundesliga bekannt. Aue gilt als heimstark, holte daheim bereits 15 Punkte, und die Erzgebirgshalle ist als heißes Pflaster berüchtigt. Der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtspartien kann in den stimmungsvollen Hallen der 2. Bundesliga in nahezu jeder Begegnung beobachtet werden. Dessen ungeachtet, wird man im Konstanzer Lager „wie in jedem Spiel das Beste tun, um das Maximale herauszuholen. Wir werden unsere Chancen bekommen“, gibt sich Eblen kämpferisch. „Wir müssen sie aber am Schlafittchen packen und diese Situationen für uns einnehmen. Konzentration und der Glaube an sich selbst werden ganz entscheidend."

 

Dafür betreibt der HSG-Tross einen großen Aufwand. Bereits am Donnerstagmorgen macht sich die HSG auf den Weg, wird unterwegs noch in Bayreuth trainieren und in Zwickau ein Hotel beziehen, um am Freitagabend bestmöglich vorbereitet zu sein. Im DHB-Pokal im August unterlag man im Erzgebirge knapp mit 25:27, das Hinspiel im eigenen Hexenkessel konnte nach 30:21-Führung mit 30:27 gewonnen werden. Doch Eblen warnt: „Aue hatte die letzten Jahre immer einen Top-Kader. So auch dieses Mal.“ Stephan Swat ist es gelungen, Kontinuität und Konstanz in die Leistungen zu bekommen, sodass die Sachsen derzeit mit 20 Punkten schon etwas gesichert scheinen. Besonders stark in Erscheinung traten bislang Adrian Kammlodt (114 Tore, Neuzugang aus Dresden und zehntbester Torschütze der Liga), sowie Bengt Borhorn, der mit 113 Toren zweiterfolgreichster Kreisläufer der Liga ist. Im Winter wurde noch der bosnische Torhüter Anadin Suljaković von der HSG Wetzlar ausgeliehen.

 

Angesichts der besonderen Stimmung in der Erzgebirgshalle stellen sich die Konstanzer Verantwortlichen auf ein „schweres Spiel ein. Wir wissen, was dort los sein wird. Bisher haben wird dort nicht besonders gut ausgesehen“, sagt der Trainer der Gelb-Blauen, fügt aber an: „Uns bringt es jedoch gar nichts, nach hinten zu sehen. Wir wollen Punkte sammeln, egal, wie schwer es wird.“ Sein größter Wunsch dürften dabei weniger Fehler in den entscheiden Situationen und mehr Effizienz im Abschluss sein. Auf Kampf, Wille, eine gute Abwehr und mit Michael Haßferter einen starken Rückhalt im Tor konnte er sich als Konstanten zuletzt stets verlassen. Die Sehnsucht nach der Belohnung dafür ist groß. Der Geräuschpegel in Konstanzer Kabinennähe dürfte in diesem Fall wieder deutlich zunehmen.

 

Das Spiel wird live und kostenlos auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

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