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Leutershausen gewinnt nach toller zweiter Halbzeit deutlich gegen HSG Konstanz

Leutershausen gewinnt nach toller zweiter Halbzeit deutlich gegen HSG Konstanz

2. Handball-Bundesliga:

SG Leutershausen – HSG Konstanz 32:20 (14:11)

 

Es war ganz wie in der letzten Saison. Nach Schlusspfiff hallten laute Konstanz-Rufe und das Lied der Fischerin vom Bodensee durch die Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen. Doch das Spiel ging das erste Mal nach zwei Duellen mit dem besseren Ende für die HSG wieder an die Gastgeber aus der Kurpfalz – und zwar am Ende auch noch deutlich mit 32:20 (14:11).

 

Wie schon in den letzten Jahren ging es auch dieses Mal von der ersten Minute an ordentlich zur Sache in Leutershausen. Die SGL versuchte von Beginn an mit einer sehr aggressiven 5:1-Abwehr und körperbetonter Deckungsarbeit den Spielfluss der Konstanzer zu unterbinden. Wenn in den ersten sechs Minuten auch noch die HSG Konstanz das Spielgeschehen dominierte und durch Mathias Riedel zum 4:2 vorlegte, so stellten die Gastgeber mit einem 6:0-Lauf über ihren gefährlichen Rückraum und mit einem Kempa-Trick schließlich auf 8:4 durch einen Gegenstoß über Niklas Ruß. Erst Gregor Thomann brachte die HSG nach einer Auszeit von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen wieder auf 5:8 heran – der Auftakt in eine hitzige Schlussphase vor dem Halbzeitpfiff.

 

Sowohl Altmeister Alexander Hübe auf Seiten der Gastgeber als auch Konstantin Poltrum fanden nun besser in die Partie. Die letzten Zeigerumdrehungen vor dem Seitenwechsel haderten die Konstanzer dann gleich mehrfach mit den Unparteiischen. Beim Stand von 13:10 pfiffen sie Mathias Riedel zurück, als der Ball bereits im Netz zappelte, nur Freiwurf, beim Stand von 14:10 dieselbe Szene und auch als es 14:11 kurz vor der Pause stand ein drittes Mal statt Tor nur Freiwurf. Die 80 mitgereisten HSG-Fans, die für eine tolle Heimspielatmosphäre sorgten, waren außer sich.

 

Wie schon in Durchgang eins waren es die Gäste aus Südbaden, die nach der Pause nur fünf Minuten brauchten, um erneut durch Mathias Riedel – der in Manndeckung genommen wurde –  mit drei Treffern in Folge zum 14:14 auszugleichen. Danach aber zog Leutershausen mit großer Intensität, Entschlossenheit und Tempo auf 20:15 davon. Nach dem folgenden Treffer von Matthias Stocker war dann bald alles frühzeitig entschieden. Erst Felix Gäßler brach den Bann zum 25:17 (48.) mit dem nächsten HSG-Tor. Als das Rückzugsverhalten gegen eine nun wie im Rausch agierende SGL auch nicht mehr so konsequent wie zuvor betrieben wurde, zogen die Nordbadener immer weiter über Gegenstöße bis auf 32:20 davon. Einzig ein toller Spielzug, vollendet von Gregor Thomann, und wuchtige Abschlüsse von Felix Gäßler sowie ein abgefangener Kempa-Versuch konnte Konstanz noch für sich verbuchen. Der Wahnsinn: trotzdem wurde die HSG Konstanz nach dem Schlusspfiff minutenlang vom eigenen Fanblock aufgemuntert und bejubelt.

 

„Glückwunsch“, sagte Daniel Eblen, „heute haben wir alle die gleiche Meinung. Das war verdient und tut mir heute besonders für unsere Fans sehr leid, dass wir es mental nicht hinbekommen haben. Wir waren in jeder Hinsicht unterlegen.“ Angesprochen auf die Bedeutung des Spiels erklärte er: „Eins von 38. Wir werden darüber schlafen und dann heißt es Kopf hoch, direkt nach Weihnachten geht es weiter.“ Marc Nagel, sein Pendant auf der Bank der Gastgeber, freute sich: „Wir haben heute gesehen und miterlebt, was wir für eine tolle Sportart wir betreiben. Wir genießen das. Unsere 5:1-Manndeckung auf Riedel, vor dem wir großen Respekt haben, ist voll aufgegangen. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die für uns nach dem 14:14 etwas Großes haben entstehen lassen. Damit haben wir nicht gerechnet.“

 

SG Leutershausen – HSG Konstanz 32:20 (14:11)

 

SG Leutershausen: Alexander Hübe, Moritz Mangold (Tor); Mark Wetzel, Stefan Salger (7), Christopher Räpple (3/2), Jonas Kupijai (1), Sascha Pfattheicher (6), Marlon Lierz, Niklas Ruß (7), Valentin Spohn (6), Alexander Kubitschek, Matthias Conrad, Marvin Karpstein, Marcel Möller (2).

Trainer: Marc Nagel

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (3), Gregor Thomann (6/5), Mathias Riedel (4), Simon Flockerzie, Matthias Stocker (3), Michael Oehler (1), Paul Kaletsch, Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler (2), Tim Jud (1), Chris Berchtenbreiter.

Trainer: Daniel Eblen

 

Zuschauer: 800.

 

Schiedsrichter: Heine/Standke

 

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