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Max Wolf über Besuch der Oma, besonderes Verhältnis zu Keeper-Kollege und letztes Heimspiel des Jahres

Maximilian-Wolf-HSG-KOnstanz-Willstaett Maximilian Wolf in seinem Element: Gegen Saarlouis konnte er in 35 Minuten 16 Mal parieren.

Gegen Saarlouis war Torwart Maximilian Wolf mit 16 Paraden in nur 35 Minuten einer der Matchwinner beim 34:23-Sieg der HSG Konstanz gegen Saarlouis. Am Samstag, 20 Uhr, steht für den Drittliga-Spitzenreiter und -Herbstmeister gegen den TuS Fürstenfeldbruck das letzte Heimspiel des Jahres in der Schänzle-Hölle bevor. Vor der Halle wird es zudem einen Glühweinstand und eine Gondel als Fotobox geben, drinnen die Übergabe eines Mini und eine große Tombola.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas erklärt Maximilian Wolf seine famose Leistung unter anderem mit dem Heimspiel-Besuch seiner Oma, das besondere Verhältnis zu seinem Torwart-Kollegen und -Konkurrenten Simon Tölke sowie die unterschiedlichen Spielweisen der beiden Keeper. Außerdem verrät er seine Wünsche für Weihnachten und das neue Jahr und spricht über die offene Rechnung mit dem TuS Fürstenfeldbruck.

 

HSG-Eigengewächs Maximilian Wolf studiert an der mit der HSG kooperierenden Exzellenzuniversität Konstanz Wirtschaftspädagogik mit Nebenfach Sport. Der 25-Jährige gebürtige Singener ist 1,88 Meter groß und spielt seit neun Jahren in Konstanz.

 

Zehn Minuten lang hielt Simon Tölke beim 34:23-Sieg gegen Saarlouis bärenstark. Nach einem Kopftreffer war er dann plötzlich bewusstlos. Du bist eingesprungen und hast in 35 Minuten 16 Mal pariert. Wie?

Das wichtigste war zunächst der Teamkamerad. Wenn es dich am Kopf trifft, dann oft richtig. Kurz macht man sich schon Sorgen, wenn der Mitspieler regungslos auf dem Boden liegt. Anderseits musste ich mich schnell etwas warmmachen. Der erste Siebenmeter ging noch rein, danach lief es ganz gut. Man ist ja selbst auf der Bank mit dem Kopf immer dabei. Ein Quäntchen Glück gehört auch dazu. Mal ist man sofort dran am Ball, aber er geht trotzdem rein. Ein anderes Mal geht er an den Pfosten. Nicht vergessen darf man aber vor allem, dass die Abwehr nicht viele freie Würfe zugelassen hat. Bei Abschlüssen aus dem Rückraum war immer der Kontakt beim Schützen da, von außen musste Saarlouis es aus schwierigem Winkel probieren. Aber warum es so gut lief, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht.

 

Überhaupt ist das Verhältnis, der Umgang zwischen Dir und Simon ein ganz spezielles und sehr besonders – trotz der Konkurrenzsituation zwischen Torhütern. Wie würdest Du es beschreiben?

Wir verstehen uns nicht nur auf dem Platz gut, sondern sind uns außerhalb auch sehr sympathisch. Wir geben uns während des Spiels gegenseitig Tipps, wie man sich in den Situationen besser verhalten könnte. Der Erfolg der Mannschaft steht immer im Vordergrund. Im Training teilen wir uns die Anteile komplett auf – und wir sind sehr unterschiedliche Torwart-Typen. Deshalb ergänzen wir uns so gut.

 

Wo liegen die Unterschiede in Eurem Torwart-Spiel?

(lacht) Zu sehr ins Detail kann ich nicht gehen. Nur so viel: Simon hat mehr Erfahrung, kennt die Liga und hat ein gutes Stellungsspiel. Ich bin aktiver, springe eher, verlasse mich mehr auf meine Reaktionen.

 

Hat man sich kurz über die Herbstmeisterschaft gefreut, oder zumindest die Erfolgsserie von zwölf Siegen in Folge?

Ich werfe schon einen Blick auf unsere Situation und die Verfolger und freue mich, wenn es für uns läuft. Die Herbstmeisterschaft hingegen ist uninteressant, es geht ja direkt mit der Rückrunde vor der Spielpause im Januar weiter. Über vier Minuspunkte Vorsprung freut man sich natürlich schon, obwohl das nur ein kleiner Schritt vor dem großen Wunsch ist, den wir uns erfüllen wollen.

 

Deine Eltern sind meist bei jedem Spiel dabei. Am Sonntag auch Deine Oma. Absolute Zusatzmotivation?

Mein Onkel und Freunde sind ebenfalls oft auf der Tribüne. Die Oma stolz zu machen, motiviert natürlich extra. Sie war diese Saison das erste Mal dabei. Meine Eltern hatten früher nichts mit Handball zu tun, haben mich aber oft eine halbe Stunde in das Training gefahren – und sind jetzt voll mit dabei. Ich habe ihnen sehr viel zu verdanken.

 

Mit dem Besuch der Oma hätten wir den Grund für die überragende Leistung doch noch gefunden. Warum harmoniert das Team aber so gut, warum steht die Abwehr in dieser Form und ist der Zusammenhalt so groß?

Wir sind nach den ersten Spielen, als es nicht so lief, zusammengewachsen und haben uns noch mehr den Hintern aufgerissen. Im Angriff spielt man mit dem Kopf, in der Abwehr mit dem Herz. Hier merkt man einfach, dass wir eine geschlossene Mannschaft sind, in der jeder für jeden alles gibt.

 

Besteht nun eine besondere Vorfreude auf das letzte Heimspiel des Jahres am Samstag, 20 Uhr, gegen Fürstenfeldbruck? Ist da noch eine Rechnung offen?

Das kann man so sagen. Das hat aber gar nicht so sehr mit der letzten verrückten Situation und dem direkten Freiwurf zu tun, der nach Ablauf der Spielzeit zwischen Pfosten und Latte kleben blieb. Die Niederlage hat uns gewurmt und sehr genervt. Verloren haben wir zudem nicht aufgrund des letzten Wurfs, auch wenn das ganze etwas surreal war. Das ist mittlerweile eine Randnotiz, an die man sich immer mal wieder erinnern wird. Dennoch ist uns die Niederlage aus dem Hinspiel ein extra Ansporn. Wir wollen Fürstenfeldbruck schlagen.

 

Was für ein Spiel wird sich Deiner Meinung nach nun entwickeln?

Die offensive 3:2:1-Abwehr ist uns bislang nicht so gelegen. Das war auch gegen Baden-Baden der Fall, die dies als Kollektiv ebenfalls sehr offensiv verteidigt und uns damit Probleme bereitet haben. Daraus haben wir gelernt, wie wir so etwas bespielen müssen und haben Schlüsse gezogen, was besser gemacht werden muss. Wir haben da schon ein paar Ideen. Fürstenfeldbruck ist eine gute Mannschaft, die sehr heimstark ist. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir nun den Spieß umdrehen.

 

40 zusätzliche lautstarke Fans kommen von den befreundeten Fußballern der F.A.L., ein großes Rahmenprogramm lockt und die Halle wird richtig voll werden. Weckt das besondere Vorfreude?

Es darf sich gerne alles wiederholen wie vor einem Jahr: Volle Halle, Heimsieg und fantastische Stimmung. Ein Lob an die Jungs von F.A.L. und unseren Fanclub. Die sorgen immer für eine bomben Stimmung bei dieser schönen Tradition. Wir freuen uns total darauf, auch wenn die Stimmung immer super ist. Das letzte Heimspiel des Jahres wollen alle noch einmal rocken. Dafür werden wir alles geben.

 

Bald ist Weihnachten und das neue Jahr steht bevor. Hast Du Wünsche dafür?

Weiße Weihnachten in Konstanz wären cool. Das gab es hier am Bodensee schon lange nicht mehr. Wenn wir schon bei den Wünschen sind, dann natürlich, dass alle Jungs verletzungsfrei bleiben – und die Meisterschaft. Wenn man Meister würde, möchte man auch aufsteigen. Es liegt in unserer Hand, ob sich der zweite Teil erfüllt.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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