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Sofortige Verstärkung: HSG Konstanz nimmt Linkshänder von Ligakonkurrent unter Vertrag

Matthias-Hild-HSG-Konstanz-klein Noch im verschneiten Allgäu, ab 16. Februar in der Schänzle-Hölle: Neuzugang Matthias Hild.

Nach dem kurzfristigen Abgang von Maximilian Schwarz wenige Tage vor dem ersten Saisonspiel in die 1. Bundesliga und der Verletzung von Fabian Maier-Hasselmann musste Drittliga-Spitzenreiter HSG Konstanz in den letzten Partien mit zwei Linkshändern aus dem festen Drittliga-Kader auskommen. Neuzugang Fynn Beckmann vom HBW Balingen-Weilstetten erhält auch nach dem Jahreswechsel keine vorzeitige Freigabe und wird erst in der kommenden Saison für die HSG auflaufen. Nun ist der HSG jedoch ein kurzfristiger Wechsel gelungen. Als sofortige Verstärkung wird Linkshänder Matthias Hild vom Ligakonkurrenten TuS Fürstenfeldbruck nach Konstanz wechseln und – so die Hoffnung der Konstanzer Verantwortlichen – bereits ab 16. Februar im Heimspiel gegen Kornwestheim für die HSG spielberechtigt sein. Hild erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2022.

 

Große Freude über den gelungenen Transfer herrscht bei Andre Melchert. „Er ist noch ein sehr junger Spieler“, erklärt der Sportchef. „Körperlich stark, groß, auf zwei Positionen einsetzbar“, charakterisiert Melchert seinen Neuzugang und fügt an: „Dazu kann er mit seiner Größe gut in der Abwehr spielen.“ Zwar müsse sich Matthias Hild erst in der neuen Umgebung und der neuen Mannschaft einleben, dass der HSG Konstanz damit allerdings eine wertvolle Verstärkung für den Saisonendspurt gelungen ist, steht für den Sportlichen Leiter der HSG fest: „Er hilft uns in der aktuellen Situation sehr weiter. Für die nächste Saison war ohnehin geplant, fünf Linkshänder im Kader zu haben.“

 

Der 20-jährige Hüne mit dem linken Wurfarm kann flexibel sowohl im rechten Rückraum als auch auf Rechtsaußen spielen. In den letzten eineinhalb Jahren hat er sich dabei zu einer festen Größe in Fürstenfeldbruck entwickelt und einen großen Anteil an der guten Saison des Tabellensechsten. 59 Tore wuchtete der zwei Meter große und 95 Kilogramm schwere Rückraumspieler bislang in die Maschen des gegnerischen Tores. Damit ist er aktuell drittbester Torschütze seines Teams und wäre dies nach Paul Kaletsch und Fabian Wiederstein mit dieser Ausbeute auch in seiner neuen Mannschaft.

 

„Es lief ganz gut“, sagt Hild, der vier Wochen wegen eines Außenbandrisses außer Gefecht gesetzt war, bevor er Ende letzten Jahres mit Fürstenfeldbruck das erste Mal wieder eingreifen konnte – in der Konstanzer Schänzle-Hölle. „Das hat mir sehr gefallen“, lächelt der Linkshänder. „Eine super Atmosphäre in der vollen Halle. Ich bin ja schon aus Fürstenfeldbruck einiges an Stimmung gewohnt, aber das hat mich echt beeindruckt.“ Im März beginnt der gebürtige Kemptener ein Studium in Sport- und Eventmanagement am Bodensee Campus in Konstanz, sodass nun alles ganz schnell ging.

 

Am Samstag, wenn die HSG Konstanz in Pforzheim spielt, wird er sein letztes Spiel für Fürstenfeldbruck absolvieren, danach beginnt ein neuer Abschnitt in der noch jungen Karriere des talentierten ehemaligen bayerischen Auswahlspielers. Hild: „Ich möchte mich schnell integrieren, Spielanteile bekommen und dem Team helfen.“ Denn ein attraktives Ziel für ihn und den Verein sei es, den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu realisieren. Er selbst kann dabei noch eine wichtige Option werden und im rechten Rückraum oder auf Rechtsaußen für Entlastung und zusätzliche Qualität sorgen. Auf beiden Positionen strahlt er große Torgefahr aus und kann mit seiner Größe auch in der Deckung zu einer Alternative werden.

 

Wenn Matthias Hild aufgrund des schnellen Wechsels auch noch einen emotionalen Abschied aus Fürstenfeldbruck am Wochenende vor sich hat, ist die Vorfreude beim Rückraum-Shooter schon groß. „Ich freue mich“, strahlt der aus Marktoberdorf stammende Allgäuer, „auf die neue Herausforderung, das neue Team, natürlich mein Studium und neue Leute.“ Schon früh stand fest, dass er beruflich in den Sportbereich gehen muss – so riet es ihm selbst sein Umfeld. „Ich bin eine sportbegeistere Person“, sagt er und musste nun nicht lange über den Wechsel zur HSG Konstanz nachdenken. „Das war“, so Hild, „ein sehr gutes Angebot. Solche Möglichkeiten kommen nicht oft. In Konstanz ist das Drumherum noch einmal anders, noch professioneller aufgestellt.“

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