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Last-Minute-Derbysieg: Tabellenführung weiter ausgebaut

Last-Minute-Derbysieg: Tabellenführung weiter ausgebaut

Ausgelassender Jubel bei der HSG Konstanz: Nach dem Derbysieg ist das Eblen-Team nun seit zwölf Spielen ungeschlagen.

 

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – SG Köndringen-Teningen 32:30 (17:16)

Abwechslungsreiches, spannendes Derby mit hohem Tempo.

Starke Breisgauer liefern Konstanz packenden Schlagabtausch.

 

Derbys haben ihre eigenen Gesetze und schreiben ihre ganz eigenen Geschichten, so die oft und gerne bemühten alten Plattitüden. Das Südbaden-Derby zwischen der HSG Konstanz und der SG Köndringen-Teningen setzte aber tatsächlich doch wieder einmal viele Gesetze außer Kraft und schrieb ganz spezielle Geschichten. Am Ende behielt Drittliga-Spitzenreiter Konstanz vor über 800 Zuschauern in der „Schänzle-Hölle“ mit 32:30 (17:16) die Oberhand und war auch im zwölften Spiel hintereinander nicht zu bezwingen. Dank Ausrutschern der Verfolger beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten mit nun 29:5 Punkten schon sechs Punkte.

 

Groß war der Konstanzer Jubel daher nach Schlusspfiff einer verrückten Partie. Die „Schänzle-Hölle“ glich einem Tollhaus, als Matthias Stocker die über 800 enthusiastischen HSG-Fans mit dem 32. Treffer für die Gastgeber mit dem Schlusspfiff erlöst und in einen Glücksrausch versetzt hatte. Es war schon wieder ein furioser Schlusspunkt unter einen verrückten Derby-Fight. Ein Fight, den starke Gäste aus dem Breisgau in den ersten Minuten klar dominierten und die HSG kalt erwischten. 2:7, so die ernüchternde Bilanz nach nur fünfeinhalb gespielten Minuten. Es ging Schlag auf Schlag, denn beide Mannschaften gingen ein enorm hohes Tempo.

 

Köndringen-Teningen hatte der HSG bei diesem Schlagabtausch zunächst drei Trümpfe voraus. Torhüter Domenico Ebener bot eine überragende Vorstellung, spielte sich teilweise in einen regelrechten Rausch und wurde hinterher von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen mit den Worten „mit der beste Mann auf dem Feld“ gelobt. In der Offensive stand der tollen Vorstellung zudem Rückraumschütze Felix Gäßler in nichts nach. Insgesamt siebenmal traf er ins Schwarze und war damit trotzdem nur zweitbester Torschütze seines Teams. Chris Berchtenbreiter gelang als Kreisläufer das Kunststück, neunmal erfolgreich abzuschließen.

 

Daniel Eblen war deshalb geschockt über die Anfangsphase: „Den Beginn haben wir komplett verschlafen, liegen schnell fünf Tore zurück – dann tut man sich eben schwer.“ Vier freie Gegenstöße landeten in den Fängen von Ebner, Pässe zum Gegenstoß wurden von der SG abgefangen und Gäßler ließ Konstantin Poltrum anfangs keine Chance, überhaupt in die Partie zu finden und „verteilte die Bälle im ganzen Tor“, wie Eblen beeindruckt registriert hatte.

 

Konstanz zeigte dann jedoch von Minute zu Minute besser, warum man zurecht an der Tabellenspitze steht und kämpfte sich mit einer großartigen Mannschaftsleistung wieder zurück. Konstantin Poltrum bewies Nervenstärke, ließ die ersten Minuten, in denen er keinen Ball zu fassen bekam, an sich abprallen und lieferte sich jetzt mit Ebner auf der anderen Seite ein packendes Duell zweier herausragender Torhüter – ein Grundstein für die Aufholjagd des Spitzenreiters. Nach 27 Minuten war die SG dann eingefangen: 14:14 durch Mathias Riedel – nicht nur an diesem Abend selten fair zu stoppen und zudem guter Vorlagengeber für seine Mitspieler wie Paul Kaletsch, der siebenmal traf und zusätzlich fünf Siebenmeter bei nur einem Fehlversuch eiskalt versenkte.

 

Kurz darauf gelang Konstanz die erste Führung – aber wie. Im Gegenstoß wurde Matthias Stocker abgeräumt, konnte aber stolpernd und fallend gerade noch zum 15:14 (28.) abschließen, während Daniel Warmuth zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste, bevor beim Stand von 17:16 die Seiten gewechselt wurden.

 

Durchgang zwei startete genau wie Hälfte eins – nur, dass Konstanz den Spieß umgedreht hatte. Die HSG legte nun mit einem Höllentempo fest entschlossen vor und distanzierte den südbadischen Rivalen auf vier Tore (21:17, 36.). Fünf Tore hinten, vier in Front – und dann ganz schnell erneut mit einem, später sogar zwei Treffern zurück. Es war nun ein verrücktes Derby, das Köndringen-Teningen mit fünf Treffern zum 21:22 gedreht hatte und, nachdem die Führung mehrmals gewechselt hatte, mit 28:26 anführte (52.).

 

Als dann aber HSG-Kapitän Fabian Schlaich einmal in bester Basketball-Manier einen freien Ball vor dem Tor der Gäste über den Köpfen der Spieler zurück zu seinen Mitspielern tippte und kurz darauf einen verunglückten Gegenstoßpass gerade noch vor dem Aus mit einem Sprung ergattern und zurück in die eigene Spielfeldhälfte werfen konnte, wurde der große Kampf und Einsatz der HSG Konstanz nicht nur mit Sonderapplaus belohnt. Auch die 30:29-Führung gelang, doch eine Minute vor Schluss stand es wieder Unentschieden, 30:30. Zuerst Paul Kaletsch nervenstark zum 31:30 und schließlich Matthias Stocker mit der Schlusssirene durch die offene Deckung der Breisgauer hindurch mit dem 32:30 versetzten den Hexenkessel „Schänzle-Hölle“ dann in kollektive Ekstase.

 

Daniel Eblen war anschließend erleichtert angesichts des gelungenen Rückrundenstarts: „Teningen hat gute Leute, das hat man gesehen. Gegen Berchtenbreiter haben wir lange kein Mittel gefunden und sind zu weit heraus gekommen. Mit zunehmender Spieldauer haben wir hier immer besser die richtige Balance gefunden und am Ende die wichtigen Tore gemacht, auch wenn der Spielverlauf sehr unkonstant war.“ Rückraum-Kanonier Mathias Riedel hatte schon im Vorfeld diesen harten Kampf nach der Spielpause erwartet: „Am Ende waren beide Teams nach diesem hohen Tempo einfach platt. Die Konter und einfachen Tore der SG zu Beginn haben uns schon wehgetan, Teningen hat alle unsere Fehler gleich gnadenlos bestraft. Trotzdem haben wir nie aufgegeben und haben uns am Ende mit unserem Selbstbewusstsein auch dafür belohnt.“

 

HSG Konstanz – SG Köndringen-Teningen 32:30 (17:16)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich (2), Benjamin Schweda, Mathias Riedel (6), Kai Mittendorf (2), Simon Flockerzie (2), Matthias Stocker (5), Michael Oehler, Paul Kaletsch (12/5), Alexander Lauber (2), Fabian Maier-Hasselmann (1), Tim Jud.

Zuschauer: 800.

 

 

Derby-Hölle zu Konstanz!!!

Der Jubel brachial, die Fans extraklasse, die "Schänzle-Hölle" am Brodeln und so wie wir sie alle lieben...hier die letzten Sekunden aus der "Derby-Hölle" zu Konstanz beim 32:30 (17:16) der HSG gegen die SG Köndringen-Teningen mit dem Schlusspunkt durch Matze Stocker.Die emotionalsten Videos machen eben immer die Fans, danke an Euch alle und ganz besonders an unseren spitzenmäßigen Fanclub!

Posted by HSG Konstanz on Montag, 18. Januar 2016

 

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